Schulterschluss für eine bestmögliche Premierenveranstaltung (v. li. n. re): Olaf Bölts (arr24), Detlef Peltzer (LPS), Detlef Steves, Marius Klosa (GKK) und Andreas Stüve (Staatsanwaltschaft Düsseldorf)
Nicht nur Theorie stand bei „Fuhrpark Live“ im Vordergrund, sondern das „Live“ heißt auch Vorführen

Schäden ade

Jeder wird es kennen: Eine kurze Unachtsamkeit und schon ist eine Delle am Fahrzeug produziert. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern führt auch zur Minderung des Fahrzeugwerts. Welche Möglichkeiten Smart Repair zur Schadenbehebung bietet und wie man dadurch auch noch Kosten sparen kann, wurde auf dem ersten „Fuhrpark Live“-Event in Düsseldorf nicht nur erläutert, sondern auch in der Praxis gezeigt. Auch Flottenmanagement war vor Ort und hat sich einen Eindruck von der neuen Veranstaltung verschafft.

Schon heute greift eine Vielzahl von Unternehmen bei der Finanzierung ihrer Fahrzeugflotte auf Leasingprodukte zurück. Dadurch lassen sich Kosten nicht nur auf lange Sicht besser planen, sondern in den meisten Fällen können darüber auch weitere Services, wie beispielsweise Wartung und Verschleiß, Reifen, Tankkosten oder Rundfunkgebühren, abgerechnet werden. Damit ist Leasing auf den ersten Blick natürlich eine große Erleichterung für den Flottenverantwortlichen, da er unter Umständen alle Betriebskosten der Fahrzeuge über eine Schnittstelle abrechnen kann. Oftmals wird dabei aber nicht bedacht, dass ein großer Kostenfaktor am Ende der Leasinglaufzeit noch ansteht – die Gegenrechnung zum kalkulierten Restwert des Fahrzeugs. Denn sollte das Fahrzeug bei der Rückgabe weniger wert sein als der kalkulierte Restwert, muss der Leasingnehmer die Differenz aufzahlen. Genau in diesem Spannungsfeld bewegte sich die Thematik der Premieren-Veranstaltung „Fuhrpark Live“. Die Veranstalter, der Schadendienstleister arr24 und die LPS Firmengruppe, begleitet von der GKK Gutachten, hatten es sich zur Aufgabe gemacht, den rund 30 Fuhrparkleitern, Geschäftsführern und Entscheidungsträgern neue Wege aufzuzeigen, wie sich der Rückgabeprozess darstellen kann und wie man Schadenstückkosten reduzieren kann.

Nach einer kurzen Einführung zu den Programmpunkten der Veranstaltung informierte Andreas Stüve, Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, über die Unterschiede zwischen Fahrlässigkeit und Vorsatz. Hierbei ging er auch darauf ein, inwieweit Aufgaben delegiert werden können und was es dabei zu beachten gilt: So ist es beispielsweise dem Geschäftsführer möglich, Aufgaben an einen Bereichsleiter, zum Beispiel den Fuhrparkleiter, zu übertragen, wenn er dabei seine Organisationspflicht wahrt. Seine Organisationspflicht besteht darin, betriebliche Abläufe so festzulegen, dass für seine Beschäftigten keine Gefährdungen entstehen. Auch dem Bereichsleiter ist es möglich, zu delegieren, jedoch muss er hier neben der Organisationspflicht auch der Auswahlpflicht, Instruktionspflicht und Überwachungspflicht nachkommen. Schlussendlich kann ein Übertragen von Aufgaben bis zum Mitarbeiter vor Ort, der verantwortlich für seine Handlung ist, unter der Voraussetzung erfolgen, dass der Vorgesetzte alle Kriterien bei der Auswahlpflicht, Aufgabenverteilung, Instruktionspflicht und Überwachungspflicht beachtet.

Im Hauptteil der Veranstaltung erläuterten Detlef Peltzer (Geschäftsführer der LPS Firmengruppe), Olaf Bölts (geschäftsführender Gesellschafter der arr24 Kfz-Schadenmanagement GmbH) und Marius Klosa (Leiter IT & Vertrieb sowie Mitglied der Geschäftsleitung bei der GKK Gutachten GmbH) das Zusammenspiel von Schadenmanagement, professioneller Fahrzeugaufbereitung und Gutachten. Denn wie zuvor angesprochen, können durch nicht ordnungsgemäß instand gesetzte Schäden bei der Fahrzeugrückgabe hohe Nachforderungen seitens der Leasinggesellschaften entstehen. Daher wird dazu geraten, vor der eigentlichen Rückgabe an den Leasinggeber einen sogenannten „Return-Check“ bei einem Gutachter, wie der GKK, durchzuführen und wenn möglich das Fahrzeug über Smart Repair instand zu setzen. Dadurch ließen sich Schadenstückkosten reduzieren, ohne den Restwert durch eine unsachgemäße Instandsetzung zu beeinträchtigen. Einen Nachweis, dass das Fahrzeug ordnungsgemäß instand gesetzt wurde, kann in einer Nachprüfung durch die GKK eingeholt werden. Welche Einsparungen sich dadurch erzielen lassen, erklärte Olaf Bölts: So könne man über die Instandsetzung mittels Smart Repair in einem Pkw-Fuhrpark mit 350 Fahrzeugen mehrere zehntausend Euro einsparen. Als Schadenmanager steuert die arr24 gezielt in ein auditiertes Fachwerkstättennetzwerk, zu dem auch die LPS Firmengruppe mit ihren mehr als 500 Unternehmen aus den Bereichen Lack- und Dellenreparatur, Spot- sowie Smart Repair zählt, ein, um eine spürbare Reduzierung der Schadenstückkosten zu erreichen.

Damit sich die rund 30 Fuhrparkverantwortlichen auch vorstellen konnten, wie eine solche Smart Repair erfolgt, zeigten die Spezialisten der LPS Firmengruppe vor Ort an zwei typischen Schäden, wie sich zum einen Schäden auf Ledersitzen und zum anderen Dellen kostengünstiger entfernen lassen. Dabei wurde aber auch darauf eingegangen, welche Grenzen Smart beziehungsweise Spot-Repair hat. Als besonderes Highlight zeigte der aus den Vox-Sendungen „Ab ins Beet!“, „Grill den Henssler“ und „Hot oder Schrott – Die Allestester“ bekannte Detlef Steves in seiner unverkennbaren Art, wie eine solche Fahrzeugrückführung im echten Leben verlaufen kann. Das Feedback der Fuhrparkverantwortlichen zeigte, dass die Mischung aus Theorie und Praxis insbesondere im Kontext von Fahrzeugschäden sehr gut ankam. Wir können also gespannt auf eine Fortführung von „Fuhrpark Live“ sein.


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