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Volvo V60 mit Hybridantrieb vor dem Start

0 2019-01-31 2049

Die erste von zwei Hybridantriebsvarianten beim Volvo V60 kommt im Februar zum Händler. Das hier sind die ersten Erfahrungswerte des aus der 90er-Baureihe bekannten T8-Motors.

Gleich zwei Plug-in-Hybrid-Varianten hat Volvo bei der Vorstellung seines neuen Mittelklasse-Kombis V60 vor gut einem halben Jahr angekündigt, einer davon steht ab sofort in der Preisliste: Für 60.100 Euro ist der stärkere Hybrid namens T8 zu haben, der sich in Sachen Leistung und Preis gleichermaßen an die Spitze der Baureihe setzt. Wann der günstigere T6-Hybrid folgt, ist momentan noch nicht bekannt.


Während der schwächere Plug-in-Hybrid im V60 seinen Einstand geben wird, ist der T8-Antrieb kein Unbekannter: Auch die 90er-Baureihe hat Volvo damit bereits unter Strom gesetzt. Vor allem im großen SUV XC90 funktioniert das Zusammenspiel zwischen Elektromotor und Benziner aber nicht immer reibungslos. Um den Koloss bei stärkerer Leistungsabfrage standesgemäß in Gang zu setzen, muss sich der Vierzylinder-Otto trotz der zusätzlichen Elektro-Power mitunter ganz schön anstrengen, was er mit hohen Drehzahlen und lautem Aufbrausen quittiert.

Ganz anders im V60 T8: Die Kombination ist die gleiche, der 223 KW/303 PS starke Benziner treibt mit 400 Newtonmetern die Vorderachse an, hinten sitzt ein 87 kW/118 PS und 240 Newtonmeter starker E-Motor. Zusammen entwickeln beide 288 kW/390 PS und 640 Newtonmeter. Allerdings ist der Mittelklasse-Kombi mit mehr als zwei Tonnen zwar kein Leichtgewicht, doch rund 400 Kilogramm leichter als das Oberklasse-SUV. Dementsprechend weniger muss sich der Otto anstrengen, und der Wechsel vom Elektro- in den Benzin-Betrieb geschieht geschmeidig und fällt im Alltag kaum auf. Nur wenn man das Gaspedal spontan ordentlich durchtritt schreckt der Vierzylinder auf, verfällt aber kurz darauf wieder in seine ruhige Gangart.

Besonders leise ist der V60 im Pure-Modus, zumindest solange der Stromspeicher voll ist. Dann ist der T8 rein elektrisch mit Hinterradantrieb unterwegs. Theoretisch lassen sich so 49 Kilometer zurücklegen, ehe der 10,4-kWh-Akku im Mitteltunnel wieder aufgeladen werden muss (Ladedauer drei bis sechs Stunden). Ist der Strom alle oder soll es über 125 km/h hinaus gehen, greift der Benziner ein, der von einem integrierten Kurbelwellen-Startergenerator angeworfen wird. Dieser zusätzliche E-Motor zwischen Verbrenner und Achtgang-Automatik-Getriebe dient einerseits mit seinen 34 kW Leistung als E-Booster für den ohnehin schon kompressor- und turbogeladenen Otto-Antrieb und er erzeugt als Generator andererseits Energie für das Hochspannungs-System. 

Beim Start ist der V60 T8 standardmäßig im Hybrid-Modus unterwegs und überlässt das Zusammenspiel beider Motoren der auf Effizienz-Maximierung getrimmten Elektronik. Der E-Motor übernimmt wann immer möglich die Arbeit und bleibt bis 65 km/h mechanisch eingekuppelt, um bei starker Beschleunigung Gewehr bei Fuß zu stehen. Darüber hinaus kann man auch einen Power-Betrieb einstellen: Dann arbeiten beide Antriebe mit dem Ziel zusammen, möglichst viel Leistung bereitzustellen und erst jenseits der 170-km/h-Grenze wird der Elektromotor abgekoppelt, um ein Überdrehen zu verhindern. Der AWD-Modus stellt dagegen sicher, dass immer beide Motoren ihre Kraft abgeben und der V60 mit permanentem Allradantrieb unterwegs ist – gerade im winterlichen Schweden, wo wir die ersten Hybrid-Runden drehen konnten, ist dieser Modus Gold wert.

Auf den verschneiten Straßen rund um Lulea konnte der T8 allerdings nicht nur das fluffige Zusammenspiel von Benziner und E-Motor und die Traktionssicherheit des Allradantriebs unter Beweis stellen. Auch das Fahrwerk demonstrierte auf den mit brettharten Eisschichten gepflasterten Wegen sein Können: Während die rund 200 Extra-Kilogramm für die Hybrid-Technik den Ingenieuren grundsätzlich ein Dorn im Auge sind, verhelfen die zusätzlichen Pfunde den Federn und Dämpfern zu einer verbindlicheren Ansprache. Der V60 ist zwar weiterhin recht straff abgestimmt, poltert aber nicht so stark über Unebenheiten, sondern liegt satt und sicher auf der Straße – trotz serienmäßiger 18-Zöller und optionaler R-Design-Tieferlegung. 

Wirklich sparsam ist der V60 T8 freilich nur unterwegs, wenn der Akku regelmäßig an der Steckdose aufgeladen wird. Die angegebenen zwei Liter Normverbrauch sind trotzdem ein Theorie-Wert, der nur am Prüfstand erreichbar ist. In Summe dürfte sich der Hybrid-Volvo auf der Straße sechs, sieben Liter nehmen, womit er deutlich genügsamer ist als seine konventionellen Brüder. 

Michael Gebhardt/SP-X

Volvo V60 T8 – Technische Daten:
Mittelklasse-Kombi, Allradantrieb, Länge: 4,76 Meter, Breite: 1,85 Meter (2,04 Meter mit  Außenspiegeln), Höhe: 1,43 Meter, Radstand: 2,87 Meter, Kofferraumvolumen: 529–1.441 Liter

Hybrid-Antrieb:
2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, 223 kW/303 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2.200–4.800 U/min, E-Motor: 65 kW/87 PS, Drehmoment: 240 Nm, Systemleistung: 288 kW/390 PS, Systemdrehmoment: 640 Nm, 0-100 km/h: 4,9 s, Vmax: 250 km/h, Verbrauch: 2,1–2,5 l/100 km, CO2-Ausstoß: 48–57 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse: A+
Preis: ab 60.100 Euro

Kurzcharakteristik:
Warum: weil er der stärkste und sparsamste Volvo V60 ist
Warum nicht: weil der E-Baustein gut 7.000 Euro extra kostet
Was sonst: Mercedes C-Klasse Plug-in, VW Passat GTE, Kia Optima SW Plug-in
Wann kommt er: Februar 2019

Hyundai Kona Elektro startet günstiger ins neue Modelljahr

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Hyundai schickt sein elektrisches Lifestyle-SUV Kona um 200 Euro günstiger ins neue Modelljahr 2020. Die unfangreiche Serienausstattung enthält unter anderem das Notrufsystem eCall. Ein 11 kW-Onboarder-Lader verkürzt Ladezeit.

 

Kleiner Softroader

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Wie schon zuvor bei den jeweiligen Konzernmodellen von VW und Seat kommt auch das kleinere SUV bei Skoda, der Kamiq, ohne Allradkompetenz. Ab dem 21. September steht er beim Händler.

Preise des Ceed-Crossovers

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Kompakt mit viel Platz

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Wer ein Kompakt-SUV mit bis zu sieben Sitzen sucht, kann ab sofort auch den Mercedes-Benz GLB auf die Wunschliste setzen. Der ab Ende 2019 bei den Händlern stehende große Bruder des GLA kommt zu Preisen ab rund 37.700 Euro. Der Aufpreis zum kleineren Bruder beträgt damit rund 7.300 Euro. Insgesamt fünf Motoren stehen für den optional als Siebensitzer erhältlichen GLB zur Wahl.

Lust am Autokauf weiter hoch

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Der Kauf eines Neu-, Jahres- oder Gebrauchtwagens lässt die Herzen der Autofahrer in Deutschland unverändert höher schlagen. Mehr als jeder Dritte plant innerhalb der nächsten 18 Monate einen Fahrzeugwechsel. Dabei ist das Interesse an Gebrauchtwagen deutlich gestiegen. Deutsche Premiumhersteller stehen hoch im Kurs während Volumenmarken an Bedeutung verlieren. Das belegt die aktuelle Aral Studie "Trends beim Autokauf", die mittlerweile seit 2003 in der neunten Auflage vorliegt und das private Pkw-Kaufverhalten beleuchtet. 

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