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Der P200 verfügt über hinreichend Power
Der E-Pace wirkt optisch kompakt und knackig
In das hintere Abteil passt ganz schön was rein
Der E-Pace hat etwas Futuristisches
Viel Infotainment kennzeichnet den Innenraum
Trotz kompakter Abmessungen ist das jüngste Jaguar- SUV geräumig
Schnelle Reaktionen und intuitive Bedienung gibt es mit dem großen Touchscreen
Ein markanter Maschendraht-Grill betont die sportive Ausrichtung
Jaguar E-Pace P200 AWD

Legende der Zukunft

Der E-Type hat bei Jaguar Legenden-Status erreicht, der E-Pace ist ebenfalls außergewöhnlich: Er hat das richtige Konzept zur richtigen Zeit, um der britischen Traditionsmarke Absatzrekorde zu bescheren. Flottenmanagement war mit dem 200 PS starken Benziner unterwegs.

Radikal ist nicht gut – man sagt immer, Wahlen würden in der Mitte gewonnen. So ist auch der E-Pace P200 AWD ein Auto der Mitte. Mit dem 200 PS-Benziner hinreichend kräftig, um attraktiv zu sein – aber nicht unerreichbar teuer, also für die Mitte der Gesellschaft erschwinglich. Doch beginnen wir von vorn. Das mit der Mitte ist bei Jaguar ja schon seit längerer Zeit Thema. Lange waren die noblen Briten nur für die automobile Oberschicht ein Thema, doch diese Zeiten sind vorbei. Schließlich muss ein Autohersteller eine kritische Masse an Absatz erreichen, um überlebensfähig zu bleiben. Doch jetzt kann die Marke von ihrem langjährigen Oberklasse-Status profitieren; sie transportiert immer noch das Image des Luxuriösen, bietet aber inzwischen recht bodenständige Produkte feil. Der E-Pace tritt als kompaktes SUV an und trifft einen Nerv, denn er bedient einen Trend. Dass er über quer eingebaute Motoren verfügt und somit eine Basis für Frontantrieb darstellt, stört in diesem Fall wenig, da alle Versionen bis auf eine einzige Motorvariante mit Allrad vom Band laufen.

Natürlich auch unser P200 mit genau 200 PS – nomen est omen. Der Output entstammt dem effizienten Zweiliter-Vierzylinder (Ingenium), der inzwischen in vielen Konzernmodellen Dienst tut. Damit hat der Otto das Zeug, Benzin zu sparen – jedenfalls tut er das bei zurückhaltender Fahrweise. Die lässt sich an den Tag legen, ohne das Gefühl von Souveränität zu vermissen, was ganz einfach an der Tatsache liegt, dass der Direkteinspritzer sein Drehmoment von 340 Nm bereits ab 1.250 Umdrehungen zur Verfügung stellt und dynamisch abgibt. Der 1,8-Tonner hängt gut am Gas und setzt Fahrpedalbefehle spontan in Vortrieb um. Dazu trägt natürlich auch der von ZF zugesteuerte Neungang-Wandlerautomat bei. Er beherrscht den Spagat zwischen flinken und ebenso geschmeidigen Übersetzungswechseln. Dass Jaguar beim E-Pace auf eine sportliche Note setzt, erkennt man außerdem am „Quickshift“-Wählhebel, der bei den drahtigen Modellen statt des Drehrads zum Einsatz kommt. Aber was ist der E-Pace nun, ein Komfortgleiter oder sportives Kompakt- SUV im edlen Blechkleid? Irgendwie beides. Ausgangsbasis für ein zufriedenes Autofahrerleben verschiedener Parteien sind die kompromissfähigen Neunzehnzöller mit 55er-Querschnitt. Die kommen dem Fahrwerk nämlich erheblich entgegen, wenn es darum geht, sanierungsbedürftige Bahnen nahezu topfeben wirken zu lassen. Demnach behelligt der E-Pace seine menschliche Fracht auch dann nicht, wenn man einen eigentlich immer noch zu weit aus dem Boden ragenden abgesenkten Bordstein aus Versehen mit zu viel Schwung nimmt und zaubert dem Fahrer auf einsamen Überlandstrecken ein Grinsen ins Gesicht. Schnelle Kurven pariert der Dynamiker nämlich mit ausgeprägter Hecktriebler-Charakteristik, was wiederum an der geschickten Momenteverteilung des AWD-Systems liegt. Per Lamellenkupplung ist der Strang in der Lage, die Power bis zu 100 Prozent entweder an die Vorder- oder die Hinterachse zu schieben. Bei zurückhaltender Fahrt werden, um die Ressourcen zu schonen, bloß die Vorderräder angetrieben.

Ob man nun eher sportlich oder moderat unterwegs ist, der E-Pace ist ein exzellenter Langstrecken-Profi. Denn zur ausgewogenen Federung gesellen sich äußerst komfortable Sitzgelegenheiten, auf denen man gerne auch mal ein paar Stündchen am Stück verbringt. Zudem ist der Innenraum angesichts der kompakten Außenabmessungen geradezu üppig geschnitten. Bein- und Kopffreiheit im Fond stimmen, und vorn entsteht rasch der Eindruck, in einem höher kategorisierten Fahrzeug unterwegs zu sein. Das mag nicht zuletzt an der wuchtig dimensionierten Mittelkonsole liegen, die den Fahrer mittels (beim Testwagen belederten) Steg vom Beifahrer separiert und damit das Gefühl erzeugt, in einem großen Auto Platz zu nehmen. Dennoch können sämtliche, mittig angeordneten Bedienelemente wie die physischen Taster für die Klimaautomatik sowie der ausladende 21:9-Touchscreen ohne Probleme auch von der rechts sitzenden Person beherrscht werden.

Apropos Bedienung. Der moderne E-Pace ist ganz klar ein Kind seiner Generation. Mit klassischen Drucktasten wird sparsam umgegangen, stattdessen avanciert der große Touchscreen zur Kommandozentrale. Das klappt gut: Es besteht auch eine Möglichkeit, Shortcuts zu definieren, um häufig gewählte Funktionen schnell aktivieren zu können. Das ist insbesondere beim medialen Part praktisch. Hier hat der Jaguar viel im Köcher, so gibt es neben den inzwischen selbstverständlichen Dingen wie Smartphone-Integration oder digitales Radio einen Internet-Hotspot für bis zu acht Endgeräte gleichzeitig; nicht zuletzt bekunden fünf USB-Anschlüsse, wie wichtig Multimedia für Jaguar geworden ist. Den gleichen Stellenwert besitzt Infotainment – schon lange bietet der britische Konzern dem Fahrer Anzeigegenuss in Form großer Displays statt mechanischer Zeiger im Kombiinstrument. Das birgt den Vorteil, die Fläche mit den Parametern zu bestücken, die dem persönlichen Geschmack zusagen. Draufgesattelt haben die Techniker beim optionalen Head-up-Display, das jetzt mit TFT arbeitet und daher so flexibel in der Ausgabe ist wie ein heutzutage konventioneller Bildschirm.

In puncto Sicherheit möchte der E-Pace ebenfalls eine Vorreiter-Rolle einnehmen und trumpft mit serienmäßigen Features wie Autonombremsung, Spurhalte-Assistent, Rückfahrkamera und Tempomat auf. Neu ist ein Fußgängerairbag, der sich über die gesamte Windschutzscheibe (von außen) ausbreitet – so landet eine Person weich, mit der man (hoffentlich nie) kollidiert. Doch beim E-Pace geht noch mehr. Langstrecken-Fahrer sollten für netto 814 Euro unbedingt zum Fahrassistenz-Paket greifen, das einen aktiven Geschwindigkeitsregler enthält. Außerdem arbeitet das autonome Bremssystem hier auch bei höheren Tempi, und es gibt einen Totwinkel-Warner, welcher nicht nur akustisch auf drohende Kollisionsgefahr aufmerksam macht, sondern sanft, aber wirkungsvoll gegenlenkt. Ab 919 Euro netto sind übrigens LED-Matrix-Scheinwerfer mit von der Partie. Mindestens 33.802 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer werden für den Jaguar E-Pace P200 AWD fällig.

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