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"Flotte! Der Branchentreff" 2020
Stefan Kampa neben dem neuen Mazda-CX-5
Mazda2
Mazda3
CX-3
Mazda6 Kombi
Innenraum des Mazda6 Kombi
MX5 RF
Stefan Kampa: „Hinter SKYACTIV-X verbirgt sich ein selbstzündender Benzinmotor, der das Beste aus der Benziner- und Dieselwelt verbindet und damit umweltfreundlicher ist, ohne in neue Infrastruktur investieren zu müssen“
Beste Laune: Stefan Kampa (Mazda) im Gespräch mit Bernd Franke und Ramona Kubal (beide Flottenmanagement)
MAZDA PKW FLOTTENGESCHÄFT 2017/2018

Einen Riesenschritt nach vorn

 Interview mit Stefan Kampa, Leiter des Bereichs Flotten bei der Mazda Motors (Deutschland) GmbH, in Leverkusen

Flottenmanagement: Sie sind bereits seit über zehn Jahren bei Mazda beschäftigt. Seit zwei Jahren sind Sie als Leiter im Bereich Flotten tätig. Welche Ziele hatten Sie sich bei Ihrem Einstieg als Flottenleiter gesetzt und welche Aspekte konnten Sie bisher umsetzen?

Stefan Kampa: Zu Beginn hatte ich mir mit meinem Team vor allem das Ziel gesetzt, unseren Handel und die Händlerschaft für den Flottenkunden weiter zu qualifizieren. So haben wir in den letzten zwei Jahren 30 bis 40 Standorte fit gemacht, um eine gute Basis für alle Belange der Kunden vor Ort zu schaffen. Auch in der Flottenkommunikation wollten wir stärker werden, damit wir wirklich alle Zielgruppen erreichen. Dazu haben wir eine komplette Flottenkommunikationsstrategie erarbeitet, die auch digital unterwegs ist, und wir sind zuversichtlich, dass dies Früchte tragen wird. Kern der Strategie ist eine Zielgruppenanalyse zum Internetverhalten, woraus in der Folge branchenspezifische Angebote erstellt wurden. Da wir zusätzlich das Thema Mobilität weiter vorantreiben wollten, haben wir zum 1. Januar 2018 ein neues Mazda-Mobil-Programm gelauncht und letztes Jahr im September einen Carsharing-Piloten an zwei Standorten in Köln gestartet. Diese befinden sich in den Medienparks NRW und im EuroNova arthotel. Basierend darauf möchten wir demnächst auch beim Thema Carsharing-Mobilität noch größere Schritte machen.

Flottenmanagement: Mazda verzeichnete im letzten Geschäftsjahr einen Verkaufsrekord von 1,631 Millionen Einheiten weltweit, das ist ein Zuwachs von fünf Prozent. Im Vergleich sieht es in Deutschland sogar noch besser aus. Welche Rolle spielt dabei das Flottengeschäft in Deutschland?

Stefan Kampa: Wir haben über die letzten vier bis fünf Jahre unser Volumen um über 50 Prozent gesteigert und dabei das letzte Jahr mit knapp 68.000 Einheiten abgeschlossen, was wirklich ein solides Ergebnis mit zwei Prozent Marktanteil ist. Auch im Flottenbereich ist die Entwicklung wirklich positiv: Rund 20 Prozent der Zulassungen kommen aus dem Flottenbereich ohne Vermieter. Zudem konnten wir in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ein Wachstum von 18 Prozent generieren. Daher ist und bleibt das Thema Flotte bei Mazda wichtig und wird mit Sicherheit in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

Flottenmanagement: Auf dem Genfer Autosalon Anfang des Jahres wurde das Facelift des Mazda6 Kombi vorgestellt. Eleganter, sportlicher und ideal als Dienstwagen. Welche Modelle eignen sich bei Ihnen besonders als Dienstwagen? Und sind die Vans verschwunden?

Stefan Kampa: Es gibt schon Fokusmodelle bei Mazda, die bereits im Flottenbereich etabliert sind. Ich glaube, mit dem Facelift des Mazda6, der im August in den Handel kommt, haben wir mit der Aufwertung des Innenraums die Karten noch einmal neu gemischt und greifen ab jetzt richtig an. Zudem partizipiert Mazda stark am SUV-Trend: So macht der CX-5 fast 50 Prozent der Flottenverkäufe aus. Das heißt, wir konnten gerade mit dem neuen Modell die Verkäufe deutlich steigern und erzielten damit acht Prozent Segmentanteil, bei den kleinen Flotten sogar zwölf Prozent. Es ist für uns auch schön zu sehen, dass kleine SUV wie ein CX-3 viel Anklang finden und auch für den Fuhrpark immer interessanter werden. Wir denken, dass wir mit den SUVs unsere Kunden, also kleine und mittlere Fuhrparks, gut bedienen können, was auch die Nachfrage bei CX-3 und CX-5 bestätigt.

Flottenmanagement: Jedes Jahr kommen viele neue Modelle auf den Markt, auch von deutschen Premiumherstellern. Wie behaupten Sie sich neben dieser Konkurrenz?

Stefan Kampa: Ich denke, hier ist das Thema Design ganz wichtig: Wir haben mit dem KODO Design einen Riesenschritt nach vorn gemacht und haben uns mittlerweile am Markt entsprechend positioniert. Auch in puncto Technologie heben wir uns ab. Mit SKYACTIV haben wir bereits 2012 für unsere Benziner und Dieselmotoren eine Technologie eingeführt, die durch eine besonders saubere Verbrennung schon die Euro-6-Norm frühzeitig erfüllte und auch jetzt bei der Zertifizierung nach der neuen Abgasnorm Euro 6d-TEMP inklusive des anspruchsvollen RDETests auf der Straße ihre Vorteile ausspielt. Und darauf kommt es ja auch im Moment an. Hier können wir uns von Mitbewerbern differenzieren und besser sein.

Flottenmanagement: Durch die Diskussionen rund um den Diesel werden die Fragen nach alternativen Antrieben immer lauter. Mazda hält, wie eben erwähnt, weiter am Diesel und am Benziner fest. Sind diese Antriebe für Mazda die beste Alternative für die Umwelt? Oder ist noch mit anderen Antriebsarten bei Ihnen zu rechnen?

Stefan Kampa: Wie bereits erwähnt, ist die Basis die SKYACTIV-Technologie. Alle Fahrzeuge und Modelle, die jetzt bestellbar sind, erfüllen die Norm Euro 6d-TEMP und sind sauber unterwegs, was für unsere Kunden einfach enorm wichtig ist. Gleichzeitig glauben wir auch für die nächsten Jahre und Jahrzehnte an den Fortbestand der Verbrennungsmotoren. So haben wir mit der neuen Motorentechnologie SKYACTIV-X einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht. Hinter SKYACTIV-X verbirgt sich ein selbstzündender Benzinmotor, der das Beste aus der Benziner- und Dieselwelt verbindet und damit umweltfreundlicher ist, ohne in neue Infrastruktur investieren zu müssen. Mit dem neuen Mazda3, der Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommt, führen wir diese neue Technologie ein. Trotzdem verschließen wir uns nicht vor der Elektromobilität. Denn Ende nächsten Jahres wird es auch in diesem Bereich Neuigkeiten bei uns geben.

Flottenmanagement: Mit Mazda Care Plus haben Sie erst kürzlich ein neues Wartungspaket in Ihr Angebot aufgenommen. Mit welchen Servicekonditionen können Fuhrparkentscheider noch bei Ihnen rechnen?

Stefan Kampa: Wir haben zum 1. April 2018 Mazda Care Plus eingeführt. Mazda Care sind Wartungs- und Verschleißpakete, die unser Full-Service-Leasingangebot sehr sinnvoll ergänzen. Zugleich sind diese Wartungspakete aber nicht auf ein Finanzierungsmodell beschränkt, sondern werden durchgängig unabhängig von der Zahlungsart angeboten. Parallel gibt es natürlich weiterhin Full-Service-Leasingangebote mit Tankkarten, Banken- oder GEZ-Service. Künftig sollen sogar Mobilitätsbausteine hinzukommen, wie Ersatz- oder Zwischenmobilität, die über eine monatliche Rate im Full-Service- Leasingpaket inbegriffen sind. Denn es geht uns darum, den Kunden in jeder Situation mobil zu halten, und dazu gehört es auch, dass er mal ein alternatives Fahrzeug wählen kann.

Flottenmanagement: Mobil zu sein, heißt heute nicht mehr nur mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs zu sein, sondern sich eventuell Fahrzeuge zu teilen oder flexibel darauf zugreifen zu können. Welches Verständnis von Mobilität haben Sie? Und würden Sie sich als Mobilitätsdienstleister bezeichnen?

Stefan Kampa: Am Ende des Tages möchte ich in jeder Situation mobil sein. Bei uns heißt das zunächst, mit einem Fahrzeug mobil zu sein, das ist unser Kerngeschäft. Man könnte dies auf intermodale Mobilität mit der Bahn, mit Bikesharing und so weiter ausbauen. Doch für uns als Fahrzeughersteller steht zunächst der Ausbau des Themas Carsharing im Fokus: Wir sind mit zwei Pilotprojekten in Köln gestartet, welche wir demnächst in Form eines bundesweiten Carsharing- Angebots in die Fläche tragen wollen. Mit unserem Partner, der Choice GmbH, werden wir an 300 bis 400 Standorten in Deutschland vertreten sein. Wir werden in Großstädten zu finden sein, aber auch in weniger urbanen Gegenden, wo Carsharing bisher noch kein Thema war und wir vielleicht der erste Marktteilnehmer sein werden. Unerlässlich ist dabei die Verzahnung mit unserem Handel, damit wir vor Ort nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Kunden betreuen können. Gleichzeitig wird es eine Mazda Carsharing-App geben mit eigenem Tarifmodell. Diese werden wir dann zusätzlich mit anderen Dienstleistern und Produkten verbinden, die wir anbieten. So wird ein Kunde, der vielleicht einen Mazda6 fährt, die Chance haben, auch einmal im Jahr einen CX-5 durch das Carsharing-Angebot kostenlos zu nutzen. Die komplette Fahrzeugpalette wird im Zuge dessen angeboten, vom Mazda2 und 3 bis hin zum Mazda6 Kombi, zum CX-3, zum CX-5 und sogar der MX-5 RF wird in relevanten Stückzahlen vorhanden sein. So wird für ein ganz neues Carsharing-Erlebnis gesorgt. Es gibt viele Ideen, welche wir weiterentwickeln möchten. Genau dafür wurde extra ein neues Team gegründet, welches sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt.

Flottenmanagement: Wird es auch ein sogenanntes Abo-Angebot für die Kunden geben, wie beispielsweise Kurzzeit- und Langzeitmiete oder flexibles Leasing? Ist Mazda in solche Projekte involviert oder ist Ähnliches bei Mazda geplant?

Stefan Kampa: An einem konkreten Abo-Angebot sind wir nicht dran. Ich hatte es eben nur angedeutet. Wir arbeiten an einem Konzept, welches das Carsharing-Konzept mit dem Full-Service- Leasing verschmelzen lässt. Diese Kombination ähnelt einem Abo-Angebot. Der Kunde hätte dann ein Mobilitätsguthaben oder Mobilitätsbausteine in seiner Leasingrate mit drin und könnte X Tage im Jahr mal ein anderes Modell fahren. Wenn wir das Thema Carsharing jetzt nur in drei bis vier Städten hätten, dann wär dies schwierig, aber so kann man es wirklich in der Breite anbieten und sagen, dass bundesweit ein Angebot besteht. Momentan schauen wir, wie wir beide Elemente, also Carsharing und Full-Service-Leasing, verknüpfen können, sodass es in einer Leasingrate abgedeckt werden kann. Das Ergebnis wird vermutlich noch ein paar Monate auf sich warten lassen.

Flottenmanagement: Kooperationen, wie mit den SOS-Kinderdörfern, nutzen Sie auch, um Jugendliche an das sichere Fahren heranzuführen und zur Unfallprävention beizutragen. Wie wichtig ist Ihnen das Thema Sicherheit bei Ihren Fahrzeugen?

Stefan Kampa: Soziales Engagement ist für uns ein wichtiges Thema. Aus diesem Grund werden auch Mitarbeiter von Mazda in Projekte der SOS-Kinderdörfer mit integriert. Und das Thema Sicherheit im Straßenverkehr ist da natürlich naheliegend: Uns ist es wichtig, dass wir Sicherheitstechnologien vor allen Dingen in der Breite verfügbar machen, das heißt, dass das Abstandsradar und die Fußgängererkennung nicht nur in der Spitzenversion verfügbar sind, sondern wirklich in der Breite. Ähnliches gilt für unseren Connected-Car-Service MZD Connect, der auch in kleinen Modellen wie dem Mazda2 zu finden ist.

Flottenmanagement: In zwei Jahren feiert Mazda 100-jähriges Bestehen. Dürfen sich Flottenkunden zu diesem besonderen Anlass auf spezielle Angebote freuen?

Stefan Kampa: 100 Jahre sind auf jeden Fall ein Grund zum Feiern und natürlich werden wir auch anlässlich des Jubiläums besondere Angebote haben. Wir haben in den nächsten zwei Jahren bereits zwei wichtige Meilensteine vor uns: Der neue Mazda3, das erste Fahrzeug der nächsten Generation mit neuer Fahrzeugtechnologie, und schließlich Ende 2019 ein Elektrofahrzeug, welches es aber auch mit einem Range-Extender- Wankelmotor geben wird. Dies wird eine interessante Alternative zu den Angeboten anderer Hersteller.

 

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