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Kommt die Brennstoffzelle doch?

0 2018-02-26 228

Bei den ganzen Diskussionen und Forderungen nach mehr Ladesäulen und längerer Akkulaufzeiten, vergisst man manchmal, dass es auch eine Alternative zur Alternative gibt: Die Brennstoffzelle. Auch Sie generiert, in einem Fahrzeug eingebaut, keine umweltschädlichen Abgase und kann klimaneutral betrieben werden, wenn die Wasserstoffgewinnung entsprechend ausgerichtet ist. Doch entgegen dem akkubetriebenen Elektrofahrzeug ergeben sich vor allem bei der Reichweite und der Betankung entscheidende Vorteile. Ein Blick über die Landesgrenzen hinweg zeigt, dass das Rennen um den Antrieb der Zukunft noch längst nicht gelaufen ist.

Die Studie Global Executive Analysis of the Fuel Cell Passenger Car Market, Forecast to 2030 ist Teil des Frost & Sullivan Global Mobility Growth Partnership Service Programms und gibt Aufschluss über die Entwicklungen im Bereich Brennstoffzellenfahrzeuge. Wenn man nur die Entwicklungen des deutschen Markts betrachtet, könnte man meinen, dass Wasserstofffahrzeuge eher eine Randerscheinung sein werden. Es gibt kaum deutsche Hersteller die diese Technologie derzeit einsetzen und im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung werden die akkubetriebenen Stromerkollegen klar bevorzugt. Doch warum eigentlich?

Laut der genannten Frost & Sullivan Studie wird der weltweite Markt für Brennstoffzellen-Pkw stark wachsen. Diese Entwicklung ist zum einen durch eine Optimierung der Technologie zum anderen durch staatliche Anreize begünstigt. So erklärt Anjan Hemanth Kumar, Mobility Programme Manager von Frost & Sullivan: „Um die Akzeptanz und Marktdurchdringung von Brennstoffzellen-Pkw zu beschleunigen, greifen Regierungen weltweit zu spürbaren Maßnahmen zur Verbesserung der Brennstoffzellen-Infrastruktur, namentlich mit Hilfe von Wasserstofftankstellen, dem Schaffen von Anreizen und Steuererlassen beim Kauf eines FCEV. Regierungen asiatischer Länder, wie China, Japan und Korea, gehen einen Schritt weiter, indem sie FCEV-Subventionen bevorzugt vor denen für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge anbieten.”

Maßgeblich für den zu erwarteten Erfolg wird die Markteinführung von 20 Brennstoffzellenautos sein, die das Wachstum im globalen Markt für Brennstoffzellenfahrzeuge in den nächsten Jahren festigen wird. Die Macher der Studie gehen davon aus, dass der weltweite FCEV-Markt (engl. fuel cell electric vehicle, FCEV) bis 2030 auf rund 583.360 Einheiten ansteigen wird. Profitieren könnten davon vor allem asiatische OEMs, wie Toyota, Honda oder Hyundai die bereits heute Serienfahrzeuge mit dem Brennstoffzellenantrieb auf der Straße haben. Aber auch andere Hersteller wie Renault, Nissan, BMW, Daimler, Volkswagen und Ford forschen an dieser Antriebsalternative, jedoch bislang ohne Erfahrungen in der Serienproduktion.

Wie auch bei den Ladesäulen braucht auch die Wasserstoffmobilität eine angepasste Infrastruktur. Allerdings sind die Veränderungen nicht so grundlegend, wie sie es bei dem Laden von Akkus sein werden. Stichwort: Ladezeiten, dezentrales Laden et cetera. Sollte sich die Brennstoffzellentechnologie durchsetzen, könnte das Tankstellennetz und die Tankgewohnheiten der Fahrer von klassischen Verbrennern einfach beibehalten werden. Einzig der Aufbau einer flächendeckenden Wasserstofftankstelleninfrastruktur wäre zu stemmen. Honda hat sogar die Idee von solarbetriebenen Wasserstofftankstellen für zu Hause entwickelt, um dem derzeitige Engpass an Wasserstoffzapfsäulen entgegenzuwirken.

Die aktuelle Studie nimmt in ihren Prognosen bis 2030 neben der Analyse der Brennstoffzellentechnologie auch die Infrastruktur-Entwicklungen in den Schlüsselregionen Europa, Nordamerika, Japan, China und Südkorea in den Fokus. Hier lassen sich weitere Trends ablesen, die die Verbreitung der Brennstoffzelle begünstigen. So soll die Anzahl von Wasserstofftankstellen von 261 (2016) auf rund 7.564 im Jahr 2030 ansteigen. Darüber hinaus wollen, laut der Studie, bedeutende Player etwa zwei Milliarden US-Dollar in Entwicklung und Verbreitung des Antriebs investieren, darunter Unternehmen wie Kleiner Perkins Caufield & Byers (USA), Credit Suisse (Schweiz) und Rolls-Royce Holdings (Großbritannien). Hersteller wie Hyundai, Honda und Toyota sind damit beschäftigt starke, kundenzentrierte Strategien für die Akzeptanz von Brennstoffzellenfahrzeugen mit Hilfe von Anreizen, guten Leasingkonditionen und attraktiven Kaufoptionen zu schaffen. Auf politischer Seite plant immerhin das US-Energieministerium die Senkung der Preise für Brennstoffzellen-Stacks, dem Herzstück des Wasserstoffantriebs. Diese Stacks sind mehrere Brennstoffzellen hintereinander, die für die Umwandlung von Wasserstoff in elektrische Energie zuständig sind. „Aufgrund der hohen Investitionen in Europa und den USA wird die nächste große Chance in der  Co-Entwicklung von Brennstoffzellen-Stacks und der Optimierung von Brennstoffzellensystemen durch Joint Ventures zwischen OEMs und Stromversorgern sein. Das wiederum wird die Kommerzialisierung und Akzeptanzrate schnell ansteigen lassen,” erläutert Anjan Hemanth Kumar seine Prognose zur Entwicklung der Brennstoffzelle.

Bislang konnte sich der Brennstoffzellen-Antrieb in Deutschland noch nicht durchsetzen. Wenn man einmal von einzelnen Projekten beispielsweise im ÖPNV absieht. Dies mag zum einen an der geringen Modellauswahl und den hohen Kaufpreisen liegen, zum anderen auch an der Infrastruktur. Ähnlich wie bei den akkubetriebenen Elektrofahrzeugen stellt sich hier das berühmte Henne-Ei-Problem: Muss zunächst eine Infrastruktur geschaffen werden oder müssen die Hersteller mehr Modelle entwickeln? Eventuell werden äußere Faktoren wie Umweltziele, Fahrverbote oder Emissionsgrenzen die Entwicklung in den nächsten Jahren beschleunigen.

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