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Rückleuchten im Transparent-Look weisen das Facelift am Heck aus
Dank einer ungewöhnlichen Organisation der Cockpitinstrumente konnten die Konstrukteure bei Renault Staufächer mit insgesamt 100 Litern integrieren
Auf drei Einzelsitzen haben die Mitfahrer in der zweiten Reihe viel Platz
Bedienelemente zur Einstellung der Klimaanlage, hier in der Fahrertür
Nicht nur im Inneren, auch äußerlich mit futuristischer Anmutung

Van royal

Im Van-Segment wurde der Renault Espace für das Modelljahr 2006 aufgefrischt. Was neben dem neuen 2.0 dCi-Motor flottentauglich ist, haben wir im folgenden Test dargestellt.

Das Van-Segment ist eines der wenigen Segmente im deutschen Flottengeschäft, das entgegen dem Trend an Volumen zugenommen hat. So schnitt es laut Dataforce an vierter Position der elf gelisteten Segmente ab und konnte in 2005 rund 11,6 Prozent der Zulassungen verbuchen, und das sind auch nur 0,6 Prozentpunkte weniger als für Rang drei, die Obere Mittelklasse.

Für Renault steht das Modelljahr 2006 des europäischen Van- Urgesteins im Zeichen neuer Motoren und leichter optischer Retuschen, um die vierte Espace-Generation frisch zu halten. Die Retuschen unterstreichen lediglich den frischeren Auftritt des Espace und belaufen sich auf überarbeitete Scheinwerfer, einen schmaleren Stoßfänger sowie einen modifizierten Kühlergrill mit zwei statt drei Lamellen. Am Heck bezeugen Leuchten im Transparent-Look das Facelift.Innen bleibt offensichtlich alles beim alten: das futuristisch anmutende Cockpit mit ausschließlich digital dargestellten Anzeigen polarisiert stark, bietet aber eindeutig viel Platz für Fahrer und Beifahrer sowie in sämtlichen Klappen und Ablagen rund 100 Liter Stauraum. Für Übersichtlichkeit sorgen die schlanken A-Säulen integriert in die Fensterfront samt Seitenscheiben. Die großen Glasflächen der Windschutzscheibe bringen neben viel Licht trotz Beschichtung auch einiges an Wärme mit sich. Hier profitieren alle Mitfahrer vom Einsatz der gut dosierbaren und auf allen Plätzen regulierbaren Klimaanlage. Beim Fahrer bleibt jedoch die Macht über die Intensität, denn nur an seiner Fahrertür kann die Feineinstellung erfolgen, gegen 345 Euro netto Aufpreis sind weitere Bedienelemente erhältlich. Zur einfachen Bedienung trägt die übersichtliche Anordnung der Schalter bei.

Für die Langstrecke bieten die großzügigen und recht weich ausgelegten Sitze subjektiv mäßigen Komfort, zudem hängt die Polsterung von der Ausstattungsvariante ab und kann nicht separat gewählt werden. Auf den Einzelsitzen in der zweiten Reihe finden Mitfahrer ebenfalls viel Platz in Bezug auf Beinund Kopffreiheit vor. Für flexible Transportmöglichkeiten lassen sich über die Varioschienen leicht verschiedenste Sitzpositionen kreieren beziehungsweise einzelne Sitze ausbauen, durch Umklappen lässt sich sogar ein Tisch konstruieren. Liegt der Focus auf dem Personentransport, so sind für maximal zwei zusätzliche Personen in der dritten Sitzreihe Fauteuils erhältlich (Stück 302 Euro netto). Bei zwei vollwertigen Sitzreihen mit fünf Insassen stehen im Kofferraum mit fensterhoher Beladung 650 Liter zur Verfügung, erweiterbar auf bis zu 2.860 Liter.

Eine der wichtigen Komponenten für den Fahrbetrieb, der im Fuhrpark ja im Vordergrund steht, ist der Motor. Hier kommt ein neuer 2.0 dCi-Motor mit 127 kW/173 PS zum Einsatz, der zeitgemäß über einen serienmäßigen Partikelfilter verfügt. Von der Leistung her treibt der Selbstzünder den 1,9 Tonnen schweren Van optimal an. Er greift auf ein maximales Drehmoment von 360 Nm bei 1.750 Umdrehungen pro Minute zurück. Beschleunigungszeiten von 9,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h verdeutlichen die Agilität, die sich bis zur Höchstgeschwindigkeit von 204 km/h – dort natürlich mit Abstrichen – durchzieht. Auch im niedrigen Drehzahlbereich, bekanntlich mitverantwortlich für eine wirtschaftliche Fahrweise, bietet sich eine Fahrweise in höheren Gängen durchaus an, der elastische Motor toleriert problemlos Stadttempi um 50 km/h im sechsten Gang.

Erfreuliche Konsequenz: auf unserer Teststrecke ergab sich ein vernünftiger Durchschnittsverbrauch von 8 Litern. Praktisches Detail: zum Tanken muss kein Deckel angefasst und aufgeschraubt werden, der Tankstutzen kann über einen „Klapptür“-Mechanismus in den Tank eingeführt werden und die Hände bleiben sauber.

Im allgemeinen Handling zeigt sich der Espace gut abgestimmt. Für seine hohe Konstruktion liegt er erstaunlich gut in der Kurve, von Renault unter anderem durch die auf hohe Quersteifigkeit hin ausgelegte Vorder-/Hinterachs-Architektur begründet. Auch die Van-typische Komfortfederung federt maßvoll, aber nicht zu weich. Die Stoßdämpfer passen sich der Belastung an, so dass je nach Anforderung und Beladung eine weichere oder härtere Dämpfung bereit steht. Im Ergebnis, und das zählt letztlich, drangen nur noch wenige Straßenunebenheiten ins Innere. Ein großer Innenraum kann zu stärkerer Geräuschentwicklung neigen, jedoch nicht im Espace. Dank optimierter Dämmung bleibt der Geräuschpegel auch bei höheren Geschwindigkeiten auf niedrigem Niveau.

Nicht zuletzt umfasst das Facelift eine Erweiterung der Optionen und sicherheitstechnischen Features. Neu in der Liste stehen bereits für die Basisversion Authentique ein CD-Radio sowie die Show me Home-Funktion mit 30 Sekunden nach Verriegelung löschendem Licht, das dynamische Kurvenlicht optional ab Expression, eine akustische Einparkhilfe ab der Basisversion. Ein High-End-Navigationssystem inklusive Bluetooth-Schnittstelle rundet das Komfort- Angebot des Oberklasse-Vans nach oben ab.

Wem eine abgespecktere Motorisierung genügt, dem stehen zwei kleinere Diesel (1.9 dCi mit 88 kW/120 PS und 2.0 dCi mit 110 kW/ 150 PS) zur Auswahl, darüber liegen ein 2.2 dCi (102 kW/139 PS) sowie ein 3.0 dCi mit 133 kW/181 PS. Der preisliche Einstieg für den Diesel beginnt bei 24.181 Euro netto. Für Otto-Liebhaber bieten sich drei Motoren (2.0-Liter mit 100 kW/136 PS und 125 kW/ 170 PS und 3.5-Liter mit 177 kW/241 PS) an, der Basispreis für den Renault Espace steht mit 22.328 Euro netto in der Liste.

 

 

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