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Porsche Carsharing

0 2018-12-03 200

Passend zur Weltpremiere des neuen 911 stellte Porsche auf der Autoshow in Los Angeles eine App vor, die es ermöglichen soll seinen Sportwagen mit anderen zu teilen.

Wer lässt schon gerne wildfremde Menschen ans Lenkrad seines nagelneuen Porsche und sitzt selbst nicht als Aufpasser daneben? Kaum zu glauben, dass eine Menge von Besitzern gibt, die tatsächlich bereit sind, ihr wertvolles Auto gegen eine Gebühr zu teilen. Mit einer speziellen App fürs Smartphone will der Sportwagenhersteller jetzt das Ausleihen von Privatwagen professionell organisieren. „Porsche Host“ heißt die App, die die Stuttgarter jetzt mit dem amerikanischen Start-up Turo auf der Autoshow in Los Angeles präsentierten.

„Partnerschaften wie mit Turo sind der Schlüssel dafür, dass wir unsere Vision in die Realität umsetzen können, unseren Kunden völlig neue Porsche-Erlebnisse zu bieten,” sagt Thilo Koslowski, Chef der Porsche Digital, Inc., einer Tochterfirma, die Dienste rund ums Auto anbietet. Turo wurde vor neun Jahren gegründet und vermittelt seither erfolgreich das Leihgeschäft zwischen Besitzer und Interessenten. Alles erinnert an ein wenig an Airbnb, das inzwischen mehr als fünf Millionen Privatwohnungen in 191 Ländern an Kurzzeitmieter vermittelt.

Zahlen, die Porsche und Turo sicher nicht erreichen können und auch nicht wollen. Aber inzwischen locken in den USA schon fast 5.000 Porsche, vom 911 über den Panamera bis zum Cayenne per App zum Ausleihen. Der Besitzer eines 911 erklärt, warum er bereit ist, sein Auto immer wieder mal zu teilen: „Ich habe meinen Porsche geleast und kann durch das Vermieten meine monatlichen Raten locker decken. Gleichzeitig kann ich mein Auto immer noch genügend selbst nutzen“.

Porsche schult die Vermieter, bevor deren Autos in das „Host“-Programm aufgenommen werden kann. Da geht es um den Zustand des Wagens, aber auch um Fragen der Versicherung und Sicherheit des teuren Mietautos. So werden die Fahrzeuge mit GPS-Technik ausgestattet, damit sie nicht irgendwo auf der Welt verschwinden. Nach und nach wollen Porsche und Turo das Programm auch außerhalb der USA anbieten.

Bereits für Deutschland, Österreich, die Schweiz und die USA ist eine weitere Porsche App vorhanden, die den Fahrspaß steigern soll. Die kostenlose App „Porsche Road Trip“ funktioniert im Prinzip wie ein Navigationssystem, sucht aber einen Weg zum Wunschziel nicht auf der schnellsten, sondern der schönsten Route. Ist der Nutzer zum Beispiel ein Fan von kurvenreichen Strecken, schlägt das Programm entsprechende Touren vor, zeigt Bilder von Sehenswürdigkeiten, listet Hotels oder Restaurant auf, die dann auch direkt reserviert werden können.

Da sie unabhängig vom im Auto eingebauten Navigationssystem arbeitet, ist die App auch für Oldtimerfahrer interessant. Der neue Porsche 911 wird das erste Modell sein, das „Road Trip“ direkt im bordeigenen Infotainmentsystem zur Verfügung stellt. Übrigens: Die App kann auch von Nutzern anderer Marken genutzt werden, ist also nicht an den Besitz eines Porsche gebunden.

Zunächst nur für den neuen Elfer ist eine weitere, in Los Angeles präsentierte App verfügbar. „Porsche 360+“ ist eine Art Privatsekretär, der sich rund um die Uhr auch um ausgefallene Wünsche der Kunden kümmert. So kann das Programm versuchen, noch Karten für ein eigentlich ausverkauftes Konzert zu ergattern, bei der Suche nach einem passenden Geschenk helfen oder die perfekte Reise zum Hochzeitstag planen. Zunächst ist die App in Deutschland am Start, monatlich werden 99 Euro für die Dienstleistungen fällig. Porsche arbeitet mit mehreren Vertragspartnern zusammen und will das Programm später auch in anderen Ländern anbieten und für die Fahrer aller Marken öffnen.

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