Studie: Mobil in der Stadt
01.12.2017

In der repräsentativen ADAC-Online-Studie* „Mobil in der Stadt“ haben Einwohner, Pendler und Besucher die Mobilität in den 15 größten deutschen Städten bewertet. Das Ergebnis: Dresden und Leipzig sind die Städte mit den höchsten Zufriedenheitswerten beim städtischen Verkehr. Die Schlusslichter der Umfrage liegen im Westen: Duisburg und Köln.

Bei der Studie wurden Autofahrer, Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), Fahrradfahrer und Fußgänger nach ihrer Zufriedenheit mit den jeweiligen Verkehrsbedingungen befragt. Im Durchschnitt über alle Städte zeigten sich Fußgänger, ÖPNV-Nutzer und Radfahrer mit ihrem Mobilitätsangebot recht zufrieden. Die Bedingungen für Autofahren wurden hingegen kritisch beurteilt.

„Mit dem Monitor schafft der ADAC eine fundierte Grundlage für den Dialog in den Großstädten über ein besseres Angebot für alle Verkehrsteilnehmer. Der Monitor zeigt aber auch deutlich, dass Rücksichtslosigkeit und Konflikte wichtige Themen sind und im Interesse der Verkehrssicherheit für mehr Verständnis geworben werden muss“, erklärt ADAC Geschäftsführer Alexander Möller. „In vielen Großstädten gibt es bei der Zufriedenheit der Bürger mit dem Verkehrsangebot noch viel Luft nach oben. Der ADAC macht mit dem Monitor transparent, wer dabei gut vorankommt.“

Autofahrer sehen vor allem die Höhe der Parkgebühren, das Parkraumangebot, das Baustellenmanagement und das Verhalten der Fahrradfahrer als verbesserungswürdig an. Letztgenannte sind wiederum häufig mit Benehmen der Autofahrer nicht einverstanden und dem anderer Radfahrer. Die Zufriedenheit der ÖPNV-Nutzer ist insgesamt höher, auch wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis, die schlechten Informationen im Störfall sowie das geringe Parkraumangebot an Bahnhöfen kritisch gesehen werden. Die höchsten Zufriedenheitswerte geben Fußgänger an. Ihr größter Kritikpunkt: das Verhalten der Radfahrer.

Fazit

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Nicht alles schlecht ist im städtischen Verkehr in Deutschland. Ebenso wurde deutlich, dass es noch eine Menge Verbesserungspotential gibt. Gerade zwischen Auto- und Fahrradfahrern liegen gemäß der Studie oftmals erhebliche Unstimmigkeiten vor. Helfen könnten hierbei mehrere Dinge: ein besserer Dialog zwischen diesen beiden Gruppen (beispielsweise durch eine engere Zusammenarbeit von Verbänden) und mehr Einsatz seitens der Politik hinsichtlich einer strikteren Trennung zwischen Autos und Fahrrädern (beispielsweise durch breitere Radwege, eine bessere Radinfrastruktur). Zudem gilt es das (Car-)Sharing-Angebot weiter auszubauen, nur so kann die Anzahl der Pkw deutlich reduziert werden und somit Parkplatzengpässen entgegengewirkt werden.

 

* Die Befragung zum Monitor „Mobil in der Stadt“ wurde im Sommer 2017 von der komma Forschungs- und Beratungsgesellschaft im Auftrag des ADAC durchgeführt. Dabei wurden Zufriedenheits-Indizes zu allen vier Fortbewegungsarten erstellt und anschließend zu einem Gesamt-Index zusammengeführt. Die genaue Methodik sowie die Einzelergebnisse zur Bewertung der untersuchten Städte stellt der ADAC unter www.adac.de/monitor zur Verfügung.


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