SUCHE
Beta
News
Magazin
Flottenmanagement
Messe
Flotte! Der Branchnetreff
die nächste
"Flotte! Der Branchentreff" 2019

Der Stoff aus dem die Schäume sind

0 2017-12-05 188

Knapp ein Fünftel des Autos besteht schon heute aus Kunststoff, aus Polyurethan-Schaum lässt sich vom Armaturenbrett bis zum Karosserieteil so einiges fertigen. Und kommen die E-Autos endlich in Fahrt, hoffen Kunststoff-Hersteller auf noch bessere Absatzchancen.

Wissen Sie, aus was Ihr Auto besteht? Genau: Viel Stahl, ein bisschen Alu, innen ein wenig Stoff, Leder – und natürlich Kunststoff. Letzterer hat sich sogar ziemlich weit ausgebreitet, gut 18 Prozent eines Autos bestehen mittlerweile aus dem leichtem Baumaterial: Das Scheinwerferglas? Aus Kunststoff. Die Schalter, Tasten und Hebel? Aus Kunststoff. Kombiinstrument, Infotainment-Display, Lenkrad, Armaturenbrett, Sitzpolster, Lacke, LED-Lichter, und sogar manchmal das Leder bestehen aus dem, was wir umgangssprachlich Plastik nennen, und mittlerweile werden selbst ganze Karosserieteile aus Kunststoff gefertigt.

Den Löwenanteil nimmt dabei aktuell noch Polyurethan (PU) ein, ein künstlich hergestellter Schaum, den die meisten zu Hause auch in ihrem Schlafzimmer haben: Die klassische Kaltschaummatratze ist aus Polyurethan. Der Vorteil dieses von Otto Bayer vor rund 80 Jahren entwickelten Werkstoffs: Er ist leicht, und er lässt sich in unterschiedlichster Gestalt fertigen. Das heißt, je nach Zusammensetzung des Ausgangsmaterials wird der Schaum butterweich, wie zuhause im Bett, oder hart wie altes Brot. Im kleinen Stil könnte man diese Mischung theoretisch sogar in der eigenen Küche herstellen, im großen Stil dagegen überlässt man es besser den Profis. Einer der führenden auf diesem Gebiet ist Covestro. Eine gute Autostunde außerhalb von Shanghai produziert die ehemalige Bayer-Tochter seit 2001 unter anderem den Stoff, aus dem die Schäume sind – und zwar rund 750.000 Tonnen pro Jahr. Damit macht die PU-Produktion immerhin knapp 30 Prozent des Covestro-Geschäftes aus.   

Gut ein Fünftel der Kunden kommt aus der Automotive-Industrie, allerdings verkauft Covestro die begehrte Fertigmischung nur selten direkt an die Autobauer. Vielmehr sind es die klassischen Zulieferer wie Dräxlmaier, Faurecia oder Brose, die einkaufen und die Grundsubstanz – Chemiker mögen den simplen Vergleich verzeihen – dann ähnlich wie die Schlagsahne in einem Siphon, aufschäumen und zu weichen Armaturenbrettern, feinem Gestühl oder hübschen Zierblenden verarbeiten. Sogar Autolacke lassen sich aus PU herstellen, und die können sich dank ihrer Schaumstoff-artigen Struktur selbst reparieren: Kleine Kratzer und Steinschläge verschwinden binnen einiger Tage wieder. Einzige Voraussetzung: Es muss warm sein, damit das Material seine Wirkung entfalten kann.   

Der zweitwichtigste Kunststoff im Auto, neben Polyurethan, ist Polycarbonat (PC), ein wenige Millimeter großes Granulat, das sich eingeschmolzen unter anderem hervorragend eignet, um Kunststoffgläser zu fertigen. Die leisten aktuell bereits als Scheinwerferabdeckung oder Schiebedach gute Dienste. Verglichen mit Acryl, im Volksmund auch Plexiglas genannt, ist Polycarbonat deutlich hochwertiger und vor allem widerstandsfester. Bewahrheiten sich Covestros Vorhersagen, dürfte der PC-Einsatz im Auto künftig stark ansteigen. Vor allem mit Blick auf die Elektromobilität gewinnen leichte Materialien immer mehr an Bedeutung und es soll nur noch eine Frage der Zeit sein, bis beispielsweise auch Fensterscheiben aus Kunststoff gefertigt werden; und auch die Gehäuse für die Akkus dürften zukünftig aus Polycarbonat hergestellt werden. Über kurz oder lang spekulieren die Leverkusener auf eine Vervierfachung des PU/PC-Anteils an einem Fahrzeug – von aktuell rund fünf Kilogramm auf dann 20 oder mehr. Vor allem mit Blick auf E-Autos spielt Covestro noch eine weitere Eigenschaft des Kunststoffs in die Karten: PU und PC isolieren viel besser als beispielsweise Stahlbleche und sind damit bei den Stromern, die nicht die Restwärme des Motors zum Heizen nutzen können, eine willkommene Alternative.   

Dass vor allem in Elektro-Autos zukünftig mehr Kunststoff verwendet wird, bedeutet allerdings nicht, dass sich die Stahlbranche auf dem absteigenden Ast fühlt. Er kürzlich gab ThyssenKrupp bekannt, dass es „ohne Stahl keine Elektromobilität“ gäbe. In den kommenden 30 Jahren erwartet die Stahl-Branche ein Orderplus von rund 25 Prozent allein durch die europäische Autoindustrie. Ein Teil davon wird für Akkus und Elektromotoren benötigt, das Gros allerdings wird zu neuen, hochfesten Leichtbaublechen für die Karosserien verarbeitet. Vor allem auf diesem Gebiet dürften sich Kunststoff- und Stahlindustrie in Zukunft als einen spannenden Wettbewerb liefern.

Flottengipfel in Barcelona

0 2018-11-15 28

Die europäische Fuhrparkbranche trifft sich Ende November in Barcelona zum Netzwerken, zum Informationsaustausch und zur Verleihung der Fleet Europe Awards.

Flottengipfel in Barcelona

0 2018-11-15 31

Die europäische Fuhrparkbranche trifft sich Ende November in Barcelona zum Netzwerken, zum Informationsaustausch und zur Verleihung der Fleet Europe Awards.

Lernfähiges Reportingtool

0 2018-11-13 50

Der Geschäftsreiseanbieter Carlson Wagonlit Travel optimiert das Management von Geschäftsreisen nach eigenen Angaben weiter: CWT AnswerIQ, ein Datenanalyse-, Reporting- und Visualisierungs-Tool der nächsten Generation, arbeitet wie eine persönliche Suchmaschine, die alles über das Reiseprogramm des Kunden weiß.

Flexible Mobilität

0 2018-11-13 48

Auf schnellstem Weg zum Business Lunch, Kundentermin oder Flughafen – für moderne Unternehmen ist die Mobilität ihrer Mitarbeiter ein echter Wettbewerbsfaktor. Im Geschäftsalltag zunehmend gefragt sind daher wirtschaftliche und flexible Konzepte, um Wege per Automobil komfortabel und zeitsparend zurückzulegen. Hier setzt die Athlon Germany GmbH, einer der führenden Anbieter von Fahrzeugleasing und Flottenmanagement, an und nimmt das Angebot car2go for business in sein Portfolio auf. Im Fokus steht hierbei die Verbindung aus flexibler Fahrzeugnutzung und einfacher Abrechnung.

BORBET Y für neue A-Klasse

0 2018-11-13 31

Kaum ist die neue Mercedes-Benz A-Klasse auf dem Markt empfiehlt sich der Leichtmetall-Räderhersteller BORBET das Y-Rad in den Farbvarianten „titan matt“, „crystal silver“ sowie „black glossy“ als stilvollen Begleiter. Das Leichtmetallrad der Kategorie „Classic“ ist ab sofort mit ABE in 8,0 x 18 Zoll mit Einpresstiefe 48 erhältlich.

TOP RSS Meldungen
GDPR Flotte.de

Flotte Medien möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies, um die Seite für Sie zu verbessern und nutzerrelevant zu gestalten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie hier.

Einverstanden