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Apps der Leasing-Gesellschaften (Auswahl)

Auftrag per Smartphone

Leasingunternehmen erweitern immer häufiger die Serviceleistungen ihrer Apps für Dienstwagennutzer. Wer das Potenzial ausnutzen will, sollte derzeit noch auf iPhones setzen.

Nur selten hat eine technische Entwicklung in die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung eingegriffen wie die Digitalisierung. Vergleichbar mit der industriellen Revolution, ermöglichen Digitalisierung und das Internet völlig neue Geschäftsmodelle und völlig neue Abläufe, wie sie gleichermaßen alte förmlich pulverisieren. Das Beste daran: Diese Revolution hat jeder in seiner Tasche; das Smartphone hat sich dank immer besserer Programme und Anwendungsmöglichkeiten aus der digitalen Welt zum Allrounder entwickelt, den auch der Fuhrparkmanager und dessen Fahrer perfekt einsetzen können.

Möglich machen das die Apps, die Kurzform des englischen Worts „applications“, was so viel wie „Anwendungen“ bedeutet. Wer sich damit noch gar nicht auseinandergesetzt hat: Sie sehen aus wie kleine Kacheln, der Nutzer tippt kurz darauf und schon startet die dahinter gelegte Anwendung. Die Programme können – ähnlich wie auf dem PC – nur auf dem Smartphone laufen oder sie holen sich Daten und all das, was sie benötigen, über eine Online-Verbindung vom Server. Die Programme selbst laden sich die Smartphone- Benutzer über das Internet per Download auf das Handy. Die Quelle hängt vom Betriebssystem ab: Apple-Nutzer können mit ihren iPhones aus über 900.000 Apps im Apple Store auswählen. Smartphones mit Android-Betriebssystem gehen über Google Play und haben dort sogar ein Angebot von mehr als einer Million Apps. Mager nehmen sich dagegen die Wettbewerber Windows (160.000 Apps) und Blackberry (120.000 Apps) mit ihren Stores aus, so das Statistische Bundesamt.

Dank Stichwortsuche kann jeder Nutzer schnell zu einer passenden App finden. Das gilt natürlich auch für den Bereich Leasing. Im Apple Store beispielsweise tauchen nach Eingabe des Stichworts „Leasing“ exakt 253 Ergebnisse (Stand: Mitte März 2014) auf. Doch Vorsicht: Neben allgemeinen Leasingrechnern versammeln sich Apps ausländischer Anbieter sowie artfremde Programme. Der sicherste Weg ist die Suche über die Eingabe des Firmennamens. In der Regel tauchen die Apps – sofern der Anbieter eine hat – sofort auf. Nicht mal 30 Sekunden dauert der Download dieser Anwendungen, dann kann der Smartphone-Nutzer sie sofort einsetzen, ergab der aktuelle Test sämtlicher aufgelisteter Apps mit dem iPhone 5. Die Apps sind in der Regel kostenlos.

Angefangen mit den Leasing-Apps hat übrigens Autovermieter Sixt, wenn auch eher für den Mietwagennutzer. Schon im Juli 2010 legten die Pullacher eine App vor, über die Nutzer ein Leasingangebot anfordern konnten. „Damit wollen wir es Autofahrern noch leichter machen, die Vorteile des Leasings gegenüber dem Fahrzeugkauf auszuschöpfen“, machte damals Mark Thielenhaus, Vorstandsmitglied Sixt Leasing AG, Werbung für den neuen Weg. Die Hannover Leasing GmbH kündigte drei Monate später ihre App an, die zum Beispiel Tipps und die Hotlines im Falle eines Unfalls bereithält. Seitdem ist aber nicht mehr viel passiert: Die damals schon angedachten Bußgeld- und Punkterechner oder die Tempobegrenzungsanzeige sind bis heute noch nicht gekommen. Auch sollte man sich nicht durch die angezeigten Bilder bei der Suche irritieren lassen. Arval beispielsweise scheint als Tochtergesellschaft der französischen Bank BNP nur französisch zu sprechen, aber nach der Installation ist sofort die deutsche Oberfläche arbeitsbereit.

Überhaupt unterscheiden sich die Apps erheblich in ihrem Leistungsumfang. Während die einen gerade mal einen Tankstellenfinder, Verhaltenstipps und den einfachen Anruf bei der Service-Hotline auf einen Klick hin bieten, finden sich bei anderen gleich Stauwarner, komplette Schadenabwicklung oder eine Übersicht über den CO2-Ausstoß. Das hängt mit der Zielgruppe zusammen. Die simplen Schnellhilfe-Apps nur mit Servicetipps und Hotline-Verbindung sind ausschließlich für den Dienstwagennutzer gedacht. Für Fuhrparkmanager sind vor allem die Apps interessant, die darüber hinaus Services bieten. „Eine App soll den Alltag vereinfachen und Fahrern sowie Fuhrparkleitern einen echten Mehrwert bieten“, sagt Philipp Berg, Leiter Sales und Marketing bei Daimler Fleet Management. „Unsere App bietet Unterstützung genau dann, wenn sie benötigt wird: Im Falle einer Panne oder eines Unfalls nehmen wir die Fahrer virtuell ‚an die Hand‘.“

Wie viel Potenzial hier generell noch liegt, zeigt zum einen die Tatsache, dass noch immer nicht alle Leasinganbieter speziell für den Fuhrparkmanager oder die Dienstwagennutzer eine App entwickelt haben. Das zeigt alleine schon die Übersicht über die Plattformen, für die die Unternehmen ihre Apps bereitstellen (Stand: Mitte März 2014). Noch immer ist die Apple-Anwendung, also das iPhone, das Maß aller Dinge. Android findet derzeit nur in Ausnahmefällen statt – und das, obwohl die Android-basierten Anwendungen Apple im letzten Jahr zumindest mengenmäßig überholt haben. Und für die einst so beliebten Blackberries ebenso wie für Windows-basierte Smartphones ist das Leasing-App-Angebot gleich null. Heißt im Klartext: Wer seine Fahrer mithilfe einer Leasing-App auf die Straße schicken will, sollte daher zumindest aktuell auf Apple setzen. Dies sollte das Unternehmen bei der kommunikationstechnischen Ausrüstung der Mitarbeiter mit Blick auf die Vor- und Nachteile – iPhones sind beispielsweise wesentlich teurer als Android-Geräte –berücksichtigen.

Fest steht aber auch: Die Anbieter stehen unter Innovationsdruck. Welches Potenzial sich noch erschließen lässt, zeigt zum Beispiel die jüngste App der Volkswagen Leasing GmbH „Volkswagen Connected Work“. Was einst als Karte mit Tankstellenfinder und Preisangaben sowie Navigation gestartet war, hat der Konzern jetzt mit einem Webportal speziell für Gewerbetreibende verknüpft. Die Idee dahinter: Disponenten könnten über die Portal-App-Kombination direkt Aufträge planen und steuern. „So gewährleistet etwa das Webportal deutlich kürzere Reaktionszeiten durch eine effiziente Erfassung und Zuweisung von Aufträgen sowie eine schnelle Kommunikation mit allen Mitarbeitern“, hieß es bei Volkswagen zum Start der neuen App im letzten Herbst. Und die ursprünglichen Funktionen wie Tankstellenfinder finden sich selbstverständlich ebenfalls in der App.

Allerdings lassen sich die Braunschweiger diese Dienstleistung bezahlen – und im Gegensatz zu den kostenlosen Apps der Wettbewerber müssen sich die Nutzer registrieren, um den vollen Umfang ausschöpfen zu können. 9,99 Euro pro Jahr und iPhone kostet dieser „Connected Service“.

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