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Studie: Passagierdrohnen in 5 bis 10 Jahren möglich

0 2018-12-04 1044

Noch klingt es sehr futuristisch. Aber schon bald könnten elektrisch angetriebene Passagierdrohnen die überfüllten Verkehrsnetze entlasten oder Passagiere auf Kurzstrecken schneller an ihr Ziel bringen. Der Markt ist in Bewegung, nicht zuletzt durch technische Innovationen in der jüngeren Vergangenheit.

Dubai, Singapur, Los Angeles und Dallas wollen erste Pilotprojekte mit kommerziellen Passagierdrohnen schon Anfang des nächsten Jahrzehnts starten, weitere Metropolen, auch in Deutschland, sollen folgen. Laut der aktuellen Roland Berger-Studie „Urban Air Mobility: The rise of a new mode of transportation“ arbeiten rund 75 Unternehmen weltweit an der Entwicklung von Passagierdrohnen.

So testet beispielsweise die Volocopter GmbH aus Baden-Württemberg mit ihrem zweisitzigen Volocopter 2X bereits unter anderem in Dubai. Derzeit beträgt die Reichweite des Modells noch etwas unter 50 Kilometer. Auf der CES 2018 zeigte sich Intel-CEO Brian Krzanich von dem Modell (die Rotoren stammen von Intel) überzeugt: „Das war fantastisch. Das war der beste Flug, den ich je hatte. Eines Tages wird jeder mit so einem fliegen.“ Eines Tages hört sich noch wenig konkret an. Manfred Hader, Partner von Roland Berger, wird hier schon deutlich präziser. „Wir gehen davon aus, dass Passagierdrohnen für innerstädtische und regionale Strecken in fünf bis zehn Jahren realistisch sein werden“, so Hader Und weiter: „Fortschritte in der Batterietechnologie und bei autonomen Systemen werden hier einen wichtigen Impuls geben.“

Der globale Markt für Passagierdrohnen wird in den kommenden Jahren wohl noch überschaubar sein – nach Ansicht von Roland Berger werden bis 2025 rund 3.000 Drohnen weltweit fliegen. Doch in den Folgejahren werde er exponentiell wachsen, denn sowohl bei den die Anschaffungs- als auch bei den Betriebskosten seien Drohnen deutlich günstiger als beispielsweise Hubschrauber, so die Beratungsgesellschaft.

Die Autoren der Studie rechnen damit, dass die neue Flugzeuggeneration zu Beginn vor allem in Form von Shuttles (von und zum Flughafen) sowie für den Verkehr innerhalb und zwischen Städten eingesetzt wird. „Passagierdrohnen können den innerstädtischen Mobilitätsmix neu gestalten“, erklärt Roland Berger-Partner Tobias Schönberg. „Mit den geeigneten Rahmenbedingungen könnten sie die oft überfüllten Verkehrsnetze entlasten.“

Einige Fragen noch offen

Wie die erste Drohne für den städtischen Flugverkehr tatsächlich aussehen wird, ist Stand heute noch offen. Möglichkeiten gibt es viele, am wahrscheinlichsten gelten die Varianten Multi- und Quadro-Copter, Kippflügler, Senkrechtstarter sowie Hybrid-Konstruktionen. Dabei gibt es verschiedene Vorzüge der Modelle – während erstere besonders für den innerstädtischen Betrieb auf engstem Raum geeignet sind, bieten sich die schnell fliegenden Senkrechtstarter für den Einsatz zwischen größeren Distanzen an.

Daneben gilt es noch regulatorische Hürden zu überwinden. „Passagierdrohnen mit Elektroantrieb benötigen nicht nur entsprechende Lade- und Wartungskapazitäten, sondern auch einen sicheren und von den Behörden genehmigten Landeplatz. Entsprechende Flächen sind nicht nur in dicht besiedelten Metropolen, sondern auch auf dem Land oft schwierig zu finden“, erklärt Manfred Hader.

Eine weitere Voraussetzung für den Einsatz von E-Flugzeugen sei ein robustes 5G-Netz, das die Kommunikation mit Kontrollbehörden und anderen Nutzern des bodennahen Luftraums sicherstelle, so die Studienautoren. Auch der Gesetzgeber sei gefordert, denn Kontrollinstanzen, Lufträume und rechtliche Aspekte müssten bei der neuen Technologie erst noch definiert werden.

So sagt auch Airbus-Manager Jean Brice Dumont, dass für den kommerziellen Einsatz von Drohnen eine Liste von Themen abgehakt werden muss – „das Fahrzeug ist eines, Sicherheit ist ein überragendes, Infrastruktur ist eines, Akzeptanz ist ein weiteres.“ Er denkt – ähnlich wie die Studienautoren – dass es „mehr als ein Jahrzehnt dauern, bis ein wirklich signifikanter, massiver Einsatz eines Lufttaxisystems“ möglich sei.

Erfolgsfaktor Kooperation

Für den Erfolg von Passagierdrohnen werden in der Studie gezielte Partnerschaften als wesentlicher Faktor angegeben. Beispielhaft wird Ingolstadt genannt: Die bayerische Stadt ist mit 14 weiteren europäischen Kommunen (unter anderem Genf, Hamburg, Brüssel, Antwerpen, Toulouse) Teil der von der EU unterstützen „Urban Air Mobility-Initiative“. Zum Start des Projekts hat Ingolstadt neben der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern auch Vertreter der Wirtschaft, die benachbarten Flughäfen und weitere Akteure an einen Tisch geholt. Gemeinsam sollen mögliche Einsatzgebiete definiert und notwendige Voraussetzungen für den Testbetrieb geschaffen werden.

„Schaffen es verschiedene Akteure enger zusammenzuarbeiten, so könnte von Europa eine Revolution im Bereich Mobilität ausgehen, um vom hohen Verkehr geplagte Städte zu entlasten“, prognostiziert Tobias Schönberg.

Kombination aus Elektroauto und Passagierdrohne?

Ingolstadt ist dabei ein gutes Stichwort. Denn Audi ist neben der Unterstützung für das eben erwähnte Projekt „Urban Air Mobility“ auch selbst tätig. So arbeitet der Autobauer seit geraumer Zeit mit Airbus und Italdesign an einem fliegenden und fahrenden Prototypen des „Pop.Up Next“, der erstmals Ende November der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus einem selbstfahrenden Elektroauto und einer Passagierdrohne. Noch ist das Ganze ein 1:4-Modell. Doch schon im nächsten Jahrzehnt sollen Audi-Kunden den Flugtaxi-Service in Großstädten bereits nutzen können.

„Flugtaxis werden kommen. Davon sind wir bei Audi überzeugt“, sagt Dr. Bernd Martens, Audi-Vorstand für Beschaffung/IT und Präsident der Audi-Tochter Italdesign. „Immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Und durch Automatisierung werden immer mehr Menschen mobil sein. Gerade die Älteren, Kinder oder Menschen ohne Führerschein werden in Zukunft gerne bequeme Robotertaxis nutzen. Wenn wir es schaffen, Verkehr intelligent auf die Straße und den Luftraum zu verteilen, profitieren Städte und ihre Bewohner gleichermaßen.“

Die gesamte Studie von Roland Berger steht unter https://www.rolandberger.com zum Download bereit.

Bild: Audi, Airbus und Italdesign und ihr fliegender sowie fahrender Prototyp des „Pop.Up Next“

Golf VIII mit 48-Volt-Technik

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VW wird die Benziner der 2020 startenden neuen Golf-Generation elektrifizieren. Der Mildhybridantrieb mit 48-Volt-Technik macht seinen Anfang beim 110 kW/150 PS starken 1,5-Liter-Motor, den der Hersteller auf dem Wiener Motorensymposium vorgestellt hat. Anstelle der Lichtmaschine kommt bei dem Vierzylinder-Turbo ein Generator zum Einsatz, der mit einer Spannung von 48 statt der üblichen 12 Volt betrieben wird. Das erhöht die Effizienz der Bremskraftrückgewinnung, ermöglicht aber auch einen Betrieb als Boost-Motor beim Starten und Beschleunigen. Darüber hinaus erleichtert die Technik das sogenannte Segeln, das Abschalten des Verbrennungsmotors bei konstanter Fahrt.

System zur Gefahrenwarnung

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Die Mitsubishi Electric Corporation und HERE Technologies haben gemeinsam ein System entwickelt, das es Fahrzeugen ermöglichen soll, sich gegenseitig automatisch und spurgenau vor Verkehrsgefahren zu warnen.

„Möglichmacher“ einer alltagstauglichen Elektromobilität

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Schon heute bietet die EnBW mit dem Zugang zu über 28.000 Ladepunkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) das nach eigenen Angaben größte Roaming-Ladenetz für Elektromobilität. Und das Unternehmen drückt weiter kräftig auf die Tube: Bis Ende 2020 betreibt die EnBW über 2.000 Hochgeschwindigkeits-Ladepunkte an bis zu 1.000 Standorten in ganz Deutschland.

Grüne Welle

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Audi plant ab Juli die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur. So soll es Audi-Fahrern zunächst in Ingolstadt möglich gemacht werden, Ampelphasen besser nutzen zu können und im Idealfall das Stadtgebiet auf der „grünen Welle“ zu durchfahren. In den USA läuft der Service bereits schon, in Deutschland soll die Vernetzung weiterer deutscher Städte folgen.

Ein großer Schritt Richtung Freigabe hochautomatisierter Fahrzeuge

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Auf die Autobahn auffahren, einen Knopf drücken, zurücklehnen und entspannen. So sieht der Wunsch vieler Autofahrer aus. Aber was gibt uns die Sicherheit, dass die Fahrfunktion auch die richtigen Entscheidungen trifft? Wie wird nachgewiesen, dass ein automatisiert fahrendes Fahrzeug sicher ist? Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Verbundprojekt PEGASUS hat sich dieser Aufgabe gestellt. Am 13. Mai 2019 präsentierten 17 Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Volkswagen-Prüfgelände in Ehra-Lessien die Ergebnisse aus dreieinhalb Jahren praxisnaher Forschung und Entwicklung zur Absicherung automatisierter Fahrfunktionen.

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