VW will Modellangebot und Tankstellennetz ausbauen
16.06.2017

Derzeit bieten die Marken VW, Audi, Seat und Skoda zusammen 14 Erdgasmodelle an

Die Nachfrage nach Erdgasautos ist in Deutschland zuletzt eingebrochen. Nun will der VW-Konzern der Spritspartechnik zum Comeback verhelfen.

VW will dem Erdgasauto neuen Schwung verleihen. Der Autohersteller hat zusammen mit Industriepartnern wie Eon, Gazprom und Total eine Initiative ins Leben gerufen, den darbenden alternativen Antrieb in Deutschland auf Erfolgskurs zu bringen. In ihrer Absichtserklärung kündigen die Partner an, die Zahl der Erdgasfahrzeuge hierzulande bis 2025 auf eine Million zu verzehnfachen. Parallel soll das Tankstellennetz engmaschiger werden. Demnach wird sich die Zahl von derzeit rund 900 CNG-Tankpunkten in den kommenden acht Jahren mehr als verdoppeln.

Darüber hinaus will VW seine Erdgas-Modellpalette modernisieren und ausbauen. Derzeit bieten die Marken VW, Audi, Seat und Skoda zusammen 14 Erdgasmodelle an. Das Angebot reicht vom Kleinwagen über Familienautos bis zu Mittelklasse-Limousinen wie A4 und A5. Neben einem Saugmotor mit 50 kW/68 PS bietet der Konzern zwei aufgeladene Ottomotoren mit 85 kW/110 PS respektive 125 kW/170 PS an. Noch in diesem Jahr wird der Einliter-TGI, ein aufgeladener Dreizylinder mit 66 kW/90 PS, im neuen VW Polo und Seat Ibiza verfügbar sein. Wohl 2018 dürfte außerdem der neue Sparmotor 1.5 TSI in einer Erdgasversion mit rund 96 kW/130 PS das Portfolio erweitern.

Obwohl Erdgas als Kraftstoff aufgrund des niedrigeren Steuersatzes deutlich günstiger ist als Benzin und Diesel, dümpelt das Erdgasauto seit Jahren im Zulassungstief vor sich hin. Im vergangenen Jahr brachen die Neuzulassungszahlen noch einmal ein: In Deutschland fanden lediglich 2.990 Pkw einen Käufer, 37 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Hintergrund war auch das drohende Aus für die Steuervergünstigung. Zumindest die kommt nun nicht mehr so bald; im Frühjahr wurde sie bis 2016 verlängert.


Kommentare (2)
elvis rudolf 23.06.2017, 14:35 Uhr
ERDGAS Steuervergünstigung verlängert bis 2026!!! ihren Text: Hintergrund war auch das drohende Aus für die Steuervergünstigung. Zumindest die kommt nun nicht mehr so bald; im Frühjahr wurde sie bis 2016 verlängert. mfg
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Gabriel van Helsing 29.06.2017, 10:35 Uhr
Wenn diese Fahrzeuge auch noch Anhänger mit hohen GG ziehen könnten, wäre das ganze eine Überlegung wert. Obwohl es im Ausland mehr Tankstellen mit LPG gibt. Ich habe ein Auto mit LPG im Fuhrpark am laufen. Der ganze Umbau hat keine 2500 Euro gekostet und war innerhalb eines Tages über die Bühne. Bis jetzt hat der Wagen 190.000 km auf dem Tacho, ohne große Beanstandungen. Nebenbei, unsere Gabelstapler laufen auch mit LPG. E-Autos sind bis jetzt uninteressant, da a,- zu teuer, b,- eine noch immer geringe Reichweite haben und keine großen Anhänger mit zb. 2,8 T bis 3,5 T GG ziehen können, c,- es nicht überall Ladesteckdosen gibt. Von 100.000 Euro für einen Tesla ganz zu schweigen. Da wird eine Fahrt vom Ruhrgebiet nach Flensburg zum Abenteuer. Auch das Installieren und das Verlegen von zusätzlichen 32 A Leitungen auf unseren Garagen- und Fuhrparkhof ist bis jetzt Unmöglich. Wo die Ladesteckdosen installiert werden sollen, ist der Versorger und ich nicht Schlüssig. Und als letzes, wie soll der ganze Quatsch finanziert werden?
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