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Alltagsnutzen gepaart mit feiner Optik

0 2019-08-02 574

Einst waren Mittelklasse-Baureihen aus Frankreich vor allem was für Individualisten. Mittlerweile kommen auch die Premium-Freunde bei PSA-Produkten voll auf ihre Kosten: So meistert etwa der neuen Peugeot 508 den Spagat aus Andersartigkeit, französischer Finesse und Nobelflair in eindrucksvoller Weise. Auch bei Fahreigenschaften und Alltagstauglichkeit macht der große Löwe in der praktischen Kombivariante SW seine Sache mehr als ordentlich. 

Bereits optisch macht der 4,78 Meter lange Kombi ein großes Versprechen. Flach und breit kauert er auf dem Asphalt, sorgt mit schönem Sickenspiel und strengem Blick bei Nachbarn für Neugier. Viele deutsche Mitbewerber erregen nicht so viel Aufsehen. Sehenswert sind auch die hinter dunklem Glas verborgenen LED-Rückleuchten, die ein kurzes Blink-Ballett starten, sobald das Fahrzeug entriegelt wird. Gäste stimmt das auf moderne Zeiten ein.

Um diese zu genießen, muss man als Erwachsener zunächst jedoch den Kopf einziehen. Auch auf dem Sitz könnte der 508 etwas mehr Luft nach oben bieten. Jenseits der 1,80 Meter Körperlange kommt selbst spärlich-flaches Haupthaar, zumindest wenn das optionale Glasschiebedach an Bord ist, dem Textildachhimmel verdächtig nah. Der ausreichend geräumige Fond bietet hingegen nach oben sogar etwas mehr Luft. Auch hinter der Rückbank ist der SW in puncto Freiraum gut aufgestellt: 530 Liter passen standardmäßig rein, maximal ist Platz für 1.780 Liter. Ein guter Wert. Zumal das Gepäckabteil mit diversen Cleverlösungen den Transportalltag erleichtert. So lässt sich die weit nach oben öffnende Heckklappe per Knopfdruck oder Fußgeste aktivieren. In ihrer Innenseite steckt stets griffbereit das Warndreieck. Zudem wandert beim Öffnen zugleich das Kofferraumrollo nach oben. Die im Verhältnis 2:3 geteilte Rückbanklehne lässt sich über Hebel seitlich an den Kofferraumwänden umlegen. Und der schick ausgekleidete Laderaum bietet außerdem im Boden eingelassene Aluschienen mit Arretierfunktion sowie seitlich elastische Haltebänder, Taschenhaken und Verzurrösen.

Über den Sinn der eigenwilligen Cockpit-Struktur im 508 lässt sich streiten. Doch wer sich im ersten Moment über das kleine Lenkrad oder das darüber angeordnete Kombiinstrument wundert, sollte sich und dem eigenwilligen Konzept zum Kennenlernen etwas Zeit geben. Nach einigen Stunden am Volant geht diese im Autobau einzigartige Lösung in Fleisch und Blut über, so dass man ein klassisches Cockpit nicht mehr vermisst. Ob die fahrrelevanten Informationen nun im Lenkrad oder darüber anzeigt werden, ist im 508 ohnehin einerlei, denn beim Blick durch die Scheibe hat man dank Head-up-Display sowieso alles Wichtige im Blick.

Eine weitere Peugeot-Spezialität ist die Konzentration vieler Funktionen in Untermenüs des zentralen Touchscreens. Das verlangt ebenfalls nach einer Eingewöhnungsphase. Für die Einstellung der Klimaanlage sind Direktwahltasten natürlich praktischer, dafür ist der gut verarbeitete und mit schicken Materialien garnierte Arbeitsplatz schön aufgeräumt. Letztlich funktioniert alles, wie es soll - nicht immer sofort intuitiv, aber unkompliziert. Problemlos lässt sich in jedem Fall ein Smartphone mit dem Bordsystem verbinden, was unter anderem die Nutzung der Freisprechanlage erlaubt. Auch die Spiegelung von Smartphone-Inhalten per Android Auto oder Apple Carplay ist kein Problem. Richtig gut sind die optionalen Sitze mit AGR-Gütesiegel, die ihre Qualitäten allem auf längeren Touren ausspielen.

Und so kann man sich noch besser aufs Fahren konzentrieren, was in Kombination mit dem 130 kW/177 PS starken Topdiesel 2.0 BlueHDi und der serienmäßigen Achtgang-Automatik sogar große Freude bereiten kann. Die 400 Newtonmeter sorgen für einen bärigen Durchzug, vor allem dank der schnell und geschmeidig schaltenden Automatik mit ihren acht Stufen steht in fast jeder Fahrsituation ein optimales Übersetzungsverhältnis zur Verfügung. Entsprechend erlebt man den Motor meist spritzig und leise zugleich. Lediglich im Sportmodus, wenn die Gänge länger ausgedreht werden, macht sich der Vierzylinder oft mit kernigem Dieselbrummen bemerkbar. Die Fahrleistungen sind mit einer Sprintzeit von 8,4 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 231 km/h angemessen. Der Tacho zeigte gelegentlich auch über 240 km/h an.

Selbst bei Topspeed wirkt der 508 SW vertrauenserweckend. Das Flaggschiff der Franzosen liegt satt und sicher auf dem Asphalt, vor allem im Sportmodus reagiert die Lenkung schön präzise und das Fahrwerk angenehm straff. Dieser dynamische Eindruck geht bei den anderen Einstellungen, die den Unterbau toleranter gegenüber Unebenheiten macht, verloren. Aber dann vermittelt der 508 ein klassisch französisches Fahrgefühl, was eher auf eher lässiges Dahingleiten denn wilde Links-Spur-Hatz einstimmt. Es macht jedenfalls Spaß, mit Richtgeschwindigkeit und aktiviertem Abstandstempomat längere Strecken abzuspulen. Bei moderatem Tempo ist es auch kein Problem, einen Verbrauchswert von rund fünf Liter auf 100 Kilometer herauszufahren. Wer dennoch vornehmlich der Bleifuß-Gangart frönt, wird mit Werten um sieben Liter leben müssen.

Etwas teuer werden kann auch die Anschaffung, denn während sich die Basis noch mit rund 33.000 Euro bescheidet, werden es mit dem starken Diesel in Zwangskombination mit der Topausstattung GT bereits 48.000 Euro. Wer bereit ist, so viel zu investieren, sollte in jedem Fall einen vierstelligen Betrag drauflegen, um noch Extras wie den Abstandstempomat mit einer ausgewogenen Regelgüte, AGR-Sitze, Rückfahrkamera und Glasschiebedach zu ordern. Ein Schnäppchen ist der 508 SW damit wohl nicht, aber für vergleichbare Modelle deutscher Hersteller, die zumeist konventioneller aber auch langweiliger sind, muss man eben doch einige tausend Euro mehr investieren.

Familien als Zielgruppe

0 2019-08-16 120

Beim Autokauf steht für Familien vor allem ein Attribut im Vordergrund – das Platzangebot. Daher waren Vans für diese Zielgruppe wie gemacht. Auch bei SEAT gibt es noch ein solches Platzwunder im Angebot, den Alhambra. Dieser muss sich nun aber einem Konkurrenten aus dem eigenen Haus stellen, der ähnlich geräumig ist, aber etwas günstiger und vor allem deutlich modischer. Die Rede ist vom SUV-Topmodell Tarraco.

Softtop statt Hardtop

0 2019-08-16 102

Im Gelände mit offenem Dach? Noch vor einigen Jahren war dies im zivilen Bereich allein Geländewagen vorbehalten, doch dann kam Land Rover mit dem Range Rover Evoque Cabrio und besetzte eine ganz neue Nische. Nachdem der Brite in der neuen Modellgeneration jedoch das Softtop wieder gegen ein Hardtop eingetauscht hat, schien diese Nische unbesetzt zu bleiben. Volkswagen liefert den T-Roc nun aber als Cabriovariante nach.

Plug-in-Hybrid für den BMW 3er

0 2019-08-16 126

Als BMW 330e steht die jüngste Teilzeit-Stromer-Generation für mindestens 51.550 Euro beim Händler. Im Preis dabei sind Extras wie die volldigitalen Instrumente mit Hybrid-spezifischen Anzeigen oder das große Infotainment-System mit Online-Zugang und Sprachassistent, außerdem darf man 3.000 Euro Umwelt-Prämie abziehen und der BMW bekommt ein E-Kennzeichen, mit dem unter anderem in vielen Städten das Parken kostenlos ist.

Dare to be different

0 2019-08-16 102

Obwohl der neue Opel Corsa auf der gleichen Plattform wie dessen PSA-Konzerngeschwister Peugeot 208 und Citroen C3 aufbaut, unterscheidet sich der Rüsselsheimer doch in vielen Aspekten von seinen Plattformgeschwistern und das ist auch gut so.

Satt motorisierte Hybrid-Topvariante

0 2019-08-16 95

Obwohl der aktuelle Porsche Cayenne nun schon gut zwei Jahre auf dem Markt ist, erfährt die Baureihe immer neue Evolutionsschübe: So kommt das Zuffenhausener SUV-Flaggschiff künftig mit potenten Konzern-Achtzylinder in Kombination mit einer starken E-Maschine daher. Dass der Zuffenhausener Plug-in-Hybrid vorerst kein E-Kennzeichen erhält, dürften seine Kunden verschmerzen können.

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