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Der Mazda6 zählt zu den schicksten Mittelklasselimousinen
Der Viertürer ist bildhübsch und muss sich auch sonst nicht vor den deutschen Edel-Limos verstecken
Kaum 600 Einheiten der Limousinen-Variante hat Mazda in den ersten zehn Monaten des Jahres in Deutschland verkauft
Seit dem Lifting im vergangenen Jahr passt endlich auch der Innenraum zum äußerlichen Auftritt
Mit knapp 4,90 Metern Länge zählt der Mazda6 zu den größten Mittelklassemodellen

Unterschätztes Flaggschiff

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Importlimousinen mit Stufenheck sind nur was für Spießer? Stimmt im Falle des Mazda6 nicht: Der Viertürer ist bildhübsch und muss sich auch sonst nicht vor den deutschen Edel-Limos verstecken.

Wie macht man eine Mittelklasselimousine in Deutschland zum Verkaufserfolg? Mit dem Logo von Audi, BMW und Mercedes. Marken außerhalb des Premium-Zirkels haben kaum eine Chance, Kunden für ihre Stufenheckmodelle zu finden. Schon gar nicht, wenn sie auch noch aus Asien kommen wie der Mazda6 – ein echter Geheimtipp im deutsch dominierten Segment.

Kaum 600 Einheiten der Limousinen-Variante hat Mazda in den ersten zehn Monaten des Jahres in Deutschland verkauft. Vom Kombimodell wechselten im gleichen Zeitraum immerhin rund acht Mal so viele Fahrzeuge den Besitzer. Das hat aber vor allem mit der deutschen Vorliebe für die Fahrzeuggattung mit den großen Gepäckabteilen zu tun, nicht mit fehlenden Qualitäten der Limousine. Denn rein äußerlich muss sich der Stufenheck-Sechser vor der Konkurrenz nicht verstecken. Über üppige 4,87 Meter spannt sich im dynamischen Bogen eine sehnige Karosserie, die hinten in einem knackigen Heck und vorne in einem skulpturhaften Kühlergrill endet. Schon bei den kleineren Mazda-Modellen verfängt die aktuelle Designsprache der Marke, bei dem großen Sechser wirken die Proportionen und damit das Gesamtbild noch stimmiger.

Seit dem Lifting im vergangenen Jahr passt endlich auch der Innenraum zum äußerlichen Auftritt: kräftig entrümpelt und verschlankt wirkt er nun deutlich moderner und hochwertiger. Kein deutsches Premium-Niveau sicherlich, aber auch nicht mehr meilenweit davon entfernt. In Sachen Platzangebot gibt es ebenfalls kaum Kritikpunkte. Das abfallende Dach nimmt im Fond zwar ein wenig Kopffreiheit, deutlich besser sitzt man in dieser Preis- und Größenklasse aber auch in keinem anderen Modell.

Zu den Kompetenzen von Mazda zählt immer auch das Fahrverhalten. Der Sechser lässt zumindest erahnen, dass zum Portfolio der Marke auch ein Spaßmobil wie der Roadster MX-5 zählt, denn für ihre Größe fährt sich die Limousine sehr handlich. Das Fahrwerk ist eher straff ausgelegt, bietet aber zusammen mit den bequemen Sitzen auch bei Langsamfahrt und auf schlechten Straßen guten Komfort. Die Lenkung ist präzise, auf der Autobahn vielleicht ein wenig zu leichtgängig, so dass gelegentliches Nachjustieren nötig ist. Eine reine Freude hingegen ist das Schalten mit dem markentypisch knackigen und präzisen Getriebe. Dass Mazda lediglich für den Top-Benziner und den stärksten Diesel überhaupt eine Automatik anbietet, muss daher kein Nachteil sein.

Beim Motor hingegen macht es einem der Sechser nicht leicht. Wie auch bei der Konkurrenz hat der Diesel zuletzt rasant an Reiz verloren, vor allem bei Privatkunden. Auch wenn Mazda betont, selbst ohne SCR-Katalysator alle Emissionsregeln auch in der Praxis einhalten zu können, rückt für viele Interessenten der Benziner in den Fokus. Die Japaner haben aktuell drei Varianten im Programm, einen 2,5-Liter-Vierzylinder mit 141 kW/192 PS als Top-Triebwerk und einen 2,0-Liter-Vierzylinder in zwei Leistungsstufen mit 107 kW/145 PS und 121 kW/165 PS. Im Testwagen war die stärkere Variante verbaut, die wie alle ihre Geschwister ohne Turbo auskommen muss und eine entsprechend hohe Drehzahl braucht. Was allerdings kein großes Problem ist, kommt der Sauger doch flott auf Touren und bleibt dabei akustisch unaufdringlich. Für gesittetes Mitschwimmen reichen die gut 200 Nm allemal, gelegentliche Zwischenspurts sind bei beherztem Griff zum Schalthebel auch kein Problem. Den deutschen Konkurrenten muss man jedoch regelmäßig die linke Spur räumen. Einen richtig schnellen Reisemotor gibt es anders als beim Wettbewerb nicht. Dafür bleibt der Verbrauch des Mazda6 zumindest in der gefahrenen Version im Rahmen: 6,5 Liter in der eher gemütlich absolvierten Praxis liegen lediglich rund einen halben Liter über dem Normwert.

Beim Preis fährt der Mazda6 den Premium-Modellen wiederum deutlich davon. Der Japaner bleibt mit einem Einstandspreis von knapp 26.000 Euro eher im Bereich von Limousinen wie Ford Mondeo, Opel Insignia und Skoda Superb, die als Limousinen allesamt kaum eine Rolle auf dem deutschen Markt spielen. Auch der Mazda wird als Viertürer mit Stufenheck hierzulande wohl kaum ein Bestseller. Wer ein formschönes Mittelklasseauto mit einer Prise Fahrspaß und ohne große Schwächen sucht, wird jedoch beim Sechser fündig. Und kauft gleichzeitig auch noch ein seltenes und individuelles Auto.

Mazda6 – Technische Daten:
Viertürige, fünfsitzige Mittelklasselimousine, Länge: 4,87 Meter, Breite: 1,84 Meter, Höhe: 1,45 Meter, Radstand: 2,83 Meter, Kofferraumvolumen: 480 Liter

2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, 121 kW/165 PS bei 6.000 U/min, maximales Drehmoment: 210 Nm bei 4.000 U/min, 0-100 km/h: 9,1 s, Vmax: 216 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,0 l/100 km, CO2-Ausstoß: 139 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C, Testverbrauch: 6,5 l/100 km, Preis: ab 31.190 Euro.

Kurzcharakteristik – Mazda6:
Warum:
Warum nicht:
Was sonst: Skoda Superb, Alfa Giulia, Peugeot 508

Sondermodelle IQ-Drive

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VW legt eine neue Sondermodell-Familie namens IQ-Drive auf. Neben vielen Extras gibt es Preisvorteile. Die Baureihen Up, Polo, Golf, Tiguan, T-Roc, Touran und Sharan warten dabei unter anderem mit speziell designten Sitzbezügen und Leichtmetallrädern sowie abgedunkelte Seiten- und Heckscheiben auf.

Erstmals in Europa

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Lexus will mit dem komfortablen ES bei der Business-Kundschaft durchstarten. Der ES wird nur als Hybrid angeboten, der Einstiegspreis liegt bei 48.200 Euro. Erhältlich ist die siebte Generation des Modells ab Mitte Januar.

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Ende Januar kommt die Hybrid-Variante des Toyota RAV4 auf den Markt. Ab 33.000 Euro ist sie dann erhältlich. Die Japaner verzichten ausdrücklich auf einen Dieselmotor beim Kompakt-SUV.

Ab sofort bestellbar

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Der neu aufgelegte Mazda3 kommt am 22. März in den Handel. Der Einstiegspreis liegt bei rund 23.000 Euro, die Japaner starten dabei mit der fünftürigen Steilheckversion. Einstiegsmotor ist der 90 kW/122 PS starke Zweiliter-Benziner Skyactiv G mit Mildhybridsystem und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe. Als Alternative ist ein 1,8-Liter-Dieselmotor mit 85 kW/116 PS ab 25.300 Euro erhältlich.

EQC macht den Anfang

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Mercedes-Benz startet seine Elektrooffensive und will mit seiner Submarke EQ in den nächsten vier Jahren sieben Elektromodelle auf die Straße bringen. Das Investitionsvolumen beläuft sich dabei auf beachtliche zehn Milliarden Euro. Mit dem EQC kommt im Sommer das erste der sieben Modelle zu den Händlern.

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