SUCHE
Beta
News
Magazin
Flottenmanagement
Messe
Flotte! Der Branchnetreff
die nächste
"Flotte! Der Branchentreff" 2019

BVerwG-Urteil zu Dieselfahrverboten stößt bei Fuhrparkbetreibern auf Ablehnung

0 2018-03-06 739

Nachdem am letzten Dienstag das Bundesverwaltungsgericht in einem Grundsatzurteil den Weg für Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge frei gemacht hat, fragte Dataforce in einer Online-Blitzumfrage Fuhrparkleiter, Firmenwagenfahrer und weitere Interessierte, wie sie das Urteil einschätzen und welche Konsequenzen sie erwarten. Die Ergebnisse finden Sie in dieser Pressemitteilung.

Mehrheit bewertet Urteil negativ
Fast drei Viertel der Umfrageteilnehmer bewertete den Urteilsspruch negativ, darunter 43 Prozent als „gar nicht gut“ und 29 Prozent als „weniger gut“. Nur 12 Prozent begrüßten das Urteil als „sehr gut“. Auffällig ist dabei, dass der größte Anteil an positiven Einschätzungen von Teilnehmenden ohne Bezug zur Automobilindustrie kam, während die Einschätzung der Fuhrparkbetreiber schlechter ausfiel als im Durchschnitt.


70 Prozent erwarten Fahrverbote und weniger Diesel
Bei den erwarteten Auswirkungen des Urteils stehen Dieselfahrverbote an erster Stelle, was dafür spricht, dass infolge des Urteils die Nachfrage nach gebrauchten Euro 5 und älteren Dieselfahrzeugen weiter einbricht. So erwarten 70 Prozent der Befragten, dass einige Städte nun Einschränkungen verhängen werden. Auch hier gibt es wieder Unterschiede zwischen den Gruppen. Möglicherweise erwarten deswegen mehr Fuhrparkleiter Fahrverbote, weil sie diese als Bedrohung empfinden, wohingegen die Befragten ohne Bezug zur Autoindustrie Fahrverbote begrüßen würden, aber befürchten, dass sie von der Politik trotz des Urteils nicht umgesetzt werden.

Dicht gefolgt von den Fahrverboten rechnen 69 Prozent mit einen „Rückgang von Neuzulassungen bei Dieselfahrzeugen“. Hier gibt es kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen. Die hohe Quote ist insofern bemerkenswert, als das das Gerichtsurteil Fahrverbote für Diesel-Neuwagen explizit ausgeschlossen hat. Entweder war das den Teilnehmern zum Zeitpunkt der Umfrage nicht bekannt, oder sie erwarten, dass dieser Beschluss zukünftig außer Kraft gesetzt wird. Mit 44 Prozent rechnet außerdem immerhin knapp die Hälfte der Teilnehmenden damit, dass infolge des Urteils private oder Flottenfahrzeuge ausgetauscht werden.


Bei den Umweltschutzwirkungen waren die Teilnehmer gespalten
Weniger als 26 Prozent sehen durch das Urteil als Auslöser für einen „Umstieg auf umweltfreundliche Technologien“. Skeptisch sind insbesondere diejenigen, die gleichzeitig von einem Rückgang der Diesel-Neuzulassungen ausgehen. Eine mögliche Erklärung für dieses Abstimmungsverhalten ist, dass eher ein Wechsel von Diesel zu Benzin als zu alternativen Antrieben erwartet wird und die Teilnehmer den Ottomotor nicht als umweltfreundliche Alternative zum Diesel sehen.

Werden durch das Urteil mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen? Zu dieser Frage waren die Umfrageteilnehmer insgesamt skeptisch, wenngleich es hier die größten Unterschiede zwischen den Gruppen gab. Nur 7 Prozent der Fuhrparkleiter und genau einer der 18 an der Umfrage teilnehmenden Mitarbeiter aus der Automobilindustrie halten dies für realistisch. Im Gegensatz dazu erwarten immerhin 23 Prozent der Befragten, die keinen Bezug zur Autoindustrie haben, eine verstärkte Nutzung von Bus und Bahn.


Wer das Urteil positiv beurteilt, hat hohe Erwartungen
Noch eindeutiger werden die Einschätzungen im Zusammenhang mit der Gesamtbewertung des Urteils. Von den 33 Personen, die das Urteil als „sehr gut“ bewertet haben“, erwarten 40 Prozent einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und fast 65 Prozent versprechen sich einen Umstieg auf umweltfreundlichere Technologien.  Wahrscheinlich sind die so Abstimmenden eher bereit und in der Lage, ihr Mobilitätsverhalten zu ändern, als Fuhrparkleiter oder Dienstwagenfahrer.  Zudem sieht diese Gruppe möglicherweise in dem Urteil nicht nur eine Abwägung, zwischen dem Recht der Anwohner auf saubere Luft und den Eigentumsrechten von Besitzern älterer Dieselfahrzeuge, sondern vielmehr den Anstoß zu einer umfassenderen Mobilitätswende. Ob diese Erwartung realistisch ist, muss sich erst noch zeigen.

Die Onlinebefragung lief zwischen dem 27.02. und dem 01.03. 2018. Unter den 299 Teilnehmenden waren unter anderem 154 Fuhrparkleitende und Mitarbeiter/innen in der Fuhrparkverwaltung, 62 Personen, die einen Dienstwagen fahren, sowie 65 Personen, die angaben, keinen speziellen Bezug zur Automobilindustrie zu haben. Dataforce bedankt sich recht herzlich bei allen, die mitgemacht haben.

Neu: Fortbildungslehrgang auch für Flottenmanager in Deutschland

0 2018-12-07 43

Seit 2015 bietet das Beratungsunternehmen in Kooperation mit der FHS St. Gallen den Hochschul-Zertifikats-Lehrgang „Flotten- und Mobilitätsmanagement“ an. Aufgrund des Erfolgs startet der Lehrgang nun neu für den deutschen Flottenmarkt. Initiiert und geleitet von fleetcompetence beginnt daher im Frühjahr im House of Logistics and Mobility in Frankfurt (HOLM) erstmals der Fortbildungslehrgang „Die Praxis des Flotten- und Mobilitätsmanagements“.

mySortimo – für höchste Effizienz im Arbeitsalltag

0 2018-12-07 22

Mit dem Fahrrad zum Mond und zurück

0 2018-12-05 39

Das Logistikunternehmen DB Schenker hat jüngst mit Hilfe des Münchner Bikeleasing-Anbieters company bike solutions ein Dienstfahrradprogramm für seine 17.000 Mitarbeiter in Deutschland geschaffen. Als einer der Vorreiter für Logistiklösungen erscheint die Einführung eines innovativen Dienstfahrradprogramms nur konsequent. Doch DB Schenker geht noch einen Schritt über die reine Bereitstellung des Angebots hinaus und ruft für seine Mitarbeiter das ehrgeizige Ziel aus, das Auto über den Zeitraum der nächsten zwei Jahre auf einer Strecke von insgesamt knapp 770.000 Kilometern zugunsten des Fahrrads stehen zu lassen – einer Distanz von der Erde zum Mond und zurück.

ALUCAs Messeauftritt auf der eltec 2019

0 2018-12-05 24

Der Profi-Einrichter ALUCA präsentiert auf der eltec, der Fachmesse für Elektro- und Energietechnik (9. Januar bis 11. Januar in Nürnberg), leichte Fahrzeugeinrichtungen zum Look & Feel. Vorgestellt werden die verschiedenen Ausbauideen, die Elektrohandwerker professionell auf Tour gehen lassen, in Halle 1 Stand 1.424.

Mattes: Deutsche Automobilindustrie treibt Mobilität der Zukunft voran

0 2018-12-05 23

Statement von Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich der Jahresabschluss-Pressekonferenz am Mittwoch, 05.12.2018, 11.00 Uhr, im VDA, Berlin

TOP RSS Meldungen
GDPR Flotte.de

Flotte Medien möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies, um die Seite für Sie zu verbessern und nutzerrelevant zu gestalten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie hier.

Einverstanden