E-Klasse für Ästheten
30.11.2017

Die Heckansicht des CLS Foto © Mercedes-Benz
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Die E-Klasse von Mercedes ist sicherlich ein tolles Auto. Individualisten schreckt bei der Limousine jedoch die große Verbreitung. Für sie gibt es nun wieder eine Alternative.

Extrawurst für den Mercedes CLS: Obwohl der schnittige Viertürer eigentlich ein Ableger der E-Klasse ist und deshalb nach der Modellnomenklatur CLE heißen müsste, darf er auch in der dritten Generation das prestigeträchtige „S“ im Namen behalten. Um den Anklängen an die S-Klasse gerecht zu werden, wartet er mit haufenweise Technik, den neuesten Motoren und prägnantem Design auf. Die Premiere gibt es nun auf der Los Angeles Auto Show, zu den deutschen Händlern geht es im März 2018. 

Mit dem ersten CLS hat Mercedes 2004 den Trend zu coupéhaften Viertürern begründet. Die Alternative zur eleganten, aber etwas biederen E-Klasse-Limousine war mit bislang mehr als 350.000 verkauften Einheiten ein Überraschungserfolg und mündet nun in die zweite Neuauflage. Die soll den typischen CLS-Doppelcharakter noch einmal verfeinern und den Reisekomfort einer Limousine mit Optik und Prestige eines Coupés verbinden. Äußerlich setzt sich die fünf Meter lange Nummer drei noch stärker von der E-Klasse ab als die Vorgängermodelle. Die vorstehende Haifisch-Schnauze vor der langen Motorhaube, das geduckte Passagierabteil mit dem schmalen Fensterband und ein Heck im Stil des S-Klasse-Coupés schaffen trotz identischer Technik-Architektur maximalen Abstand zu der auch gern als Taxi genutzten Limousine.
 
Allerdings müssen die Insassen wegen der schwungvolleren Dachlinien Einbußen beim Platz hinnehmen; hinten stoßen große Passagiere schnell mit dem Kopf an die Decke. Die luxuriöse Innenausstattung mit speziellem Ambiente-Lichtkonzept mit 64 unterschiedlichen Farben, offenporigen Hölzern und dem aus dem S-Klasse bekannten Mega-Display sorgt im Gegenzug zumindest vorne für ein besonders großzügiges Raumempfinden. Außerdem kann der CLS erstmals fünf Personen befördern, denn statt Einzelsitzen gibt es im Heck nun eine normale Bank mit Mittelplatz. Auch beim Kofferraumvolumen steht das Viertürer-Coupé der E-Klasse-Limousine nicht mehr viel nach und bietet mit 520 Litern nur knapp 30 Liter weniger Platz. Erstmals gibt es auf Wunsch zudem eine Anhängerkupplung. Die Betonung praktischer Aspekte wird auch deshalb nötig, weil es in der neuen Generation keinen Shooting-Brake-Kombi mehr geben wird. Zu gering war die Nachfragen in den Hauptmärkten USA und China.
 
Für Wohlbefinden an Bord soll neben den edlen Materialien eine neuartige Komfortsteuerung sorgen. Das optionale „Energizing“-System vernetzt unter anderem Klimaanlage, Massagesitze sowie Innenbeleuchtung nach den Wünschen des Fahrers. Der kann zwischen sechs Programmen wählen – von „Behaglichkeit“ bis „Frische“. Wer es produktiv mag, wählt in der Optionsliste das „In-Car-Office“ und macht das Auto zum verlängerten Büro.
 
Beim Fahrwerk hat der Kunde die Wahl. Standard sind Stahlfedern, gegen Aufpreis sind adaptive Dämpfer und als Top-Option ein Luftfahrwerk zu haben. Beim Antrieb stehen zunächst nur die neuen Reihensechszylinder in Kombination mit Allradantrieb und Automatik zur Verfügung, später sollen unter anderem auch Vierzylinder folgen. Vorläufiges Basistriebwerk ist ein 210 kW/286 PS starker Diesel (CLS 350 d), darüber rangiert eine Variante mit 250 kW/340 PS (CLS 400 d). Als Top-Motorisierung fungiert ein Benziner, der beim Beschleunigen von einem 16 kW/22 PS starken E-Motor unterstützt wird. Mercedes nennt diese Mildhybrid-Technik auf Basis eines parallelen 48-Volt-Bordnetzes „EQ Boost“ und verspricht neben Fahrspaß einen geringen Verbrauch. 7,5 Liter nennt das Datenblatt für diese Variante.
 
Die Assistenzsysteme darf der CLS aus der S-Klasse übernehmen. Neben den üblichen Helfern für Totwinkelüberwachung und Spurhalten gibt es einen neu programmierten Lenkassistenten, der die Geschwindigkeit vor der Kehre automatisch anpasst und einen Staupiloten, der bei stockendem Lenken und Bremsen übernimmt.
 
Preise für den neuen CLS nennt Mercedes noch nicht, sie werden aber knapp über dem Niveau des Vorgängermodells liegen. Für den Start bedeutet das eine Summe von rund 66.000 Euro für den Allrad-Diesel. Wenn die Einstiegsvarianten mit Vierzylindermotoren und Hinterradantrieb dazu kommen, dürften knapp 60.000 Euro fällig werden. Die Differenz zur Limousine liegt je nach Ausstattung und Motorisierung bei 3.500 bis 6.000 Euro.


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