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"Flotte! Der Branchentreff" 2019
Um über 10 Prozentpunkte baute Audi seine Marktführerschaft in der oberen Mittelklasse in nur vier Jahren aus.
Nach wie vor führt Mercedes mit der S-Klasse das Luxussegment an.

Markt Trends

Aktuelle Trends und Marktzahlen stellen wir regelmäßig in Zusammenarbeit mit Dataforce vor. Basis sind die gewerblichen PKW-Zulassungen ohne Vermietgeschäft und ohne Tageszulassungen.

Vom Mini bis zum Van – in allen Segmenten herrscht ein heftiger internationaler Kampf um Marktanteile im deutschen Flottenmarkt. In allen Segmenten? Ab der Mittelklasse aufwärts wird es sehr, sehr deutsch im Fuhrpark. Gekämpft wird hier allenfalls gegeneinander, denn ob es nun an der Car Policy liegt oder am Geschmack des User-Chooser: In der Mittelklasse wurden 2005 zu 88 Prozent deutsche Fabrikate gekauft, in der oberen Mittelklasse 91 Prozent und in der Oberklasse gar 93,7 Prozent (siehe Tabelle 1).

Den Trend, dass in kleineren Fahrzeugklassen nicht-deutsche Hersteller erfolgreich die deutschen Fuhrparks entern, haben wir in der letzten Ausgabe des Flottenmanagement bereits aufgezeigt. Um so erstaunlicher, dass ab der Mittelklasse die deutschen Hersteller sich nicht nur erfolgreich behaupten, sondern teilweise ihren Vorsprung in den letzten vier Jahren sogar ausbauen konnten.

Während in der Mittelklasse der Marktanteil der deutschen Hersteller von 2001 zu 2005 moderat von 88,6 auf 88,0 Prozent gefallen ist, konnten diese in der oberen Mittelklasse im selben Zeitraum ein ganzes Prozent Marktanteil hinzugewinnen und liegen damit nunmehr auf 91 Prozent. In der Oberklasse schafften die Einheimischen gar den Sprung von 91,1 auf 93,7 Prozent – und nähern sich damit deutlich dem Anspruch des Absoluten.

Die Hauptverantwortlichen für den Run auf deutsche Fahrzeuge der Oberklasse waren dabei übrigens der Mercedes CLS, der 6er BMW, aber auch der oft und ganz offenbar zu Unrecht gescholtene Phaeton. In der oberen Mittelklasse sorgten vor allem der Audi A6/S6 sowie die Mercedes E-Klasse für heimischen Auftrieb.

Der Vergleich der Top-3-Verkäufer im deutschen Flottenmarkt zwischen 2001 und 2005 zeigt, dass zwar die Summe des Marktanteils stabil geblieben ist, nicht jedoch dessen Verteilung zwischen den vier deutschen Premiummarken (siehe Tabelle 2): So konnte sich in der Mittelklasse VW zwar mit einem knappen Viertel des Gesamtmarktes stabil als Marktführer behaupten, verlor jedoch trotzdem 2,2 Prozent Marktanteil. Dem Konzern mag es egal sein, stürmte doch Audi nach einem fulminanten Wachstum von 7,3 Prozent fast gleichauf und bescherte damit dem Konzern unheimliche 50 Prozent Marktanteil im Segment allein mit den beiden Premiummarken – da ist Skoda noch gar nicht mit dabei. Neben der Kernmarke VW bekam BMW das Wachstum von Audi in der Klasse zu spüren: Dessen Marktanteil in der Mittelklasse schrumpfte in vier Jahren um 2,7 Prozent.

Auch in der oberen Mittelklasse hat Audi mächtig zugeschlagen: In nur vier Jahren wuchs der Marktanteil dort um sagenhafte 10,2 auf 40 Prozent – wieder einmal teilweise zu Lasten von BMW, die mit 26,1 Prozent jedoch Zweiter im Segment blieben – vor Mercedes, die den Wert von 24,8 Prozent exakt beibehalten haben.

Aber die Domaine von Mercedes ist nun mal die Oberklasse, in der sich der Stern auch 2005 mit einem Auslaufmodell noch auf Platz 1 mit 34 Prozent Marktanteil behaupten konnte. Ob die neue S-Klasse wieder auf den Marktanteil von 44,5 Prozent von 2001 kommt, bleibt indes abzuwarten. Mit einem Wachstum von 5,5 Prozent im Beobachtungszeitraum konnte BMW in der Oberklasse kräftig punkten und hält mit nunmehr 21,6 Prozentpunkten den zweiten Platz. Dritter bleibt Audi, der nur in dieser Klasse einen geringen Verlust von einem Prozent Marktanteil hinnehmen musste.

Das größte Wachstum mit knapp 50 Prozent mehr Marktanteil in der Mittelklasse – wenn auch auf niedrigem Niveau – legten die asiatischen Hersteller hin: Vor allem der Toyota Avensis und der Mazda 6 verkauften sich im Flottenmarkt hervorragend. In der oberen Mittelklasse verdoppelten die Asiaten sogar ihren Absatz fast – auf nunmehr allerdings erst 0,9 Prozent. Dafür brach der Absatz asiatischer Fahrzeuge in der Oberklasse dramatisch ein: um gut zwei Drittel auf nunmehr noch 0,3 Prozent.

Wo bleiben die europäischen Anbieter in den Segmenten ab der Oberklasse? In den letzten Jahren wurde hier in allen Klassen Marktanteil abgegeben (siehe Tabelle 1). Es scheint so, dass sich die nicht-deutschen Europäer in den letzten vier Jahren eher auf kleinere Fahrzeugklassen sowie Vans eingeschossen haben. Ein Comeback ist aber nicht ausgeschlossen, wie beispielsweise Citroën mit seinem C6 auch optisch eindrucksvoll beweist.

Berücksichtigte Fahrzeuge:

Deutsche Hersteller:

Audi, BMW, Ford, Mercedes, Opel, Porsche, Smart, VW

Europäische Hersteller:

Alfa Romeo, Citroën, Ferrari, Fiat, Jaguar, Lancia, Land Rover,

Maserati, Peugeot, Renault, MG Rover, Saab, Seat, Skoda, Volvo

Asiatische Hersteller: Daihatsu, Honda, Hyundai, Kia,

Mazda, Mitsubishi, Nissan, Ssangyong, Subaru, Suzuki, Toyota

 

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