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Studie: Große Umbrüche in der Autoindustrie

0 2018-01-08 95

Das Beratungsunternehmen KPMG befragt einmal im Jahr Entscheider und Konsumenten aus der Branche für seine „Automotive Executive Survey“. Die rund 3.000 Teilnehmer (davon rund 900 Entscheider und 2.100 Konsumenten) der Studie zeichnen eine dunkle Zukunft für die Autoindustrie, vor allem für die westeuropäische.

So gehen die Befragten davon aus, dass Autohersteller nicht an Fusionen vorbeikommen werden, wenn sie den Kampf mit den großen Technologiekonzernen um die Vorherrschaft im „Ökosystem Auto“ nicht verlieren wollen. Es wird ein deutlicher sinkender Anteil der in Westeuropa produzierten Fahrzeuge prophezeit, und fast die Hälfte der stationären Händler wird bis 2025 vom Markt verschwunden sein, glauben die Studienteilnehmer.

Drei Viertel der Entscheider (74 Prozent) gehen davon aus, dass der Anteil der in Westeuropa produzierten Kfz von heute 15 Prozent bis zum Jahr 2030 auf unter fünf Prozent sinken wird. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 glaubten dies „nur“ 65 Prozent. Vor allem in China sehen die Entscheider größeres Potenzial für Innovationen im Mobilitätssektor. Die Chinesen machen schon seit einiger Zeit im Automobilbereich Schlagzeilen: Denn dort ist die E-Mobilität mit einer derartigen Wucht auf dem Vormarsch, wie sie weltweit ihresgleichen sucht. Die doch eher konservativ geprägte Autoindustrie in Westeuropa dürfte Schwierigkeiten haben, hier Schritt zu halten, beziehungsweise die bereits entstandene Lücke zu schließen.

Doch sind es künftig überhaupt noch die Autohersteller, die das Sagen auf dem Markt haben? Dieter Becker, Global Head of Automotive bei KPMG, sagt: „Die 50 größten Autohersteller kommen heute zusammen nur noch auf 20 Prozent der Marktkapitalisierung der 15 größten Technologieunternehmen. 2010 waren es noch 40 Prozent. Das zeigt ganz klar, dass die Digitalkonzerne finanziell inzwischen in einer ganz anderen Liga spielen. Vor allem für die Massenhersteller führt kein Weg an Fusionen vorbei, wenn sie den Kampf ums Überleben gegen die Technologiegiganten nicht verlieren wollen. Die Premiumanbieter sind sicher besser aufgestellt, haben aber auch schon die Zeichen der Zeit erkannt, indem sie in Bereichen wie Kartendienste oder Ladestationen für Elektroautos zusammenarbeiten.“

Anzahl der Autohändler könnte sich halbieren

56 Prozent der Entscheider sind sich mehr oder weniger sicher, dass die Zahl der Autohändler bis 2025 um 30 bis 50 Prozent sinken wird. Dieter Becker dazu: „Fast 80 Prozent der Führungskräfte sind davon überzeugt, dass der einzige Ausweg zum Überleben für Händler darin besteht, das Geschäft in einen Dienstleistungsstützpunkt oder eine zentrale Anlaufstelle für Gebrauchtwagen zu verwandeln.“

Datensicherheit elementar wichtig

Daten werden heutzutage schon des Öfteren als das Öl der Zukunft bezeichnet. Und auch über 80 Prozent der befragten Entscheider sind überzeugt, dass die Verwertung der Fahrzeug- und Fahrerdaten künftig den Hauptbestandteil des Geschäftsmodells der Autobranche ausmachen werden. Der Begriff der Grundausstattung bekommt mit Daten- und Cybersicherheit eine zusätzliche Komponente. So gehen 85 Prozent der Führungskräfte und drei von vier Kunden davon aus, dass Daten- und Cybersicherheit künftig Voraussetzung für den Kauf eines Autos sein werden.

Verbrenner noch „sehr lange Zeit“ wichtig

Noch vor 2020 wird die Autoindustrie weltweit die Marke von 100 Millionen produzierten Fahrzeugen knacken. Aktuell werden rund 3.000 verschiedene Modelle in über 700 Fabriken produziert. Bemerkenswert: Davon sind nur circa zwei Prozent reine E-Fahrzeuge.

Dieter Becker: „Auch, wenn immer wieder vom Durchbruch der E-Mobilität zu hören ist: es wird künftig keineswegs nur noch Elektroautos geben. Auf absehbare Zeit werden auch weiterhin die unterschiedlichen Antriebe nebeneinander existieren.“

So stimmen 77 Prozent (!) der befragten Entscheider der Aussage zu, dass Verbrennungsmotoren noch für eine „sehr lange Zeit“ wichtiger bleiben als Elektroautos. Im Jahr 2040 erwarten sie einen Verbrenneranteil von 25 Prozent, den Anteil der Hybride leicht darunter. Die Elektroautos mit Batterie (BEV) vermuten die Studienteilnehmer mit 26 Prozent knapp darüber liegend und auch die derzeit noch wenig verbreitete Brennstoffzelle kommt auf 25 Prozent Marktanteil.

Die Konsumenten haben eine etwas andere Sicht der Dinge. Denn sollte in den nächsten fünf Jahren ein Autokauf anstehen, würde fast die Hälfte von ihnen einen Hybrid wählen. Dahinter folgen bei der bevorzugten Wahl mit 21 Prozent reine Verbrenner, mit 20 Prozent Elektroautos und mit neun Prozent Wasserstoffautos.

Gerade in Deutschland liegt in Sachen E-Autos aber noch eine Menge Arbeit vor den Konzernen. KPMG ermittelte, dass hierzulande nur 17 Prozent der Konsumenten statt eines Diesels ein rein elektrisches Auto wählen würden.Hier darf man gespannt sein, wie sich dieser Wert, gerade im Hinblick auf die Elektrooffensiven der Hersteller, verändern wird.

Nochmal zurück zum Thema Diesel: Hier gehen die Meinungen von Entscheidern und Konsumenten ebenfalls auseinander. Dieter Becker fasst zusammen: „Die Hälfte der Führungskräfte geht davon aus, dass dieser auf absehbare Zeit eine Option sein wird. Dem widersprechen allerdings zwei von drei Kunden, in Westeuropa sogar 70 Prozent.“ Die Angst vor Fahrverboten und/oder anderen Einschränkungen scheint hier allgegenwärtig zu sein.

Carsharing noch nicht bei allen angekommen

Carsharing ist in Deutschland ein wachsender Markt, noch konnte sich das Konzept aber nicht nachhaltig durchsetzen. So stehen einer Fahrzeugflotte von 45 Millionen Kfz nur 16.000 Car Sharing-Autos gegenüber, das entspricht einem Marktanteil von 0,04 Prozent.

Allerdings verliert auch Statussymbol „mein Auto“ zunehmend an Bedeutung: So ergab die Abfrage, dass 55 Prozent der Autofahrer bereit wären, auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten, wenn Carsharing-Möglichkeiten breitflächiger angeboten und noch leichter zu nutzen wären. Zudem glauben 43 Prozent der Befragten, dass die Hälfte der Autobesitzer, die sie kennen, schon 2025 kein eigenes Fahrzeug mehr besitzen will.

Die gesamten Umfrageergebnisse finden Sie unter kpmg.com/GAES2018 im Internet.

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