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Wohin geht die Reise 2010?

Leasing-Umfrage

Restwerteverfall, gestiegene Refinanzierungskosten, die Wiedervermarktungs-Problematik auf überfüllten Gebrauchtwagen-Höfen: Auch für die Leasinggesellschaften ist das Schiff derzeit schwierig durch die aufgewühlte See zu steuern. Andererseits verkünden diverse Wirtschafts- Klimata-Indizes erste Silberstreifen am Horizont. Für Flottenmanagement Anlass genug, im Jahr zwei nach der Finanzkrise vier Fragen an die Branche nach Zielen, Hoffnungen und Konzepten für Flottenkunden zu stellen. Die Antworten verheißen Zuversicht.

Flottenmanagement: Einerseits muss Leasing jetzt teurer werden, um die Problematik stark gefallener Restwerte aufzufangen. Andererseits mögen sich die Alternativen für Flottenbetreiber gegenwärtig auch dadurch verringern, dass sich die Banken als Nachwehe zur Finanzkrise bei der Kreditvergabe noch restriktiver verhalten. Warum sollte sich der Flottenbetreiber in solcher Gesamtlage für Leasing entscheiden?

Thomas Mitsch, Geschäftsführer DirectLease.de: Leasing bedeutet Mobilität mit allen Services rund um das Thema Auto. Heutzutage möchte der Kunde mit seiner Leasingrate sich um nichts mehr kümmern, außer um Fahren. Leasingkunden rufen im Pannenfall die Hotline an und binnen 30 Minuten wird ihm geholfen – er sitzt in einem „vollgetankten“ und warmen Ersatzwagen. Sein repariertes Fahrzeug bekommt er wieder bis vor die Haustüre gefahren und sauber übergeben. Genau das ist es, was Full- Service-Leasingkunden heutzutage von ihrer Leasinggesellschaft geboten bekommen und erwarten. Dieses Stück Luxus und Sicherheit macht in Zeiten nahezu grenzenloser Mobilität „echtes“ Full-Service-Leasing aus und wird eher zu einer Reduzierung der Fahrzeuggröße, als zur Einsparung beim Service führen. Auch ist der Trend erkennbar, dass einige Leasinggesellschaften ihre Restwerte wieder nach oben korrigieren. Die Captives beginnen auch 2010 mit „Dumping-Leasingraten“ neue Kunden zu gewinnen. Deshalb sehe ich keine gravierende Leasingraten-Teuerung voraus. Für die Kunden gilt es genau abzuwägen, was im Fokus der Leasingleistung stehen soll. Vor dem Hintergrund der Leistungen eines Full-Service-Leasing und den betriebswirtschaftlichen Vorteilen kann man sich bei detaillierter Betrachtung nur für Full-Service-Leasing entscheiden.

Harald Frings, Geschäftsführer Hannover Leasing Automotive: Die angesprochene Teuerung ist ja nicht auf das Produkt Leasing beschränkt, sondern betrifft die Mobilität mit dem PKW ganz allgemein: Fallende Gebrauchtwagenpreise sowie erschwerte Kapitalbeschaffung erhöhen die Gesamtkosten des Firmenfuhrparks ganz unabhängig von der Art und Weise der Beschaffung. Insbesondere in der momentanen Situation kommen die Vorteile des Leasings zum Tragen: Die Auslagerung des Restwertrisikos an die Leasinggesellschaft schützt den Kunden vor den Unwägbarkeiten des Gebrauchtwagenmarktes und erspart hohe eigene Remarketing-Kosten. Durch Leasing vermeidet der Kunde zudem die Bindung sowohl von Eigen-, als auch des schwer zu beschaffenden Fremdkapitals. Weiterhin haben die klassischen Vorteile des Leasings Bestand. Das sind vor allem: Bilanzneutralität, Planungssicherheit und Reduzierung des Verwaltungsaufwandes.

Johan Ragnar Friman, Vorsitzender Geschäftsführung LeasePlan Deutschland: Das Fahrzeug- Leasing entlastet Unternehmen gegenüber der Eigenfinanzierung eben genau vom Finanzierungsaufwand sowie vom Restwertrisiko her, beides trägt die Leasinggesellschaft. Außerdem kann sie beim Full-Service-Leasing aufgrund ihres großen Volumens Einkaufsrabatte erzielen und an die Kunden weitergeben, die ein einzelnes Unternehmen in dieser Höhe nicht erreichen kann. Der Fuhrpark kann dadurch wirtschaftlicher betrieben werden als in Eigenverwaltung.

Mark Thielenhaus, Vorstand Sixt Leasing: Auch 2010 werden die Unternehmen besonderen Wert auf strikte Kostenkontrolle und steigende Effizienz legen. Sixt Leasing übernimmt für seine Kunden sämtliche Aufgaben der Fuhrparksteuerung und setzt Erfahrungsvorsprung sowie jahrzehnte langes Know-how konsequent ein, um die Fuhrpark-Komplexität ideal zu organisieren und die Mobilitätskosten nachhaltig zu senken. Zudem erzielt Sixt als führender Mobilitätsdienstleister durch Volumenbündelung in allen Bereichen meist erheblich bessere Konditionen als einzelne Unternehmen, unsere Einkaufsstärke sichert den Kunden messbare Vorteile. Auch behalten die klassischen Vorzüge des Full-Service- Leasing für die Unternehmen in schwierigem Marktumfeld ihr hohes Gewicht: Das Wiedervermarktungsrisiko entfällt, die Liquidität wird geschont, und die Mobilitätskosten sind transparent und genau kalkulierbar. Der Fuhrpark ist bilanzneutral, und die Leasing-Aufwendungen bieten zudem steuerliche Vorteile.

Reinhard Gödel, Vorstandsvorsitzender VR Leasing: In so herausfordernden Zeiten wie diesen, kommt einem Grundgedanken von Leasing, dem sogenannten „pay as you earn“, eine wichtige Bedeutung zu. Danach zahlen sich die Raten aus den erwirtschafteten Erträgen. Das ist nur ein Vorteil. Klare und vorab kalkulierbare Plangrößen sind ein weiteres Plus. Zudem gibt der Leasingnehmer bei Leasing das Risiko, das er bei einem – zudem den Geldbeutel belastenden – Kauf einginge, an den Leasinggeber ab. Stattdessen schont er wertvolle Liquidität, kann sein Restwertrisiko auslagern und sich den Fuhrpark von Profis managen lassen. Dem mittelständischen Unternehmer, der ja meist nur nebenbei „Flottenbetreiber“ ist, bleibt wieder Zeit für sein angestammtes Kerngeschäft.

Frank Kückelhahn, Marketing-Leiter Großkunden Volkswagen Leasing: Gerade in Zeiten einer angespannten wirtschaftlichen Situation schont Leasing die Liquidität der Unternehmen. Nach unserer Meinung gibt es keine wirkliche vorteilhaftere Beschaffungsform.

 

Flottenmanagement: Die Leasing-Branche beklagt zudem, dass stärker gestiegene Refinanzierungskosten gegenwärtig die Marktsituation zusätzlich erschwerten. Welche Möglichkeiten sehen Sie für den Flottenbetreiber, die Mehrkosten teils wieder aufzufangen, wie beraten Sie ihn, welche Entwicklung erwarten Sie für 2010/2011?

Thomas Mitsch, DirectLease.de: Es gibt noch immer genügend finanzstarke Leasinggesellschaften, die sehr gute Refinanzierungsmöglichkeiten haben. Ferner bemühen sich rennomierte Leasinggesellschaften, die eventuelle Teuerung nicht 1:1 an ihre Kunden weiter zu geben. Der Flottenbetreiber sollte auch vor dem Hintergrund eingeschlossener Dienstleistungen genau vergleichen, denn hier könnten versteckte Zusatzkosten entstehen. Eine inhaltliche Prüfung der Leasingangebote ist unbedingt erforderlich und lohnt sich.

Harald Frings, Hannover Leasing Automotive: Die erhöhten Refinanzierungskosten sind eine Tatsache, die sich kaum positiv beeinflussen lässt. Daher wird es wichtiger denn je, die Kosten des Fuhrparks unter anderen Aspekten zu optimieren. Diese Situation kann auch als Chance begriffen werden, in Fahrerkreisen weniger populäre Maßnahmen umzusetzen. Dazu gehören verlängerte Laufzeiten, die Einschränkung der Hersteller- und Modellauswahl sowie eine restwertoptimale Ausstattung der Fahrzeuge.

Johan Ragnar Friman, LeasePlan Deutschland: Die Refinanzierungskosten werden im Vergleich zu 2009 auch in 2010/2011 nicht signifikant sinken. Da diese Kostensteigerungen auch an die Leasingkunden weitergegeben werden müssen, sind im Rahmen der TCO auch alle anderen Stellschrauben der Kosteneinsparung zu betrachten: Sei es die Anpassung der geltenden Car Policy, um neue wirtschaftlichere Marken und Modelle in den Fuhrpark aufnehmen zu können, die Anpassung von Pflichtzubehör mit dem Ziel der Restwerterhöhung oder zumindest -stabilisierung, aber auch der Einsatz weiterer Serviceleistungen wie beispielsweise Spritsparwettbewerbe, ein effizientes Reportingsystem oder die Einführung von Abrechnungssystemen für Privat-km. Hier ist zur Ausnutzung weiterer Einsparungspotenziale die gesamte Beratungskompetenz des Flottendienstleisters gefragt.

Mark Thielenhaus, Sixt Leasing: Unabhängige Leasinganbieter sind am besten in der Lage, auf Basis objektiver Analysen und Empfehlungen nachhaltige Einsparpotenziale aufzuzeigen. In der gegenwärtigen Marktsituation unterstützt Sixt Leasing die Unternehmen mit neuem Beratungsansatz. Wir gehen aktiv auf die Kunden zu und erarbeiten gemeinsam individuelle Fuhrparklösungen. Dabei ziehen wir im Hinblick auf Kostenoptimierung, Flexibilität, innovative Produkte, effiziente Prozesse und detailliertes Reporting sämtliche Register. Basis ist die Analyse der Firmenflotte unter Gesamtkostenaspekten. Dabei schaffen wir zunächst Transparenz und analysieren sämtliche Fuhrpark-Kosten. Die Praxis zeigt, dass dies in vielen Fällen bereits erhebliche Mehrwerte bringt, denn häufig fehlt in den Unternehmen der Überblick über die Gesamtkostensituation. Anschließend bestimmen wir konkrete Maßnahmenpläne für jede einzelne Kostenart. In diesem Rahmen werden verschiedene Szenarien konzipiert, die je nach Kunden-Bereitschaft für Car Policy-Änderungen Einsparungen bis zu 25% bringen. Wirksame Ansätze zur Kostenoptimierung erfordern aber auch ein detailliertes Reporting mit der Darstellung sämtlicher kostenrelevanten Prozesse. Wir haben sogenannte Management-Reportingtools entwickelt und durch vielfachen Einsatz verfeinert. Sie bestehen aus einem Kunden-Fuhrparkbericht, der wesentlich Bestands-, Fuhrparkstruktur- und Kostenentwicklungen aufzeigt. Besonders geschätzt ist die Gegenüberstellung des jeweiligen Kundenfuhrparks zu einer vergleichbaren Flotte aus unserem breit gefächerten Kundenportfolio. Diese einzigartige Vergleichsmöglichkeit zeigt, wo der Fuhrpark gut aufgestellt ist beziehungsweise wo noch Optimierungspotenziale liegen.

Reinhard Gödel, VR Leasing: Aktuell spricht Vieles für Downsizing beziehungsweise für einen Modellwechsel. Auch die Verlängerung bestehender Verträge ist ein probates Mittel, das durchaus weiterhelfen kann.

Frank Kückelhahn, Volkswagen Leasing: Sicherlich üben die gestiegenen Refinanzierungskosten einen gewissen Druck auf die Konditionsgestaltung aus. Wir sind jedoch als Captive- Gesellschaft, dank der sehr engen Kooperation mit den Marken des Volkswagen Konzerns, auch in dieser Situation in der Lage unseren Kunden sehr attraktive Konditionen anzubieten.

Flottenmanagement: Im Jahr eins nach der Finanzkrise haben viele Flottenbetreiber wegen der Unkalkulierbarkeit der wirtschaftlichen Zukunft ihres Unternehmens zunächst einmal laufende Leasingverträge verlängert, was auch manchem Leasinggeber nicht so unrecht war, weil die Fahrzeuge später zurückkamen. Sehen Sie für die nächste Zukunft in längeren Leasingverträgen im Sinne einer Win-win-Situation für beide Seiten eine generelle Lösung?

Thomas Mitsch, DirectLease.de: Grundsätzlich hat die Vertragsverlängerung das Problem der Restwerte nur zeitlich verlagert. Wenn sonst ein Fahrzeug nach drei Jahren mit 120.000 km zurückkommt, reden wir jetzt über vier Jahre alte Leasingrückläufer mit 160.000 und mehr Kilometer. Wie soll der Markt diese Fahrzeuge in Q3 und Q4 aufnehmen? Hier gibt es noch einige Remarketing-Aufgaben zu lösen. Wenn die Fahrzeuge im Schitt 12 Monate länger fahren, bekommen die Händler und Hersteller zusätzliche Absatzprobleme und die bestehende Überkapazität an Fahrzeugen verschärft sich weiter. Der Preiskampf verschärft sich weiter, was wiederum zu höheren Rabatten führt und sich nachhaltig negativ auf die Restwerte auswirkt. Vor diesem Hintergrund benötigen wir geräumte Märkte und eine langfristig seriöse Preis-/ und Restwertpolitik – ferner müssen Subventionen seitens der Hersteller wegfallen, um die derzeitige Marktverzerrung zu beenden. Nur wenn diese Parameter erfüllt sind, werden wir wieder in geordneten und „funktionierenden“ Märkten erfolgreich arbeiten können.

Harald Frings, Hannover Leasing Automotive: In Abhängigkeit von der Fahrleistung ist eine längere Vertragslaufzeit sicherlich eine wirtschaftlich sinnvolle Maßnahme: Bei der „klassischen“ Laufleistung von 30.000 km jährlich wird der Trend zukünftig in Richtung 48 Monate gehen. Mittel- bis langfristig wird dies einen gewissen Druck vom Gebrauchtwagenmarkt nehmen. Es könnte jedoch aufgrund der verringerten Fahrzeugabnahme pro Jahr einen negativen Effekt auf mögliche Nachlässe geben.

Johan Ragnar Friman, LeasePlan Deutschland: Die Leasingvertrags-Verlängerung ist derzeit für beide Parteien ein probates Mittel, um durch die Finanzkrise bedingte Kostensteigerungen ausgleichen zu können. So kann auf Unternehmensseite Downsizing vermieden werden, was der Mitarbeitermotivation zu Gute kommt. Auf der anderen Seite wird der Gebrauchtwagenmarkt entlastet, was zur Stabilisierung der Restwerte beiträgt. LeasePlan hat bereits 2009 viele Leasingverträge verlängert und wird auch 2010 fortfahren, Kunden dahingehend zu beraten.

Mark Thielenhaus, Sixt Leasing: Die Verlängerung bestehender Verträge kann je nach Laufzeit und Laufleistung auch zu Mehrkosten führen. Unternehmen sollten sämtliche Einflussfaktoren berücksichtigen. Wir unterstützen unsere Kunden durch das Know-how unserer Kundenberater und innovative Steuerungsinstrumente, etwa Laufleistungsanalysen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt kann eine Vertragsverlängerung ineffizient werden, denn signifikant steigende Full-Service-Leasingkosten, wie Wartungskosten, machen den Abschluss eines neuen Leasingvertrages sinnvoll.

Reinhard Gödel, VR Leasing: Klares „jein“. Längere Laufzeiten machen bei einer zugleich verhältnismäßig geringen Kilometerleistung durchaus Sinn. Wird das Fahrzeug jedoch sehr intensiv genutzt und gefahren, machen die dann erhöhten Betriebskosten die eben geschilderten Vorteile wieder zunichte.

Frank Kückelhahn, Volkswagen Leasing: Die Verlängerung von bestehenden Leasingverträgen stellt weder für unser Unternehmen noch für unsere Großkunden eine dauerhafte beziehungsweise generelle Lösung dar, zumal ein derartiges Vorgehen zu keiner tatsächlichen Entlastung führt, sondern lediglich zu einer Verlagerung beziehungsweise Verschiebung des eigentlichen Problems beiträgt. Letzten Endes drücken die aufgelaufenen Fahrzeuge nur zu einem späteren Zeitpunkt in den Markt. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und den damit verbundenen Bestrebungen sowie der Konditions- und Preispolitik der Automobilhersteller entstehen den Kunden weitaus mehr Vorteile, sofern sie Neufahrzeuge abnehmen.

 

Flottenmanagement: Aus Kreisen der Flottenbetreiber ist bisweilen zu hören, dass es derzeit auch Leasinggesellschaften geben soll, die sich wegen der Wiedervermarktungsproblematik gegenüber Neukunden zurückhaltender zeigten, damit nicht in drei Jahren noch mehr Autos auf dem Hof stehen würden. Wie beurteilen Sie das, wie verhält sich Ihr Unternehmen nun gegenüber Neukunden?

Thomas Mitsch, DirectLease.de: Ich denke, dass dieses Verhalten nicht nur daher rührt, dass man das Remarketing entlasten möchte, sondern das diese Leasinggesellschaften starke Schwierigkeiten bei der Refinanzierung mit ihren Banken haben. Zur Zeit sehen die Banken das Thema Leasing als Top-Risiko an. In Zeiten wie diesen braucht man starke und verlässliche Finanzpartner um seriöses Leasing-Business betreiben zu können. DirectLease.de GmbH bedient Neukunden wie langjährige Bestandskunden. DirectLease.de behandelt Neukunden genauso wie Bestandskunden: Wir freuen uns aufgrund unserer Finanzstärke den Leasingsuchenden jederzeit mit Leasingfahrzeugen bedienen zu können.

Harald Frings, Hannover Leasing Automotive: Diese Geschäftsphilosophie ist so für unser Haus nicht nachvollziehbar. Bei der Neukunden- Akquise ist für viele Leasing-Gesellschaften eher der erschwerte Zugang zu Refinanzierungsmitteln als einschränkenden Faktor ausschlaggebend. Ganz allgemein wird das Geschäft mit Neukunden klar eine Frage der Preise sein. Die Bereitschaft, hohe Restwertrisiken einzugehen, um eine aggressive Rate realisieren zu können, ist sicherlich deutlich zurückgegangen. Die HLA versteht sich als Anbieter im Premiumsegment. Dem Kunden wird auf Basis von attraktiven, aber realistisch kalkulierten Leasingraten erstklassige Fullservice-Dienstleistungen erbracht. Die HLA legt grundsätzlich Wert auf eine langfristige Partnerschaft und zielt bei der Neukundengewinnung nicht auf kurzfristiges Geschäft ab. Generell planen wir auch für 2010 ein deutliches Wachstum und bemühen uns entsprechend um neue Kunden.

Johan Ragnar Friman, LeasePlan Deutschland: Grundsätzlich ist LeasePlan weiterhin auf Wachstumskurs, selbstverständlich auch durch Neugeschäft. Wachstum um jeden Preis ist jedoch nicht angebracht, da Konditionen realistisch dargestellt werden müssen und es derzeit weniger Spielraum denn je gibt, um den Preisvorstellungen von Neukunden gerecht zu werden.

Mark Thielenhaus, Sixt Leasing: Wir beobachten, dass sich Wettbewerber infolge von Liquiditätsengpässen vermehrt aus dem Neugeschäft zurückziehen. Für uns liegt jedoch in der Schwäche mancher Wettbewerber eine Chance. Wir nutzen dies, indem wir aktiv auf Kunden zugehen, um gemeinsam Kosteneinsparpotenziale aufzudecken und optimierte Mobilitätskonzepte zu erarbeiten. Die Finanzierung des Fuhrparkbestandes sowie des Neugeschäfts für 2010 ist bei Sixt Leasing vollumfänglich gesichert. Dies liegt unter anderem daran, dass wir für den weit überwiegenden Teil unserer Leasingflotte Buy-Back-Vereinbarungen mit Herstellern und Händlern geschlossen haben und somit kein Verwertungsrisiko tragen.

Reinhard Gödel, VR Leasing: Sie können sich vorstellen, dass wir nicht unbedingt und ausschließlich das Geschäft mit hochmotorigen Boliden, Fahrzeugen der Oberklasse oder SUVs suchen. Es ist schon so, dass wir uns einen Fuhrpark in der Gesamtheit genau anschauen und da auf eine gewisse Ausgewogenheit achten. Wir wollen und wir müssen die Risiken kennen. Klar ist aber auch: Wenn alle Vorzeichen auf „grün“ stehen, fahren wir bestimmt nicht an einem Geschäft vorbei.

Frank Kückelhahn, Volkswagen Leasing: Das ist richtig. Diese Zurückhaltung hat sich jedoch eher positiv auf unser Geschäft ausgewirkt, so dass sich mittlerweile eine Vielzahl dieser Engagements in unserem Portfolio befindet. Denn die Volkswagen Leasing GmbH war und ist aufgrund einer gesicherten Refinanzierung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein starker und zuverlässiger Partner. An dieser Stelle Zurückhaltung zu üben, halten wir somit für ein gänzlich falsches Signal. Daher werden wir auch in diesem Jahr unser Produktportfolio erweitern, indem wir unser Engagement im Bereich des ökologischen Fuhrparkmanagements verstärken und unsere kundenindividuellen Mobilitätskonzepte weiter entwickeln. Unser erklärtes Ziel ist es auch im Jahr 2010 unsere Marktposition zu festigen und weiter auszubauen. Insofern ist uns jeder Neukunde herzlich willkommen.



 
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