Der bequeme Weg zum Chauffeur
10.11.2017

Anrufen, Adresse sagen und dann warten bis das Taxi kommt – das ist so was von 2010. Findet zumindest gut ein Viertel der Taxinutzer, sie bestellen per App. Was viele Vor- aber auch Nachteile hat.

Früher ein Telefonanruf, heute einmal Tippen auf dem Smartphone: Vieles lässt sich im digitalen Zeitalter per App regeln, auch das virtuelle Heranwinken eines Taxis. Die Bereitschaft, eine App auf dem Smartphone zu installieren, mit der das Taxi auf Knopfdruck kommt, anstatt in der Taxizentrale anzurufen, hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Mehr als jeder vierte Taxikunde (28 Prozent) bestellt seinen Wagen über eine Taxi-App, so das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom aus diesem Sommer.

Die Bestellung mit den Gratis-Apps ist denkbar simpel, dank des Ortungsdienstes im Smartphone geht die Adressangabe auch in fremden Städten sehr einfach – bei manchen Apps europaweit. Fahrtdauer und Preisauskunft werden üblicherweise gleich mit angezeigt. Mittlerweile können die Anwendungen je nach Anbieter aber viel mehr als „nur“ den Mietwagen buchen: So kann man beispielsweise live auf einer Karte verfolgen, wie das Taxi vorfährt. Oder sich per Push-Mitteilung informieren lassen, wenn der Fahrer vor der Tür angekommen ist. Oder die Taxifahrt direkt mit dem Smartphone zahlen und die Quittung per PDF automatisch als E-Mail erhalten. Praktisch für Vielfahrer: Auch die Trennung von privaten und geschäftlichen Fahrten ist möglich. Im Anschluss an die Taxifahrt bewertet man den Fahrer und natürlich kann man vor der Buchung die Bewertungen anderer einsehen oder gleich einen Stammfahrer angeben.

Marktführer unter den Taxi-Anwendungen ist die 2010 (anfangs noch unter anderem Namen) gestartete „Mytaxi“-App, die mittlerweile von Autobauer Daimler übernommen wurde. Taxifahrer zahlen eine Vermittlungsgebühr pro vermittelter Fahrt. Die Apps „Taxi Deutschland“ sowie „Taxi.eu“ und „Taxi.de“ hingegen sind an die bestehenden örtlichen Taxizentralen angebunden. Sie decken auch kleinere Städte ab. Immer mal wieder werden  die beliebtesten Apps verglichen – bei einem Test in jüngster Zeit schnitten bei der Zeitschrift Computerbild „Mytaxi“ und „Taxi.eu“ am besten ab. Neben diesen bekannten gibt es einige Spezialanbieter. Der amerikanische Konzern Uber gehört dazu. In Deutschland darf das Unternehmen nach einem Gerichtsbeschluss allerdings keinen Mitfahrdienst anbieten, hier werden professionelle Fahrer vermittelt.

Vor allem aufgrund der GPS-Ortungsfunktion ist Datenschutz ein wichtiges Thema. Zudem muss man sich für einige Portale registrieren. Nutzer sollten genau überlegen, welche Zugriffsrechte sie den Apps gewähren und gegebenenfalls in den Datenschutzbestimmungen nachlesen, ob die eigenen Daten nur intern oder auch zu Werbezwecken verwendet werden.


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