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"Flotte! Der Branchentreff" 2020
Die günstigsten Gesamtkosten im Vergleich und ein überdurchschnittlicher Restwert sprechen auch bei Volvo für die Dieselvariante
Das Beste aus zwei Welten? Der Audi Q7 kommt als einziger mit einem Diesel-Plug-in-Hybrid daher
Selbst den Range Rover Sport könnte man an der Steckdose laden, rein elektrisch sind dann 51 Kilometer möglich
Benzin, Diesel oder doch ein Plug-in-Hybrid? Die SUV-Variante aus Stuttgart lässt alle Optionen offen

Für immer Diesel?

Sport Utility Vehicles (SUVs) sind gerade sehr beliebt, auch im Fuhrpark. Erst im Juni erfuhren die Neuzulassungen der SUVs im Vergleich den höchsten Zuwachs in Höhe von 42 Prozent und bildeten mit 18,9 Prozent den zweitstärksten Anteil in der Segmentbetrachtung, heißt es in der Halbjahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Und wenn sich jemand für einen SUV entscheidet, so sind es laut einer Studie des Vergleichsportals Check24, welche im Mai veröffentlicht wurde, meist Dieselfahrzeuge. Rund 57 Prozent machen die Dieselfahrer aus, wohingegen immerhin 41 Prozent mit einem Benzinmotor unterwegs sind, aber nur zwei Prozent mit einer alternativen Antriebsart. Warum der Diesel bei den SUVs oft die erste Wahl ist, zeigt der Vergleich der Total Cost of Ownership (TCO) in Kooperation mit Schwacke bei einer Auswahl von Fullsize-SUVs nach europäischem Maßstab.

Warum gerade Fullsize-SUVs? Besonders in Fuhrparks scheint es einen regelrechten Trend zu den vermeintlichen Geländefahrzeugen zu geben. Speziell kleinere Varianten werden gelobt, wie wandelbar sie sind. Dabei werden große oder sogenannte Fullsize-SUVs (nach europäischem Maßstab) oft unterschätzt und außen vor gelassen. Ein Grund mehr, eine Auswahl von den gern genannten großen „Geländelimousinen“ im Vollkostenvergleich etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Zur Methodik: Gemeinsam mit Schwacke wurde eine Auswahl von fünf großen SUVs getroffen, welche auf Basis einer dreijährigen Haltedauer und einer jährlichen Fahrleistung von 30.000 Kilometern untersucht wurden. Der Vergleich bezieht sich auf die Fahrzeuge Audi Q7 (Diesel und Hybrid) sowie auf die Benzin-, Diesel- und Hybridvarianten von BMW X5, Land Rover Range Rover Sport, Mercedes-Benz GLE und Volvo XC90. Betrachtet werden dabei die technischen Daten, die Anschaffungskosten und die Betriebskosten, woraus sich schließlich die Gesamtkosten ergeben. Als Grundlage für den Vollkostenvergleich dienen die Daten des Schwacke-Online-Tools Fleet Cost Expert. Es berechnet nicht nur die Vollkosten einer Flotte, sondern dient ebenso als Hilfestellung bei einer Neuanschaffung und ist somit gut für einen Fuhrparkleiter geeignet. Der Datenstand bezieht sich auf den Monat Juli 2018. Da die Hybridvarianten gegenüber den herkömmlich angetriebenen Modellen oft bereits über mehr Ausstattungsdetails verfügen, wurde für die bessere Vergleichbarkeit eine Ausstattungsbereinigung durchgeführt, um dies zu kompensieren (flottenspezifische Ausstattungen im Kästchen). Rabatte wurden bei den Berechnungen aller Kosten nicht berücksichtigt.

Auffällig ist gleich zu Anfang, dass sich allein aufgrund der Gesamtkosten bei jedem Hersteller der Diesel als die beste Wahl herauskristallisiert, lediglich beim BMW ist der Abstand zwischen der Hybrid- und Dieselvariante so gering, dass der stärker motorisierte X5 xDrive40e zumindest eine Überlegung wert ist. Beim Plug-in-Hybrid aus München ist auch der Restwert in dieser Variante besser, während bei den anderen Herstellern der Restwert für den Diesel spricht. Trotz des guten Restwertes ist die Hybridversion auch nach der Ausstattungsbereinigung immer die teuerste Variante in puncto Anschaffung; mindestens 4.500 Euro gegenüber den herkömmlich angetriebenen Modellen sollte man hier einkalkulieren. Die Mehrkosten im Nettogesamtpreis lassen sich auch nicht über die Laufzeit amortisieren – einzig der BMW X5 mit Benzinmotor hat höhere Gesamtkosten nach 36 Monaten und 90.000 Kilometern.

Vergleicht man die unterschiedlichen Fullsize- SUVs der Hersteller miteinander, kristallisiert sich der Volvo XC90 als die günstigste Variante heraus. In der Version D5 AWD mit 235 PS erzielt er mit einem Restwert von 56,3 Prozent nicht nur ein überdurchschnittliches Ergebnis in puncto Werterhalt, sondern kann auch mit den geringsten Versicherungskosten überzeugen. So viel zu dem Spitzenreiter.

Auf Platz zwei mit Blick auf die Gesamtkosten landet der Audi Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 73.426,49 Euro. Er verspricht das, was man sich im Fuhrpark von einem großen SUV erhoffen – eine Menge Platz in Form eines Ladevolumens von 2.075 Litern. Hinzu kommt ein Kraftstoffverbrauch von 5,9 Litern pro 100 Kilometer, was ihn zu einem sparsamen Gefährten macht. Mit einem Restwert von 56,6 Prozent schlägt der Ingolstädter den zuvor genannten Volvo XC90 D5 AWD auch mit 0,3 Prozentpunkten, was ihm dann die Spitzenposition im Werterhalt verschafft. Spielen lange Strecken im Alltag keine Rolle und ist auch eine entsprechende Ladeinfrastruktur vorhanden, lohnt sich auch ein Blick auf den Diesel- Hybrid Q7 e-tron 3.0 TDI, der insbesondere für Pendler eine Alternative sein könnte.

Beim zweiten bayrischen Hersteller stehen wieder drei Antriebsvarianten zur Auswahl: Benzin, Diesel und Benzin-Plug-in-Hybrid. Mit Gesamtkosten in Höhe von 77.051,87 Euro ist die Dieselvariante nur etwas mehr als 1.000 Euro günstiger als der BMW X5 xDrive40e, bestehend aus einem Benzin- und Elektromotor. Dieser kostet 78.284,32 Euro und ist aus diesem Grund auch der einzige Hybrid, der sich neben seinem Dieselbruder beweisen kann. Der Restwert mit 54 Prozent ist um rund drei Prozent höher als beim Diesel mit 51,5 Prozent. Doch mit geringeren Service- und Verschleißkosten als auch durch die geringen steuerlichen Belastungen wird der Benzin-Hybrid wider Erwarten zur attraktiven und relativ günstigen Alternative.

Anders ist es bei Mercedes-Benz. Hier steht ebenfalls der Diesel besser da als seine Modellbrüder, die als Benziner oder als Benzin-Hybrid unterwegs sind. Der Mercedes-Benz GLE 350 d 4MATIC überzeugt nicht nur durch sein immenses Ladevolumen von 2.010 Litern, sondern auch durch Versicherungskosten in Höhe von 4.832,49 Euro, was circa 1.000 Euro weniger sind als bei dem gleichnamigen Benziner und Hybrid. Der einzige Wert, welcher ihn in ein schlechteres Licht rückt, sind die Gesamtkosten für Verschleiß in Höhe von 2.250,60 Euro.

Obwohl er schon fast als Geländewagen durchgeht, ist der Land Rover Range Rover Sport auch hinsichtlich seiner Ladedaten voll alltagstauglich: Zum einen bleibt das Ladevolumen mit 1.686 Litern über alle drei Varianten gleich und zum anderen erweist sich der Brite in Bezug auf die Zuladung als das Maß der Dinge; allein der Benzin-Hybrid P400e Hybrid muss sich mit 729 Kilogramm dem BMW X5 xDrive40e mit 750 Kilogramm geschlagen geben. Mit Gesamtkosten in Höhe von 75.028,80 Euro ist auch hier die Dieselvariante günstiger als die beiden anderen Antriebe. Stellt man die drei Varianten des Land Rover den anderen Herstellern gegenüber, punkten diese auch bei den Gesamtkosten für den Service, die sich aus den Kosten für Teile und Arbeitslöhne zusammensetzen.

Fazit
Was macht einen Fullsize-SUV in einem Fuhrpark erstrebenswert? Ist es ganz klassisch die Größe oder das Ladevolumen? Die Anzahl an Pferdestärken, der Preis, die Betriebskosten oder doch die Nachhaltigkeit? In diesem Vollkostenvergleich kann man zumindest schon einmal sagen, dass sich ohne weiteren Nachhaltigkeitsgedanken auf jeden Fall die Dieselfahrzeuge lohnen, insbesondere aufgrund des Platzes, der Restwerte und der Betriebskosten; weniger wegen des CO2-Ausstoßes, des Verbrauchs oder der Motorleistung. Steht der Umweltgedanke weit oben, so empfiehlt sich fast nur der Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro. Oder wird es für immer der Diesel sein? Zumal sich bei höheren Laufleistungen der Kostenvorteil zugunsten des Diesels weiter vergrößert. Oder lohnt es sich womöglich, ein paar Tausend Euro mehr für ein Hybrid-Fahrzeug auszugeben, auch wenn sich die Gesamtkosten dadurch nicht senken lassen? Welche Werte letztlich wirklich wichtig im Fuhrpark sind, muss jedes Unternehmen für sich entscheiden. Weitere Infos über Fleet Cost Expert gibt es bei FleetCostExpert@schwacke.de.

 

 

Flottenspezifische Ausstattung:

• 360-Grad-Kamera und Parksensoren
• adaptiver LED-Scheinwerfer
• Allradantrieb und Automatikgetriebe
• Anhängerkupplung
• Assistenzsysteme (mind. Adaptive Cruise Control u. Lane Keeping Assist)
• elektrische Komfortsitze mit Leder
• Keyless-Go-System
• Luftfederung
• Navigation, Sound und Connectivity (Navigation, Head-up-Display, Freisprechanlage, Soundsystem (mittlere Stufe))
• Privacy Glass

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