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"Flotte! Der Branchentreff" 2019
Das 21. Treffen des Bundesverbands Fuhrparkmanagement war sehr gut besucht
In kleinen Arbeitsgruppen diskutierte man aktuelle Fragestellung zur Weiterentwicklung des Fuhrparkverbands
Beim Workshop von Gunter Glück und Claudia Westphal ging es auch um die Frage welche Alternativen zur Dienstreise mit dem Pkw bestehen

Familientreffen

Das 21. Verbandsmeeting des Bundesverbands Fuhrparkmanagement fand in der Goethe- und Schillerstadt Weimar statt. Ein historischer Ort, an dem noch viele Zeugnisse und Gebäude der Vergangenheit zu sehen sind. Das Programm des Verbandsmeetings wirkte da fast wie ein Kontrast. Denn es wurde viel über die zukünftigen Herausforderungen in der Unternehmensmobilität diskutiert.

Nach der Begrüßung der zahlreich angereisten Verbandsmitglieder durch den Geschäftsführer Axel Schäfer und den Vorstand Marc-Oliver Prinzing startete Prof. Dr.- Ing. Uwe Plank-Wiedenbeck von der Bauhaus-Universität Weimar mit einer Keynote zum Thema: „Digital, elektrisch, autonom – was treibt den Verkehr“. Der Professor für Verkehrssystemplanung wollte damit ein paar Denkanstöße und Impulse zu aktuellen Verkehrsthemen liefern. Mobility as a Service war dabei einer der Kerngedanken seines Vortrags. Demnach sind Entwicklungen der Elektromobilität und das autonome Fahren technische Fortschritte, die letztlich die Automobilbranche, wie wir sie heute kennen, grundlegend verändern werden. Wann dies so weit sein wird, ließe sich laut Plank-Wiedenbeck jedoch nicht sagen. Die Entwicklungen des Automobilmarktes bleiben also spannend.

Leichter beantworten lässt sich die Frage nach einem anderen aktuellen Mobilitätstrend: der des Dienstrades. Gunter Glück referierte als Fachreferent des Verbandes zu Licht und Schatten von Dienstfahrrädern in der Flotte. Seit vier Jahren ist Fahrradleasing ein Boom-Segment, mittlerweile liegt der Umsatzanteil des Zweiradleasings bei circa zehn Prozent in der gesamten Radbranche. Tendenz steigend. Vor allem weil sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber von der Einführung von Diensträdern profitieren können. Die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter steigt und die Parkplatzsituation am Unternehmensstandort wird deutlich entspannter. Die Vorteile des Radleasings wurden bereits vielfach geschildert. Weniger jedoch wird von Nachteilen berichtet. Unfallstatistiken dürften steigen, wie bei jeder Gehaltsumwandlung fehlt das Geld, das für ein oder mehrere Fahrräder ausgegeben wird, letztlich bei den Sozialabgaben und Abstellanlagen, der Verwaltungsaufwand steigt und Infrastruktur muss am Unternehmen installiert werden. Hauptkritik am Leasingmodell ist jedoch, dass es bislang noch keine Angebote für tarifgebundene Betriebe im Fahrradleasing gibt, weil der Gesetzgeber die Öffnung des Tarifgehalts nicht ohne Weiteres zulässt, so Glück. Dennoch ist sich der Leasingexperte sicher, dass Dienstfahrräder noch weiter zunehmen werden, und das nicht nur im Gehaltsumwandlungsmodell.

Ein Thema der Gegenwart beziehungsweise der unmittelbaren Zukunft ist der neue Normzyklus zur Verbrauchsanalyse von Neufahrzeugen, den sich Immanuel Schneeberger und Hanno Boblenz (beide Firmenauto) in ihrem Vortrag mit dem Titel „WLTP und RDE: der neue Normzyklus und seine Auswirkungen“ einmal genauer angeschaut haben. Dabei ging es vor allem auch um die Auswirkungen auf die Flotten in Deutschland. Flottenmanager sollten im Hinterkopf haben, dass bei dem neuen Verfahren auch Sonderausstattung in dem CO2-Wert des Fahrzeugs erfasst werden. Breitreifen oder ein Glasdach können da in der Kfz-Steuer den Halter am Ende teurer zu stehen kommen, als dieser vielleicht am Anfang gedacht hat.

Zum Abschluss der ersten Tagungsrunde klärte Rechtsanwalt Peter Rindsfus die Verbandsmitglieder über die Tücken eines Leasingvertrags auf. Denn auch bei Leasingverträgen kann es im Nachhinein kostspieliger werden, als man dachte. Hier ist es vor allem die Rückgabe nach Ende der Laufzeit oder gar die vorzeitige Rückgabe eines beschädigten Fahrzeugs, die immer wieder für Probleme sorgt, so der Fachanwalt des Bundesverbands.

Nach der intensiven Vortragsreihe am ersten Tagungstag nahmen die Mitglieder die anschließende Einladung des Verbands in die Felsenkeller- Brauerei gerne an. Doch auch wenn die ein oder andere Gesprächsrunde am Abend länger gedauert hatte, ging es am nächsten Morgen gleich weiter. Am zweiten Tag waren vor allem die Meinungen und Ideen der Verbandsmitglieder gefragt. In drei Workshop-Runden wurden unterschiedliche Themen bearbeitet. Neben einem Open Space Forum, bei dem Axel Schäfer um Feedback und Ideen zur Verbandsarbeit bat, boten Gunter Glück und Claudia Westphal (Beiersdorf AG) einen Workshop über Mitarbeiterbefragungen im Rahmen des Mobilitätsmanagements an. Dieter Grün (stv. Vorstandsvorsitzender BVF e. V. / Fuhrparkleiter Stadtwerke Heidelberg Netze), Michael Schulz (Fachreferent UVV im BVF/Fuhrparkleiter Stadtwerke Wuppertal) und Martin Kaus (Fuhrparkleiter EfaFlex) diskutierten außerdem zu „Der Fuhrpark aus Sicht der Fachkraft für Arbeitssicherheit und Lösungsansätze für die Praxis“. Die gesammelten Ergebnisse aller Workshops sollen in konkrete Handreichungen für alle Mitglieder gebündelt werden.

Marc-Oliver Prinzing verglich bei seiner Begrüßungsrede das halbjährliche Verbandsmeeting mit einem Familientreffen und dies traf auch auf das 21. Zusammenkommen der Mitglieder und Förderer des Bundesverbands Fuhrparkmanagement zu. Ein Familientreffen, das sich jedoch immer im Wandel befindet und sich den ständig wechselnden Themen der Fuhrparkwelt anpasst. Denn um es mit den Worten von Friedrich Schiller zu formulieren: „Dreifach ist der Schritt der Zeit“, ein Zitat, das heute wohl umso mehr seine Gültigkeit besitzt. So steht auch schon das 22. Verbandsmeeting bereits fest! Am 26./27. Februar 2019 lädt der Bundesverband Fuhrparkmanagement in den Signal Iduna Park (Heimstadion des BVB) nach Dortmund ein.

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