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Es muss nicht immer Diesel sein...

In Zeiten gestiegenen Umweltbewusstseins und der CO2-Besteuerung sollte sich der Fuhrparkleiter auch mit alternativen Kraftstoffen anfreunden: Wo immer die geringere Reichweite ausreicht und hinreichend Tankstellen verfügbar sind empfiehlt es sich, den Einsatz von CNG oder LPG zu prüfen. Denn damit kann richtig Geld gespart werden, und gutes grünes Image gibt’s gratis on top.

In Zusammenarbeit mit EurotaxSchwacke haben wir einen Kostenvergleich von Fahrzeugmodellen zusammengestellt, die es in ähnlicher Leistung und Ausstattung mit verschiedenen Antriebsformen gibt: Benziner, Diesel, LPG und Erdgas haben wir, wo immer verfügbar, bei 36 Monaten Laufzeit und 60.000 Kilometer Gesamtfahrleistung miteinander verglichen. Höhere Laufzeiten führen zu noch mehr Kostenunterschieden zu Gunsten der Alternativen, dies haben wir jedoch im Vergleich nicht mit aufgeführt, da der klassische Vielfahrer in aller Regel nicht immer eine passende Zapfsäule suchen möchte – und es sein Terminplan auch oft nicht zulassen würde.

Überraschung: Nicht immer ist der alternative Kraftstoff auf dem Siegertreppchen. So schlägt der Fiat Panda Diesel, wenn auch knapp, den vergleichbaren Autogasantrieb. Deutlicher verweist der Fuhrpark-Klassiker Mercedes E220 Diesel die alternative Konkurrenz auf ihren Platz: Fast 3.000 Euro günstiger fährt der Selbstzünder im Vergleich zum Erdgasantrieb. Hauptgrund ist hier der deutlich höhere Wertverlust des CNG-betriebenen Fahrzeugs. Denn der private Endkunde, der das Gebrauchtfahrzeug ja einmal kaufen soll, so Dr. Christian Engelskirchen, Business Development Manager Consulting Service bei der EurotaxSchwacke GmbH, ist trotz niedrigerer Betriebskosten nicht bereit, wesentlich mehr Geld für den alternativen Antrieb auszugeben. Der absolute Anschaffungspreis ist für den Endkunden wichtiger als die Betriebskosten, hinzu kommt, dass der Kunde lieber die Technologie kauft, die er schon lange kennt.

Bei den meisten Fahrzeugmodellen zeigt sich jedoch: CNG und LPG liegen bei den Gesamtkosten einfach vorn, auch wenn die prozentualen Restwerte oft niedriger sind. Die Vorteile auf Grund der niedrigeren Betriebskosten überwiegen einfach – und steigen die Kraftstoffpreise wieder an, erhöhen sich die Vorteile der alternativ angetriebenen Fahrzeuge nochmals.

Auch Hybridantriebe lohnen sich, wo verfügbar: Bei Toyota und Lexus sind die Kosten für die Hybriden deutlich niedriger als die vergleichbaren Benziner, der Prius schlägt auch den Corolla Diesel – vor allem wegen seines deutlich höheren Restwertes als Imageträger. Richtig spannend wird es bei den Hybriden werden, wenn die ersten Fahrzeuge von deutschen Premiumherstellern gegen ihre etablierten Diesel- und Gas-Pendants antreten müssen, denn die beiden Lexus gibt es ja leider nicht als Diesel oder Gasfahrzeuge, damit fehlt der direkte Vergleich.



 
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