E-Offensive von Nissan
06.02.2018

Der japanische Autobauer Nissan wird zusammen mit seinem Joint-Venture-Partner Dongfeng (bedeutet übersetzt so viel wie „Ostwind“) in den nächsten fünf Jahren umgerechnet rund 7,7 Milliarden Euro (60 Milliarden Yuan) in den chinesischen Automarkt investieren. Ein wesentlicher Teil dieser Summe soll für die E-Mobilität eingesetzt werden.

Dongfeng Motor Company Limited (so der Name des Jonit-Ventures, abgekürzt: DFL) plant den derzeitigen jährlichen Absatz von einer Million Fahrzeuge bis 2022 deutlich zu steigern. Ziel seien dann 2,6 Millionen abgesetzte Fahrzeuge, heißt es in einer Mitteilung. Damit will man sich zu einem der drei größten Joint-Venture-Automobilhersteller und zur nachhaltigsten Marke in China entwickeln.

Dafür setzt das 50:50 Joint Venture unter anderem auf über 20 elektrifizierte Modelle (rein elektrisch und mit Range-Extender-Antrieb e-Power). Schon in diesem und im kommenden Jahr sind sechs elektrifizierte Modelle der Marken Dongfeng, Nissan, Infiniti und Venucia (Einstiegsmarke auf chinesischem Markt) vorgesehen. Bis 2022 sollen 30 Prozent der Verkäufe elektrifiziert sein.

„In den vergangenen sieben Jahren hat die DFL ehrgeizige Pläne zur Steigerung der Absatzzahlen und Einnahmen umgesetzt. Dies gelang ihr durch bedeutende Investitionen, eine dynamische Belegschaft und die Einführung von 32 Modellen für den chinesischen Markt, einschließlich der Schaffung und des Wachstums der lokalen Marke Venucia“, sagte Jun Seki, Präsident von Dongfeng Motor Co., Ltd. Darüber hinaus erklärte er, dass das Unternehmen mehr als 15 Millionen Fahrzeuge in China in den letzten 15 Jahren hergestellt und ausgeliefert hat, seit das Joint Venture im Jahr 2003 gegründet wurde.

Seki weiter: „Unsere Erwartungen für die nächsten fünf Jahre sind nicht weniger ehrgeizig. Wir wollen der respektierteste Autobauer Chinas werden und der beste Anbieter für intelligente Mobilität in dem Land.“

Erst im Oktober letzten Jahres hatten Nissan und Renault ein weiteres Joint Venture mit Dongfeng ins Leben gerufen. Die unter dem Namen GT New Energy Automotive gegründete gemeinsame Firma wird dabei jeweils zu einem Viertel von den Japanern beziehungsweise Franzosen gehalten. Die restlichen 50 Prozent liegen bei Dongfeng. Das erste gemeinsame Modell des Zusammenschlusses wird ein kleineres E-SUV. Der Produktionsstart ist für 2019 vorgesehen.

Interessant wird sein, wie sich die Entwicklungen im Land der aufgehenden Sonne auswirken. Denn seit geraumer Zeit wird der hiesige Automarkt von General Motors und Volkswagen dominiert. Die Frage ist, ob die beiden Konzerne auch mit der zunehmenden Verlagerung in Richtung E-Mobilität ihre Spitzenpositionen behaupten können.

Zu Dongfeng: Der Hersteller hat noch weitere Joint Ventures mit anderen Autobauern, unter anderem mit dem PSA-Konzern, mit dem er ebenfalls eine Elektrifizierungsstrategie verfolgt. Hiervon könnte unter anderem DS profitieren, deren Modelle allesamt elektrifiziert werden sollen. Gerüchten zufolge gilt dies in naher Zukunft auch für sämtliche Opel-Modelle.


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