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"Flotte! Der Branchentreff" 2019
Das tiefe Blau steht dem Kuga gut zu Gesicht
Ein Platzproblem hat der Kuga mitnichten
Der Kuga-Innenraum wirkt inzwischen aufgeräumt und gut verarbeitet
Der Kuga bietet eine Fülle an Assistenten – darunter natürlich auch die Einparkautomatik
Der Laderaum des Kuga ist ordentlich dimensioniert und fasst mehr als 1.600 Liter
Mit dem neuen Kühlergrill sieht der Kuga richtig chic aus
Eine unverkennbare Sicke verleiht dem SUV Prägnanz
Ford Kuga 2.0 TDCi

Einmal runderneuert

Mit einem moderaten Facelift hält Ford seine Multifunktionswaffe Kuga fit. Flottenmanagement hat das unauffällige und überaus praktische SUV getestet, das der Hersteller außerdem wohlfeil anbietet.

Ford, die tun ’was – darauf verlassen sich die Kunden, wenn sie den bekannten Werbespruch hören. Ford hat etwas getan, das wird offensichtlich, wenn man sich den modifizierten Kuga anschaut, der bereits seit dem Jahr 2012 als zweite Generation beim Händler steht. Mit neuer, schicker Front und optisch angefassten Rückleuchten zeigt der Kölner, dass die Zeit nicht stehengeblieben ist. So entspricht die ausdrucksstarke Gestaltung des Kühlergrills jetzt exakt jener der übrigen Modelle: modern, aber andererseits nicht zu extrovertiert. Außerdem ist die Facelift- Ausgabe am prägnanten Layout der Tagfahrlichter zu erkennen. Auch innen ist der aktuelle Jahrgang zu identifizieren, nämlich an der moderat umgestalteten Knöpfchen-Landschaft – doch dazu später mehr. Aus dem renovierten Motorenprogramm hat sich Flottenmanagement für einen guten Kompromiss aus Ökologie, Ökonomie sowie einer brauchbaren Leistung entschieden. Denn 150 PS sollte man in diesem Segment schon unter der Haube haben, und genau die bietet der überarbeitete Zweiliter-Diesel.

Beginnen wir also mit dem Selbstzünder, der auf Knopfdruck erwacht und sich fortan als Leisetreter entpuppt. Wir haben in diesem Fall der Version mit manueller Sechsgang-Schaltung den Vorzug gegeben, weil viele Kunden den händischen Wechsel der Übersetzungen noch immer schätzen. Ohne nennenswerte Anfahrschwäche setzt sich der Ford in Bewegung und beschleunigt nachdrücklicher, als die Papierwerte vermuten lassen. Das Werk gibt dem 150 PS-Kuga 10,1 Sekunden bis 100 km/h – aber in der Praxis wirkt der hier als Fronttriebler angetretene 1,6-Tonner in jeder Lebenslage quirlig. Vorausgesetzt, man hält ihn drehzahlmäßig immer zwischen 2.000 und 2.500 Umdrehungen, was aber kein Kunststück ist. Dann nämlich stehen satte 370 Nm zur Verfügung – sanfte Gewalt also, um den Alleskönner voranzutreiben. Eine ausgewogene Getriebeabstimmung arbeitet dem Vierzylinder zu – in den unteren Gängen fällt die Übersetzung hinreichend kurz aus, um hurtig beschleunigen zu können, während der sechste Gang das SUV mit niedriger Drehzahl dahinplätschern lässt.

Doch es kann auch fahraktiv. Ford, bekannt für ausgesprochen dynamische Fahrwerke, wäre nicht Ford, wenn der modifizierte Kuga keinen Spaß auf der Landstraße bereiten würde. Er lenkt willig ein, folgt der Richtungsvorgabe präzise, bis er durch sanftes Untersteuern zeigt, wann das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Am Ende aber prägt der Komforteindruck das Bild des SUV. So gleitet der Fünfsitzer geschmeidig selbst über hartnäckige Bodenwellen, um die Passagiere möglichst wenig mit dem Straßenzustand zu behelligen. Schön auch, wie der Kölner zügige Abschnitte auf der Autobahn bestreitet. Demnach durchläuft er langgezogene Kurven sicher, während er bei schneller Runde auf der Geraden stoisch seine Richtung beibehält. Dabei hilft die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung mit elektromechanischer Unterstützung: In der Stadt arbeitet sie leichtgängig und hilft beim Rangieren, während bei hohen Tempi stets ein wohldosiertes Maß an Fahrbahnkontakt vermittelt wird.

Entscheidend ist natürlich der Wohlfühlfaktor des Fahrers und freilich auch jener der restlichen Passagiere. Ein Blick in die Preisliste offenbart zum Beispiel, dass der Kuga serienmäßig Sportsitze beinhaltet. Sportsitze für ein SUV? Na ja, aber komfortabel sind die kompakt anmutenden Sessel schon, und den Seitenhalt, den ein Fahrzeug in diesem Segment so braucht, können die gar nicht mal so stark ausgeprägten Sessel natürlich ebenfalls aufbringen. Vorzeitige Ermüdung ist auf den angenehm straffen Stühlen jedenfalls kein Thema. Und mangelndes Platzangebot beim Kuga generell auch nicht. Viel Beinfreiheit und – beim SUV traditionell – hinreichend Kopffreiheit im Fond sind weitere Merkmale des jüngst aufgefrischten Ford. Ein Hauch von Luxus zieht in den Kuga übrigens ein, wenn man netto 1.239 Euro für den zehnfach elektrisch verstellbaren Fahrersitz ausgibt. In diesem Fall präsentieren sich die Sitzgelegenheiten nicht nur beledert, sondern bieten auch noch Tabletts an den Sitzlehnen – praktisch für die Mitreisenden der zweiten Reihe.

Ach ja, beim Enter- und Infotainment hat der Hersteller im Zuge des Kuga- Facelifts ebenfalls draufgesattelt. Android Auto oder Apple CarPlay gehören inzwischen zur Selbstverständlichkeit genauso wie der große, berührungsempfindliche Bildschirm in der Mittelkonsole. Das Navigationssystem lässt sich jetzt intuitiver bedienen und rechnet richtig schnell. Die Verarbeitung der Materialien stimmt, und das nach wie vor reichhaltige Angebot an Knöpfchen dürfte vor allem die Technik-Fans erfreuen. Ein guter Teil der Kommandozentrale wurde im Rahmen der Überarbeitung von der Mittelkonsole entfernt und auf das Lenkrad verlagert. Um die Tastenflut einzudämmen, lässt sich inzwischen so Manches über den ausgezeichnet funktionierenden Touchscreen bedienen. Alltägliche Dinge wie beispielsweise die Klimasteuerung behalten jedoch ihr eigenes Schalterpaneel und müssen nicht erst umständlich im Menü aufgesucht werden. Hier haben die Verantwortlichen einen ordentlichen Kompromiss gefunden.

Für die 150 PS starke Dieselversion mit Frontantrieb ruft Ford erschwingliche 24.369 Euro netto auf. Flottenmanagement hat sich in diesem Fall gegen den Allradler entschieden, weil viele Kunden auch mit einer angetriebenen Achse auskommen und dafür den ökonomischen Vorteil ausnutzen – schließlich kann der Fronttriebler einen Verbrauchsvorteil verbuchen. Als „Trend“ bietet der Kuga neben einer großzügig bemessenen Sicherheitsausstattung und Klimaanlage auch schlüsselfreies Starten per Tastendruck sowie einen Tempomat frei Haus. Das umfangreiche Navigationssystem kostet 841 Euro netto – wem die Bluetooth-Freisprechanlage alleine bereits reicht, muss zusätzlich netto 336 Euro berappen. Eine attraktive Sache ist das 1.092 Euro netto teure Technologie-Paket – es bietet ein autonomes Bremssystem, einen Spurhalte-Assistenten, den Totwinkel-Warner sowie Verkehrszeichen- Erkennung. Gegen moderate 218 Euro netto liefert Ford ein schlüsselloses Schließsystem, und adaptive Xenonscheinwerfer schlagen mit 1.142 Euro netto zu Buche.

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