Erfolgs-Modell
Der bullige BMW X6 kommt nicht ganz so klotzig daher wie konventionelle SUV und bietet zudem einen Tick mehr Exklusivität. Dass der ausgefallene Design-Kraxler ankommt, beweisen die Verkaufszahlen: Binnen weniger Jahre gelang es dem Werk, beachtliche 150.000 Einheiten abzusetzen – ein veritabler Erfolg angesichts der distinguierten Fahrzeug-Kategorie. Flottenmanagement fuhr den 4x4 mit dem doppelt aufgeladenen und 306 PS starken Dreiliter-Diesel.

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So ein bisschen Coupé kann und will der X6 nicht leugnen – mit verhältnismäßig flacher Dachlinie und betont breitem Auftritt verschafft sich der potente Allradler die Aufmerksamkeit der Passanten. Und ein Blick in den Innenraum, besonders auf die Fondbank, macht klar, wohin die Reise geht: In zwei gemütlichen Einzelsesseln lässt es sich angenehm reisen. Platznot für großgewachsene Personen? Hier ähnlich abwegig wie ein Schneegestöber im Hochsommer. Außerdem sind die Fauteuils selbst üppig gepolstert und somit besonders freundlich zu den Fahrgästen. Dieses Gefühl kann man freilich auch vorn auskosten, obwohl die erste Reihe ausnahmsweise etwas profaner wirkt als die exklusiv anmutenden Nischen hinten. Nur beim Einstieg heißt es „Achtung, Köpfe einziehen!” – aber das ist reine Gewohnheit.
Die Sicht auf das beim xDrive40d frei Haus gelieferte Esche-Furnier ist aber auch nicht von schlechten Eltern und erzeugt Oberklasse-Feeling. Reduzierte Schalterlandschaften sehen schick aus – in Verbindung mit dem inzwischen wohlbekannten iDrive-System gestaltet sich die Bedienung leicht. Wer plant, die kräftigste zivile Dieselvariante zu kaufen, dürfte schon ganz gespannt darauf sein, wie sich der Dreiliter mit zwei Turbos in der Praxis benimmt. Laufkultur jedenfalls haben die Ingenieure dem drehmomentgewaltigen Reihen-Sechszylinder eingehaucht, so dass er nach Erreichen seiner Betriebstemperatur kaum noch als Selbstzünder auffällt. Bärige 600 Nm schon ab 1.500 Umdrehungen pumpt der Commonrail in den Schlund der geschmeidigen Achtgang-Wandlerautomatik.
Somit braucht es keine überbordenden Drehzahlen, um den 2,2-Tonner mit Nachdruck aus den Startlöchern zu wuchten. Sechseinhalb Sekunden sollen bis Landstraßen-Tempo vergehen – das können viele gestandene Sportwagen kaum besser. Für maximalen Grip sorgt das variable Allradsystem mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung; blitzschnelle Kraftverteilung beispielsweise auch zwischen den Rädern der Hinterachse sowie die Einbindung der Momentverteilung in die Geschicke des Stabilitätsprogramms lassen den Lifestyle-Offroader nicht nur schlüpfriges Terrain standfest durchqueren, sondern verleihen ihm eine dynamische Note auf windungsreichen Pisten fernab urbaner Gegenden. So viel High Tech hat seinen Preis – mindestens 57.310 Euro werden für den Doppel-Turbodiesel fällig.

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