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Die Mobilität der Zukunft

0 2018-01-12 129

Gerade jüngere Menschen zieht es immer mehr in große Städte, der Besitz eines eigenen Autos verliert dabei mehr und mehr an Bedeutung. Vielmehr ist es der Generation Y wichtig, individuell mobil zu sein. Konzepte wie Carsharing oder Ridehailing sind global auf dem Vormarsch – in Deutschland ist aber gerade das Ridehailing noch eher weniger verbreitet. Woran liegt das? Und wie sieht es in anderen Ländern aus? Und liegt die Zukunft doch in einem ganz anderen Feld?

Zuerst einmal sollte geklärt werden, was sich hinter dem Begriff Ridehailing eigentlich verbirgt. In einem deutschsprachigen Lexikon sucht man vergebens, der Begriff scheint entweder zu neu oder wenig benutzt zu werden, vielleicht ist es auch eine Mischung aus beidem. Letztlich bedeutet Ridehailing, dass Fahrten und Fahrer über eine App bestellt und in Privatfahrzeugen ausgeführt werden.

Eine aktuelle, weltweit durchgeführte Umfrage des global tätigen Beratungsunternehmen AlixPartners zeigt: Obwohl Ridehailing – mit dem wohl prominentesten Player Uber – weltweit an Bedeutung gewinnt, bleibt Deutschland ein Carsharing-Markt. Für die Umfrage wurden von Mai bis Juni 2017 insgesamt rund 5.000 Verbraucher aus Ballungszentren in den sieben Kernmärkten Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, China, Japan und den USA befragt. Die Analyseteilnehmer machten Angaben zu Bekanntheit, Nutzung und persönlichen Einstellung zu „Sharing-Modellen“ und deren Auswirkung auf den Individualverkehr.

Die Umfrage ergab: Je weniger die Märkte reguliert sind, desto eher greifen Menschen auf das Ridehailing zurück. Hier in Deutschland stellt sich das Ganze als schwierig dar, da die Personenbeförderung stark reguliert ist. Somit bleibt Deutschland eher ein Carsharing-Markt. Der Wettbewerb zwischen beiden Modellen wird aber in zehn bis fünfzehn Jahren keine entscheidende Rolle mehr spielen. Das ist zumindest die überwiegende Ansicht der 5.000 Umfrageteilnehmer. Denn autonom fahrende Autos wie Robotaxis würden den Individualverkehr in den Ballungszentren dann maßgeblich transformieren.

China ist Ridehailing-Vorreiter

Aber wir bleiben erst einmal im Hier und Jetzt. Insbesondere in Großstädten, sei es in Europa, Asien oder den USA, werden Sharing-Modelle immer beliebter. Der Bekanntheitsgrad solcher Mobilitätsmodelle ist dort sehr hoch – weist jedoch starke länderspezifische Unterschiede auf. Ridehailing ist in chinesischen Ballungszentren zu 99 Prozent bekannt, der internationale Spitzenwert. Vor allem Uber dürfte dafür gesorgt haben. Ebenfalls in Asien liegt aber zugleich auch der Tiefstwert in Sachen Bekanntheit für Ridehailing. Denn nur 63 Prozent der japanischen Großstädter kennen das Modell. In Deutschland liegt der Bekanntheitsgrad von Ridehailing in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt bei 74 Prozent. Carsharing ist beachtlichen 95 Prozent der deutschen Großstädter bekannt, der höchste Umfragewert bei dieser Mobilitätsvariante.

Gemäß der AlixPartners-Umfrage lassen sich sechs der sieben analysierten Länder entweder als Ridehailing-Märkte (China, Großbritannien, Frankreich und die USA) oder als Carsharing-Märkte klassifizieren (Deutschland, Japan). Lediglich für Italien ist keine klare Zuordnung möglich. Das ergibt sich aus folgenden Umfragewerten: In China haben beispielsweise nur 29 Prozent der Großstadtbewohner über die letzten drei Monate Carsharing genutzt, dagegen griffen 61 Prozent auf Ridehailing zurück. In Deutschland und Japan ist es umgekehrt, hier nutzen deutlich mehr Menschen Carsharing als Ridehailing.

Grad der Regulierung entscheidend

Für welches Sharing-Modell sich die Menschen entscheiden, wird stark vom Grad der staatlichen Regulierung in den jeweiligen Ländern beeinflusst. So herrschen in Deutschland für Anbieter wie beispielsweise Uber sehr begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten, da die Personenbeförderung strengen Auflagen unterliegt.

Ein aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) könnte darüber hinaus einen europaweiten Regulierungsschub auslösen. Der EuGH hatte Ende Dezember entschieden, dass Uber rechtlich Taxiunternehmen gleichzustellen sei. Das bedeutet: Fahrer benötigen künftig Personenbeförderungsscheine und es gibt eine Reihe an weiteren Hürden für Uber, sodass nur noch wenig vom eigentlichen Geschäftsmodell übrig bleibt. Daher wird Ridehailing in Europa vorerst einen noch schwereren Stand haben, gerade auch im Vergleich zum Carsharing.

Allerdings ist auch erkennbar, dass sich Uber, lyft oder auch der französische Anbieter Chaffeur Privé (Daimler beteiligt sich an diesem Unternehmen) in allen Ländern zunehmend durchsetzen würden, sofern der regulatorische Rahmen schwach ausgeprägt, wie beispielsweise in den USA, bliebe. „Für Ridehailing rechnen wir in den nächsten Jahren global mit wachsenden Nutzerzahlen – auch wenn für Europa eine gewisse Unwägbarkeit im Blick auf das EuGH-Urteil bleibt. Die Ergebnisse unserer weltweiten Umfrage deuten darauf hin, dass sich Ridehailing global wohl zum beliebteren der beiden Mobilitätmodelle entwickeln und wachsende Nutzerzahl aufweisen wird. Deutschland wird allerdings – sofern sich der regulatorische Rahmen nicht ändert – ein Carsharing-Markt bleiben“, erläutert Maximilian Coqui, Managing Director bei AlixPartners und einer der Initiatoren der Mobilitätsumfrage.

AlixPartners geht davon aus, dass sich die steigende Beliebtheit von Sharing-Modellen auch auf die Pkw-Verkaufszahlen auswirken kann. In der Umfrage gaben in den europäischen Ländern zwischen 50 und 60 Prozent der Ridehailing- beziehungsweise Carsharing-Nutzer an, dass sie die Verschiebung eines Autokaufs erwägen oder aber den Kauf ganz sein lassen könnten.

Autonomes Fahren als „Game-Changer“

Das autonome Fahren rückt immer näher, die Technik entwickelt sich rasant – AlixPartners erachtet einen Durchbruch von autonomen Fahrzeugen bis 2030 als realistisch an. Sharing-Modelle könnten dann schnell Marktanteile verlieren und durch Robotaxis ersetzt werden. Die Umfrage zeigt, dass insbesondere die Bewohner chinesischer Ballungszentren mit 62 Prozent offen für solche Robotaxis sind. In den USA sind es dagegen nur 29 Prozent der Befragten.

„In den urbanen Zentren Chinas haben sich neue Formen der Mobilität schon jetzt schneller und mit mehr Wucht durchgesetzt als in Europa und in den USA. In China scheint es deutlich weniger Bedenken gegen Neues zu geben als in den westlichen Ländern “, kommentiert Elmar Kades, Managing Director und Automobilexperte bei AlixPartners. „Schon allein die Größe des chinesischen Marktes wird disruptiv wirkenden Mobilitätsmodellen, wie autonom fahrenden Autos und Taxis, einen deutlichen Impulse geben. Autohersteller und Mobilitätsanbieter müssen sich auf die chinesischen Bedürfnisse einstellen, um im weltweiten Wettbewerb zu bestehen. Die Transformation der individuellen Mobilität in den Großstädten hat aber weltweit – wenn auch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten – begonnen. Und diese Transformation hat Auswirkungen auf die Automobilindustrie und die Verbraucher.“

Zu ähnlichen Erkenntnissen kam 2015 auch schon der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). In einem Positionspapier wird der Einsatz vollautonom fahrender Fahrzeuge als „disruptiver Effekt auf dem Verkehrsmarkt“ beschrieben, „der die heutigen Nutzungsmuster, Besitz- und Geschäftsmodelle durcheinanderwirbeln“ werde. Das autonome Fahren wird als „Game-Changer“ beschrieben, weil es die traditionellen Grenzen zwischen den Verkehrssystemen verwischen wird. Das selbstfahrende Fahrzeug kann im Prinzip alles sein: privates Auto, Taxi, Bus, Carsharing-Fahrzeug oder Sammeltaxi.

Quo vadis, Mobilität der Zukunft?

Geht aus den vielen Wettbewerbern am Markt letztendlich vielleicht keine Branche als alleiniger Sieger hervor? Derzeit scheint vieles möglich, die Zukunft könnte beispielsweise auch in Kooperationen von großen Unternehmen liegen. So habenZF und das chinesische Technologieunternehmen Baidu im Vorfeld der CES 2018 in Las Vegas ein System vorgestellt, das Pkw zum selbstständigen, fahrerlosen Valet-Parken befähigt. Die Anwendung beruht auf „ZF ProAI“, einem von ZF und Chiphersteller NVIDIA entwickelten Rechner mit künstlicher Intelligenz. Pand Auto, einer der größten chinesischen Carsharing-Anbieter, hat den Testbetrieb gestartet. Fahrzeugen wird es damit ermöglicht, eigenständig einen Parkplatz suchen und einzuparken. Ebenfalls können sie die Parklücke wieder verlassen und vorfahren. Der Pkw kann per App auf dem Smartphone geordert oder eben auf Parkplatzsuche geschickt werden. Ein erster Schritt ist hier also bereits gegangen.

Und auch Topentscheider der Autobranche sehen die Zukunft in autonomen Taxi- beziehungsweise Carsharingflotten. „Spätestens in der Mitte der nächsten Dekade werden wir solche Fahrzeuge auf der Straße haben”, glaubt die Smart-Chefin Annette Winkler. Noch etwas forscher ist der Ford-Konzern. Firmenchef Bill Ford kündigte an, dass er bereits ab 2021 eine Flotte von führerlosen Fahrzeugen in einem eigenen Taxi- oder Carsharing-Projekt auf die Straße bringen will: „Und dabei reden wir nicht über Dutzende oder Hunderte Autos in einer unbedeutenden Kleinstadt”, so Ford. „Sondern wir planen mit Zehntausenden Fahrzeugen und einem Einsatzgebiet von der Größe und der Bedeutung New Yorks, Chicagos oder Los Angeles - inklusive der Autobahnen zum Flughafen.”

Noch wirkt die Thematik aus heutiger Perspektive wenig greifbar. Sollten Experten und Entscheider Recht allerdings behalten, dürften wir schon in wenigen Jahren in autonomen Taxis oder Carsharingfahrzeugen von A nach B gelangen.

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