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Die neue A-Klasse im Überblick

0 2018-10-09 404

Wer die neue Mercedes-Benz A-Klasse ins Auge fasst, hat sicherlich ihren technischen Vorsprung beim Infotainment im Blick. Für wen sich welche Ausstattungen und Motorisierungen lohnen, zeigt folgende Kaufberatung.

Mit der jüngsten Generation der A-Klasse bringt Mercedes Oberklasse-Interieur in die Kompaktklasse. Doch der kleinste Mercedes kann mehr als nur mit fortschrittlichem Infotainment auffallen.  

Kurzcharakteristik: Die Mercedes A-Klasse bleibt auch mit dem neuesten Modell eher seriöser Begleiter als durchgestyltes Accessoire – zumindest äußerlich. Der Fokus lag in der Entwicklung vor allem auf den Themen Konnektivität und Infotainment, jedoch kamen auch Komfort und fahrdynamische Qualitäten nicht zu kurz. Wer dem Diesel treu bleiben will, muss sich bei der A-Klasse zunächst mit einer Motorisierung begnügen. 

Karosserie: Das Highlight der dritten Generation wartet definitiv erst nach dem Einsteigen auf Fahrer und Passagiere. Denn auch, wenn das Design des Stuttgarter Golf-Gegners in der kommenden Generation deutlich schärfer ausfällt als bisher, hängt in der Nähe des Fünftürers doch weiterhin ein Hauch Gewöhnlichkeit in der Luft. Immerhin konnte durch einen längeren Radstand das Platzangebot im Innenraum vergrößert werden und auch der Kofferraum ist nun dank zweigeteilter Rückleuchten endlich vernünftig zugänglich und zudem um knapp 30 auf 370 Liter angewachsen. Aktuell ist hierzulande lediglich der Fünftürer erhältlich, die Limousine kommt nächstes Jahr auf den Markt. 

Motoren: In der neuen A-Klasse gibt es bisher ausschließlich Vierzylinder. Fünf Leistungsstufen bei den Benzinern von 80 kW/109 PS (A 160) bis 165 kW/224 PS (A 250) und aktuell lediglich eine Variante des gleichgroßen Selbstzünders mit 85 kW/116 PS (A 180 d). A 220 und A 250 lassen sich optional auch mit einem Allradantrieb konfigurieren, die schwächeren Modelle bis zum A 200 kommen im Serienumfang mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe daher. Gegen Aufpreis gibt es die Siebengang-Doppelkupplung, die in den stärkeren Modellen inklusive des Diesels immer montiert ist. Ab Januar 2019 gibt es außerdem wieder eine AMG-Variante, den A 35. Sein aufgeladener 2,0-Liter-Vierzylinderbenziner mobilisiert 225 kW/306 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment. Wie beim bisherigen A 45 wird die Kraft über ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe per Allradantrieb variabel zwischen den Achsen verteilt.

Ausstattung: Vier Ausstattungslinien stehen für die neue A-Klasse aktuell zur Wahl. Los geht es bei 26.100 Euro für den A 160. Neben der Basisversion, in der lediglich schwarze Stoffsitze und eine abgespeckte Version des Infotainment-System enthalten sind, gibt es die Varianten „Style“ (1.200 Euro), „Progressive“ (1.600 Euro), und „AMG Line“ (3.500 Euro). Diverse „Business“- und „Konnektivitäts“-Pakete füllen außerdem den Innenraum mit technischen Spielereien wie erweiterten Funktionen für das „MBUX“-Infotainment. Wer das aktuelle Topmodell A 250 fahren will, muss mindestens 36.500 Euro nach Stuttgart überweisen. Die bereits angekündigte Sport-Variante AMG A 35 dürfte da noch mal einen drauf setzen. Für einen Preis von über 50.000 Euro bedarf es allerdings keines besonders starken Motors: Auch den A 200 bekommt man mit ein paar großzügig gesetzten Haken im Konfigurator über diese Schwelle.


Empfehlungen: Wer die wirklich spannenden Infotainment-Features der neuen A-Klasse täglich nutzen will, sollte ein gut ausgestattetes Fahrzeug wählen. Varianten nahe an der Basis lassen einige technologische Spielereien vermissen und neigen auch sonst zur Gewöhnlichkeit. Wer auf der Autobahn etwas flotter vorankommen will, dem sei der stärkste Nicht-AMG ans Herz gelegt. Die Leistung des A 250 ist mehr als ausreichend für den täglichen Bedarf und auch höhere Autobahntempi absolviert die A-Klasse mit Bravour. Vor allem dort fühlt sich auch die Kombination aus Fahrwerk und Lenkung am wohlsten, die neue A-Klasse ist eher Cruiser als Sportler und erinnert mit dem sanften Nachschwingen auf Autobahnwellen an die großen Brüder aus Mittel- und Oberklasse. Sparfüchse können über den geringen Verbrauch des A 180 d (4,1 Liter auf 100 Kilometer) oder die niedrige Einstiegshürde des A 160 weniger Geld ausgeben. Wirklich Spaß macht die A-Klasse allerdings nur, wenn man auch etwas vom Technologievorsprung gegenüber den Mitbewerbern bemerken und nutzen kann.

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