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"Flotte! Der Branchentreff" 2019
Ein gepflegter Dienstwagen wirft ein gutes Licht auf die Firma und kann unnötige Kosten oder einen Wertverlust bei der Fahrzeugrückgabe vermeiden
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Sauberer Fuhrpark

Man könnte bei dieser Überschrift (und ohne Blick auf das Aufmacherbildes) womöglich zuerst an neue Antriebsformen und Emissionen beziehungsweise vielmehr deren Vermeidung denken. Weit gefehlt. Bei unserer Onlineumfrage wollten wir von Ihnen alles rund um das Thema Fahrzeugpflege wissen. Rund 300 Fuhrparkleiter, mit fast durchweg nur Pkw im Portfolio, gaben dazu einen Einblick.

Bemerkenswert: Die beiden größten Teilnehmergruppen mit jeweils 20 Prozent setzten sich dabei aus den ganz kleinen (unter fünf Fahrzeugen) und ganz großen Fuhrparks (über 501 Fahrzeuge) zusammen. Der Rest war recht gleichmäßig mit sieben bis zehn Prozent vertreten, lediglich die Fuhrparks mit 26 bis 50 Fahrzeugen lagen mit 18 Prozent hier etwas darüber.

Zu Beginn ging es erst mal um das „Bürokratische“ in Sachen Fahrzeugpflege im Fuhrpark (Grafik 1). Etwas überraschend: Zeitliche Vorschriften diesbezüglich gibt es in fast jedem zweiten Fuhrpark nicht. Bei immerhin fast einem Drittel der Befragten müssen die Fahrzeuge mindestens einmal im Monat gereinigt werden.

Bei unserer nächsten Frage wollten wir wissen, warum die Fahrzeugpflege vorgegeben wird (Grafik 2). Eine Antwort erhielt eine überwältigende Mehrheit: Das äußere Erscheinungsbild beziehungsweise das Firmenimage stellen für 92 Prozent der Befragten Grund genug dar, um die Flottenfahrzeuge zu reinigen. Das Ganze ist leicht nachvollziehbar, denn gerade Fahrzeuge im Außeneinsatz (Service, Vertrieb et cetera) sind für einen ersten Eindruck oftmals maßgeblich. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer sieht in der Fahrzeugpflege einen Effekt für die Werterhaltung des Autos. Schließlich können sich beispielsweise tote Mücken oder Vogelkot bereits nach kurzer Zeit in den Lack „einfressen“ und somit unangenehme Folgen haben. Hinzukommt: Durch eine regelmäßige Reinigung des Fahrzeugs werden Karosserie, Lack und Unterboden geschützt und Materialien im Innenraum weniger schnell porös.

Doch wo lässt man die Fahrzeuge reinigen? (Grafik 3) Knapp zwei Drittel der Befragten geben die Waschstraße als Antwort an, immerhin bei 27 Prozent wird die Reinigung vom Fahrer selbst übernommen. Hier sollte allerdings das entsprechende Know-how vorhanden sein. Sowohl für die Außen- als auch die Innenreinigung sind spezielle Reinigungsmittel zu benutzen (Autoshampoos, spezielle Lederreinigungsmittel bei entsprechender Innenausstattung et cetera), ansonsten können sich schnell unliebsame Rückstände bilden.

Besonders im Fokus der Reinigung steht das Fahrzeugäußere im Allgemeinen. Denn mit 100 Prozent votierten tatsächlich alle Befragten dafür (Grafik 4). Es folgt mit 75 Prozent der Innenraum, alle weiteren Nennungen sind prozentual abgeschlagen. Gerade bei der Klimaanlage sollte man allerdings achtsam sein, schließlich handelt es sich hier um die Luft, die man während der Fahrt einatmet. So schreibt beispielsweise die Werkstattkette A.T.U auf ihrer Seite: „Die Verdampfer der Klimaanlagen sind ideale Nährböden für Bakterien, Pilze und Keime. Diese gelangen leicht in die Luft und können zu allergischen Reaktionen führen. Deshalb sollten Sie regelmäßig Ihre Klimaanlage desinfizieren lassen.“ Zudem sollte die Prüfung des Innenraumfilters etwa alle zwei Jahre oder alle 30.000 Kilometer erfolgen, heißt es weiter.

Finanziell wird die Fahrzeugpflege indes nicht limitiert. Das zumindest geben 66 Prozent der Teilnehmer bei unserer nächsten Frage an (Grafik 5). Immerhin knapp ein Fünftel der befragten Fuhrparkleiter sieht 50 Euro pro Fahrzeug im Monat als Maximum an.

Wie diese Kosten verrechnet werden, steht auf einem anderen Blatt Papier. Und auch das wollten wir wissen (Grafik 6). Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) wählten hier die Abrechnung über die Tankkarte – die zugegebenermaßen wohl naheliegendste Lösung. In immerhin 37 Prozent der Fuhrparks der Befragten wird über eine Quittung abgerechnet. Bei 14 Prozent ist es die eigene Geldbörse, sprich der Betrag muss privat gezahlt werden. Apps indes scheinen sich hier noch nicht etabliert zu haben: Denn in keinem (!) der befragten Fuhrparks kommt eine Wash-App oder Vergleichbares zum Einsatz. Der Markt öffnet sich hier zwar erst zunehmend, dennoch überrascht diese Antwort.

In dem Zusammenhang wollten wir ebenfalls erfahren, ob der Kauf von Pflegemitteln rund um das Fahrzeug gestattet ist (Grafik 7). 36 Prozent der Teilnehmer verneinen dies komplett. Die restlichen Teilnehmer der Frage erlauben vor allem den Kauf von Scheibenreiniger (63 Prozent). In einem zurückliegenden Test der Gesellschaft für Technische Überwachung mbH (GTÜ) von Sommer-Scheibenreinigern schnitten hier teurere Produkte in der Wirkung deutlich besser ab als vergleichsweise günstige Pendants, da diese sehr viel mehr Flüssigkeit benötigen. Letztlich ist dies auch ein Punkt, den wir in unserer nächsten Frage ansprechen.

Denn Themen, die vor allem die Autobranche seit Jahren treiben, sind Umwelt(-freundlichkeit) und Nachhaltigkeit. Bei der Wahl der Dienstleister für die Fahrzeugpflege beziehungsweise von Pflegeprodukten gibt es in den Fuhrparks dafür allerdings kein geschärftes Bewusstsein (Grafik 8). Lediglich 35 Prozent der Befragten markierten im Fragebogen, darauf zu achten. Diese geringe Zahl sollte durchaus als Warnung verstanden werden. In vielen Köpfen muss ein Umdenken stattfinden – sowohl auf Anbieter- als auch auf Verbraucherseite.

Dabei spielen Pflegebehandlungen während der Laufzeit eines Fahrzeugs in fast der Hälfte der befragten Fuhrparks keine Rolle (Grafik 9). Die restlichen Teilnehmer nehmen besonders gerne Smart Repair – die Beseitigung von Kleinschäden mit recht einfachen Methoden und überschaubarem finanziellen Aufwand – in Anspruch. Professionelle Außen- beziehungsweise Innenreinigungen kommen nur selten zum Einsatz. Letztlich ist die Sinnhaftigkeit von Pflegeprodukten (oder von Kleinstreparaturen) für die Flotte schwer pauschal zu beantworten. Es kommt hier auf die Fahreigenschaften des Nutzers und die Kilometerlaufleistung der einzelnen Fahrzeuge an.

Am Ende eines Fahrzeugzyklus im Fuhrpark wird eine solche professionelle Aufbereitung durch externe Dienstleister dann schon eher genutzt (Grafik 10). Immerhin 56 Prozent lassen das Fahrzeug dann auf Vordermann bringen, eine Investition, die sich durchaus lohnen kann.

Zusammenfassung
Bis jetzt hat sich die Fahrzeugpflege noch nicht umfassend in den Fuhrparks durchgesetzt. Wer den Begriff zuerst mit Geldverschwendung assoziiert, liegt dabei wohl eher nicht richtig. Denn ein gewisses Maß an Pflege während der Nutzungsdauer der Fahrzeuge in der Flotte und vor Abgabe der Autos wirkt sich wertsteigernd beziehungsweise -erhaltend aus, die Kosten für eine kleine Reparatur oder Pflege sollten sich hier schnell amortisieren. Interessant wird sein, ob sich Apps, beispielsweise mit Erinnerungen oder Gutscheinen für Pflegeprodukte oder Waschstraßengänge, in den Fuhrparks künftig vermehrt ausbreiten können.

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