Automobilbanken: 8 Prozent Wachstum im 1. Halbjahr
20.09.2017

Die Finanztöchter der Automobilkonzerne haben die erste Jahreshälfte 2017 erfolgreich abgeschlossen und konnten damit maßgeblich zur positiven Entwicklung des deutschen Automobilmarkts beitragen. In den ersten sechs Monaten des Jahres brachten die Herstellerbanken mit ihren Finanzdienstleistungen rund 816.000 Neufahrzeuge im Wert von 21,8 Milliarden Euro (+8 Prozent) auf die Straße. Ihren Vertragsbestand, also die Summe aller Leasing- und Finanzierungsverträge in den Büchern der Autobanken, konnten sie auf den Rekordwert von über 117,4 Milliarden Euro (+10 Prozent) ausbauen.

Autobanken legen bei Privatkunden sowie im gewerblichen Segment zu

Sehr solides Wachstum erzielten die Herstellerbanken im ersten Halbjahr bei privaten Kunden: Mit rund 399.000 Neuverträgen steigerten sie das Vertragsvolumen in diesem Bereich um zehn Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Wesentlicher Wachstumstreiber war hier insbesondere das Privatleasing mit einem Plus von 14 Prozent. „Diese deutliche Steigerung zeigt, dass wir mit unserer attraktiven Produktgestaltung und einer guten Angebotspolitik genau den Nerv der Verbraucher treffen“, schildert Anthony Bandmann, Sprecher für die „Banken der

Automobilwirtschaft (BDA)“. Auch das Geschäft mit Unternehmen und gewerblichen Kunden zeigte sich im ersten Halbjahr erneut als eine verlässliche Säule. Die herstellerverbundenen Finanzdienstleister schlossen bis Ende Juni über 412.000 gewerbliche Leasing- und Finanzierungsverträge im Wert von rund 13 Milliarden Euro ab und konnten damit um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen. „Damit können die Autobanken insgesamt überaus zufrieden auf die Neugeschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2017 blicken“, sagt Bandmann.

Starke Nachfrage nach hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen

Das Geschäft mit jungen Gebrauchtfahrzeugen, ein nachhaltiges Wachstumsfeld der herstellerverbundenen Autobanken, verzeichnete in den ersten sechs Monaten erneut eine starke Nachfrage. Mit rund 341.000 Gebrauchtwagen im Wert von über 5.7 Milliarden Euro konnten die Finanztöchter der Automobilkonzerne um 15 Prozent zulegen. „Hier zeigt sich, dass die Herstellerbanken das vorhandene Wachstumspotenzial im hart umkämpften Gebrauchtwagensegment sehr gut nutzen“, erläutert Christian Ruben, ebenfalls BDA-Sprecher. „Ein wesentlicher Erfolgsschlüssel liegt für die Herstellerbanken darin, dass sie ihre breite Produktpalette aus dem Neuwagenbereich immer mehr auf das Geschäft mit hochwertigen Gebrauchten übertragen, z.B. durch attraktive Versicherungs-, Service- oder Garantieleistungen.“

Derartige Mobilitätsdienstleistungen, also autonahe Dienstleistungen über Finanzierung und Leasing hinaus, standen auch im ersten Halbjahr 2017 unverändert hoch im Kurs bei den Kunden der Autobanken. Die herstellerverbundenen Finanzdienstleister schlossen in der ersten Jahreshälfte fast 1,5 Millionen zusätzliche Dienstleistungsverträge ab und blieben damit auf dem guten Niveau des Vorjahreszeitraums. Damit kommen auf jeden Finanzierungs- bzw. Leasingvertrag der Herstellerbanken durchschnittlich fast zwei weitere Services und Versicherungsleistungen für Kunden. „Mit Blick in die Zukunft sehen wir in diesem Bereich noch viel Potenzial“, so BDA-Sprecher Bandmann. Christian Ruben ergänzt: „Die Entwicklung neuer, zukunftsweisender Dienstleistungen ermöglicht den Autobanken die Erweiterung ihres Angebotsspektrums und die Erschließung neuer Kundengruppen. Die entsprechenden Wachstumschancen werden wir konsequent nutzen.“

Hintergrund

Die „Banken der Automobilwirtschaft“ (BDA) sind die Dachorganisation der herstellerverbundenen Banken und Leasinggesellschaften in Deutschland. Der Verband fungiert als gemeinsame Plattform für die Banken der Automobilwirtschaft und trägt zur Positionierung automobiler Finanzdienstleistung in der Öffentlichkeit bei. Die BDA-Mitglieder sind Marktführer für automobile Finanzdienstleistungen in Deutschland und Schwungrad für das volkswirtschaftliche Schlüsselsegment „Mobilität“. Die zwölf BDA-Institute repräsentieren aktuell 34 Automobilmarken und beschäftigen bundesweit über 10.000 Mitarbeiter.

 

 

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