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"Flotte! Der Branchentreff" 2019

Der ewige Kreislauf

Die Mehrheit der 46,5 Millionen zugelassenen Pkw in Deutschland ist älter als fünf Jahre, derzeit liegt das Durchschnittsalter eines Automobils hierzulande bei 9,4 Jahren, Tendenz steigend. Der Privatmann setzt sich demnach etwa alle zehn Jahre mit der Beschaffung eines neuen Pkw auseinander. Ganz anders sieht dies in der Flotte aus. Hier sind Modellwechsel bereits nach drei Jahren eher die Regel als die Ausnahme. Die Folge: Der Fuhrparkleiter hat mit der Ein- und Aussteuerung von Fahrzeugen fast täglich zu tun.

Fast immer findet die erste Begegnung zwischen Fahrer und Fahrzeug im Autohaus statt. Dies ist auch bei gewerblich genutzten Pkw nicht anders. Zwar hat sich ein Großteil der Informationssuche auf das Internet verlagert, der Fahrer hat also mehr Wissen über das gewünschte Fahrzeug, bevor er zum Händler seines Vertrauens geht, aber letztlich führt an den Autohäusern (noch) kein Weg vorbei. Schließlich möchte man auch wissen, mit welchem Wagen man die nächsten Jahre im Straßenverkehr verbringt, sei es nun eine Haltedauer von 36 Monaten oder mehreren Jahren.

Das weitere Vorgehen nach dem Autohausbesuch unterscheidet sich dann doch signifikant, je nachdem ob der Pkw eine Privat- oder eine gewerbliche Zulassung erhält. Denn im Falle gewerblicher Nutzung ist der Fahrer und Autohausbesucher nicht automatisch der Käufer oder Leasingnehmer des Fahrzeugs. Er macht sich im Autohaus nur schon einmal vertraut mit dem neuen Dienstwagen oder holt diesen dort ab. Um die Zulassung beispielsweise kümmert sich der Privatmann noch selbst und setzt sich in den Warteraum der Zulassungsstelle oder registriert seinen neuen Wagen im Internet. In Flotten ist es häufig so, dass ein Dienstleister diesen Verwaltungsaufwand übernimmt. Dies ist gerade bei großen Flotten eine erhebliche Erleichterung für den Flottenverantwortlichen. Insbesondere da das digitale An- und Ummelden von Fahrzeugen mit i-Kfz bislang nur für Privatleute interessant ist (S. 92).

Oft wird die Zulassung bereits in Verbindung mit anderen Dienstleistungen rund um die Einsteuerung von Fahrzeugen in die Unternehmensflotte vorgenommen. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass viele Logistikunternehmen diese Dienstleistung im Portfolio haben (S. 102). So können die neuen Flottenfahrzeuge direkt fahrbereit an das Unternehmen geliefert werden. Apropos Liefern: Die Lieferzeiten von Neufahrzeugen haben sich bei fast allen Herstellern in den letzten Monaten immer wieder in die Länge gezogen: Schuld daran war unter anderem die Einführung des neuen WLTP-Verfahrens. Bereits in den vergangenen Ausgaben haben wir auf die Ursachen hingewiesen. Wer in der Flotte längere Wartezeiten in Kauf nehmen muss, kann jedoch auch auf alternative Konzepte zurückgreifen (S. 70). So verspricht beispielsweise das Abo- Angebot Care by Volvo eine nahtlose Mobilitätsgarantie.

Werden neue Dienstwagen angeschafft, müssen alte Fahrzeuge weichen. Doch was geschieht eigentlich mit den gebrauchten Pkw? Ein gutes Remarketing kann mit den Gebrauchten noch einen ordentlichen Restwert generieren (S. 96). Allerdings hat die Wiedervermarktung von Flottenfahrzeugen mit dem Dieselskandal der letzten Jahre einen kleinen Dämpfer erhalten, schließlich sind die meisten Dienstwagen mit Dieselmotoren ausgestattet. Denn in Zeiten von Fahrverboten in Innenstädten lassen sich weniger Käufer für Dieselfahrzeuge auf dem (deutschen) Gebrauchtwagenmarkt finden. Doch von einer Talfahrt der Dieselrestwerte zu sprechen wäre übertrieben und im Vergleich der Total Cost of Ownership sind besonders die sauberen Euro6d-temp-Motoren in der Unternehmensmobilität nicht wegzudenken. Der Restwert eines Fahrzeugs ist eben nur ein Faktor von vielen, aus denen sich die Automobilkosten zusammensetzen.

Die Aussteuerung von Dienstfahrzeugen ist aber noch aus einem anderen Grund ein heikles Thema. Denn besonders Leasingrückläufer haben strenge Vorgaben, was den Abnutzungsgrad der Fahrzeuge anbelangt. Damit es bei der Rückgabe von Leasingfahrzeugen keinen Ärger gibt und man am Ende nicht unnötig draufzahlt, sollte man im Zweifelsfall auch einen unabhängigen Gutachter hinzunehmen (S. 94). Im Vorfeld der Rückgabe kann ein Gutachten zudem auch die Notwendigkeit von kleineren Reparaturmaßnahmen feststellen, sodass am Ende der Laufzeit in der Flotte optimale Restwerte erzielt werden können.

Fazit
Ein- und Aussteuerung sind so etwas wie der ewige Kreislauf im Unternehmensfuhrpark. Diese ständig wiederkehrenden Prozesse lassen sich leicht optimieren und sehr gut an Dienstleister abgeben.

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