Wetterkapriolen
01.03.2018

Derzeit sorgt das Hochdruckgebiet Hartmut für beständiges aber auch sehr kaltes Wetter in Deutschland. Dies ist zwar für manche etwas zu kalt, doch wenigstens nicht so gefährlich wie die beiden Orkane Friederike und Burglind die Anfang 2018 über das Land fegten. Auch so mancher Dienstwagenfahrer konnte sich in diesem Jahr schon das ein oder andere Mal über das Wetter aufregen...

Man kennt das ja: Wenn ein Gespräch nicht so läuft wird sich gerne mal über das aktuelle Wetter ausgetauscht. Doch in Zeiten des Klimawandels werden diese Unterhaltungen immer ernster. Nach einem trüben und milden Dezember 2017 begann das neue Jahr mit Hochwasser, Stürmen, Schneefall und Kälteeinbruch. Das Wetter hatte dabei auch Auswirkungen auf den Fuhrpark. Sei es nun wegen Unfällen bei schneeglatter Straße oder Sturmschäden. Doch wer zahlt eigentlich wenn ein Orkan wie Friederike oder ein Hochwasser den Firmenwagen beschädigt? Flottenmanagement hat mal nachgefasst.

Die Teilkaskoversicherung

Wenn das Fahrzeug Teilkasko versichert ist, deckt diese Versicherung oft bereits die Kosten von Unwetterschäden ab, genauso wie entstandene Schäden durch Diebstahl, Wildunfälle oder Brandunfällen. Eine Vollkaskoversicherung deckt zusätzlich Schadensfälle ab, welche durch Mutwilligkeit herbeigeführt wurden. Allerdings sollte der Fahrzeughalter genau hinsehen, denn die Leistungen der Versicherungen unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander. So kann beispielsweise bei Zusammenstößen mit einem Tier zwischen Haarwild und sonstigen Tieren unterschieden werden. Der eine Versicherer zahlt in beiden Fällen, der andere nur bei einem Unfall mit Haarwild. Auch können Versicherer die Auswahl der Werkstatt vorschreiben. Ebenso schreiben auch viele Leasinggesellschaften eine solche Werkstattbindung vor. Es hilft also nicht nur die Versicherungsprämien miteinander zu vergleichen sondern auch das Leistungsspektrum und dessen Einschränkungen.

Wichtig ist der Zusammenhang

Für den Versicherer und damit auch für den erfolgreichen Schadenersatz ist der Entstehungszusammenhang wichtig. Schaden und Unwetter sollten zeitlich unmittelbar miteinander verbunden sein. Das bedeutet wenn beispielsweise ein größerer Ast erst nach einer bestimmten Zeit nach dem eigentlichen Sturm auf das unter dem Baum parkende Dienstfahrzeug fällt, dann fehlt den meisten Versicherern diese zeitliche Unmittelbarkeit. Keinerlei Problem sollte der durch einen durch die Luft gewirbelten Gegenstand entstandene Schaden sein. Aber auch hier gilt: Den Schaden sofort melden und nicht noch Wochen warten, sonst kann eventuell der Zusammenhang nicht mehr geklärt werden. Übrigens kann bei herabgestürzten Ästen oder gar umgefallenen Bäumen auch die Kommune haftbar gemacht werden, wenn die Grünpflege vernachlässigt wurde.

Ähnliche Handlungsempfehlungen gibt es mit Blick auf Überschwemmungen und Hochwasser, wie es an Rhein und Mosel in diesem Jahr bereits der Fall gewesen ist. Hier ist es für die Versicherungen relevant ob das Fahrzeug in einer von Hochwasser bedrohten Zone abgestellt wurde oder ob der Schaden unvorhersehbar während der Fahrt entstanden ist. Wer sein Auto mit Absicht auf Hochwassergefährdeten Parkplätzen abstellt oder wissentlich in eine überschwemmte Unterführung fährt, kann nicht mit einem Schadenersatz rechnen. Übrigens unterscheiden die Versicherer zwischen Überschwemmungsschaden und Nässeschaden. Wenn durch Starkregen beispielsweise die Elektronik des Fahrzeugs beschädigt wurde, trägt der Halter die Schadenlast.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es wie bei anderen Schadenfällen auch darauf ankommt das Fahrzeug nicht bewusst einer gefährlichen Umweltsituation auszusetzen. Fahrlässigkeit lassen die Versicherungen auch beim Unwetter nicht zu. Zudem sollte nach einem Schaden schnell gehandelt werden, damit die Unmittelbarkeit nicht verloren geht. Daher sollte man den Dienstwagenfahrer auch immer über das richtige Verhalten im Schadenfall informieren. Hier helfen auch professionelle Services von Schadenmanagern. Diese können den Fahrer beispielsweise mit einer Hotline betreuen und den Fuhrparkmanager durch die Steuerung des Schadenfalls entlasten. Allerdings selbst bei scheinbar klaren Schadenfällen sind es immer die Umstände die den Ausgang beeinflussen. Manchmal hilft dann nur noch der Anwalt...


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