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"Flotte! Der Branchentreff" 2020
GT-Line kommt etwas sportlicher daher
Die Farbe „Blueflame“ verleiht dem Sportage Coolness
An Platz mangelt es in der zweiten Reihe nicht
Der gestochen scharfe Monitor bereitet auch bei der Bedienung Freude
An der Verarbeitungsqualität des Sportage-Innenraums gibt es nichts auszusetzen
Angesichts der kompakten Außenabmessungen schluckt das SUV jede Menge Ladegut
Der Kia-Familienkühlergrill ist markant
Gefälliger Blick auf den Kia Sportage
Kia Sportage 2.0 CRDI

Mit Hochspannung erwartet

Dass 2021 näher rückt, merkt man am Elektrifizierungsdrang der Hersteller. Auch Kia hat seinen Sportage unlängst mit 48-Volt-System nebst Startergenerator ausgerüstet. Flottenmanagement war mit dem feinen SUV unterwegs.

Eigentlich steckt ja in jedem Auto ein kleiner Elektromotor – der Anlasser. Und der ist gar nicht so schwächlich. Wer kennt es nicht: Mit eingelegtem Gang den Motor starten, dann schleppt das kleine Kraftpaket den Wagen sogar gegen die Kompression des Verbrenners etliche Meter weit, bis die Starterbatterie leer ist. Wer in den nächsten Monaten und Jahren aufmerksam die Automodelle beobachtet, wird feststellen, dass immer mehr Fahrzeuge mit stärkeren „Anlassern“ ausgerüstet sein werden, so genannte Riemen-Starter-Generatoren. Sie sind potenter, drehen höher als konventionelle Anlasser und können ein ordentliches Moment auf die Kurbelwelle geben (und übrigens die Batterie laden), um den Verbrenner in betriebsungünstigen Phasen, also wenn er gerade ineffizient läuft, zu unterstützen. Außerdem ist der Verbrenner nach der Stopp-Phase, also wenn er an der Ampel stillsteht, viel schneller wieder erwacht, was den Start-Stopp-Vorgang deutlich geschmeidiger macht. Der hier besprochene Kia Sportage verfügt ebenfalls über ein solches Mildhybrid-System mit 12 kW starkem Startergenerator – und über einen kräftigen, zwei Liter großen und 185 PS starken Selbstzünder.

Zunächst einmal fällt auf, dass nichts auffällig ist. Konventioneller Diesel, der auf Knopfdruck normal startet. Er hängt neuerdings an einem achtstufigen Wandlerautomaten – und die heutigen Schaltprofis arbeiten alle ebenso flink wie sämig, das ist auch beim Sportage so. Eine weite Spreizung der Übersetzungen sorgt für eine lange große Fahrstufe, was sich wiederum drehzahlsenkend auswirkt. Auf der schnellen Piste kann man sich also auf leise Fahrgeräusche und kraftstoffeffiziente Fortbewegung einstellen. Abgehakt. Stichwort Riemenstarter: Außer, dass der Verbrenner blitzschnell ein- und ausgeschaltet wird, merkt man im Fahrbetrieb nichts, und das ist fein. Auch sonst ist der Antrieb schon recht luxuriös, kein Wunder angesichts der Leistung. Nicht, dass dieser Sportage besonders wild wäre, aber dafür betont souverän. Er fordert mit seiner Power sicher nicht zu Ampelrennen auf, schiebt mit seinen 400 Nm Zugkraft allerdings mächtig aus dem Drehzahlkeller.

Und die Entscheidung Kias, den stärksten Sportage lediglich mit Allradantrieb auszuliefern, kommt nicht von ungefähr. So werden etwaige Traktionsprobleme gleich im Keim erstickt. Besonders angenehm freilich ist diese Funktion beim Fahren unter widrigen Witterungsbedingungen; das automatisch operierende 4x4-System unterstützt außerdem das elektronische Stabilitätsprogramm und stabilisiert so wirkungsvoller in dynamisch gefahrenen Kurven, als es der Fronttriebler vermag. Im Fahralltag verrichtet der Diesel im wahren Sinne des Wortes seine Arbeit geräuscharm und gibt den lässigen Zugbullen. Zusammen mit dem sanft abgestimmten Fahrwerk darf der Sportage getrost in die Kategorie der harmonischen Langstreckler eingeordnet werden, zumal das Raumangebot des 4,49 Meter langen Allrounders auch in Ordnung geht. Darüber hinaus finden die Passagiere ordentliche Sitzmöbel vor, die mit einer ausgeprägten, ergonomischen Kontur locken.

 Zudem verströmen die Sessel einen wertigen Eindruck und fügen sich mit ihrer schicken Optik gekonnt in das architektonische Gesamtbild ein. Seit die Europäer das Zepter bei Kia in vielen Bereichen schwingen, wird die Marke hierzulande zumindest einfacher verständlich, was auch für das Interieur gilt. Die Tastenlandschaft ist strukturierter, alles am richtigen Platz. Fein gestaltete Schalter in Reih’ und Glied wirken griffsympathisch und fühlen sich so an. Sogar das Klickgeräusch klingt wertig, und die Applikationen machen einen soliden Eindruck. Ein sportiv gezeichnetes Lenkrad dürfte in unseren Gefilden gut ankommen. Es ist übrigens mit Knöpfchen gespickt – ein smarter Schachzug, nicht sämtliche Funktionen auf die Menüs des Touchscreens in der Mitte zu verlagern. Kia geht einen Mittelweg und hält noch so manche Taster bereit. Auf diese Weise werden bestimmte Funktionen einfach schneller angesteuert. Um die Luftverteilung der Klimaautomatik beispielsweise zu verändern, muss man zu keiner Zeit den Bildschirm bemühen, was die Bedienung im Alltag deutlich erleichtert.

Wobei das Stöbern in den Menüs dennoch eine gute Sache ist – denn der Screen meldet geschwind zurück. Beim Thema Infotainment setzt der Sportage auf eine ausgewogene Mischung: Neben dem Monitor in der Mitte sitzt zwischen den Skalen des Kombiinstruments noch ein großer Schirm mit Fahrdaten inklusive Navihinweisen bei Bedarf, aber drumherum bleibt es bei klassischen Anzeigen, die innerhalb der Kundschaft definitiv eine Fangemeinde haben. Dass der Sportage in puncto Elektronik auf dem neuesten Stand ist, beweisen die Fülle der USB-Anschlüsse. Außerdem unterstützt er natürlich Features wie Apple CarPlay oder Android Auto. Praktischer Nutzwert wird hier aber ebenfalls als wichtig angesehen – so fasst das hintere Abteil nahezu 1.500 Liter Gepäck nach Umklappen der Rücksitzlehnen, was für ein recht kompaktes Auto respektabel ist. Apropos Rücksitze. Die lassen sich nicht nur asymmetrisch umklappen, sondern auch in der Neigung verstellen, um den Fondpassagieren das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Fragt sich bloß, wie angenehm das Preiskapitel ist. Klar, da der Sportage mit der hier thematisierten Antriebskonfiguration inklusive Automatikgetriebe die stärkste und bestgerüstete Version ist, sollte man sich auf einen entsprechenden Kurs gefasst machen. Der Basispreis darf mit netto 29.991 Euro indes als fair bezeichnet werden. Außerdem ist die „Vision“-Ausführung jetzt auch nicht gerade mager bestückt mit Bluetooth-Freisprechanlage, Navigationssystem, Parksensoren, Sitzheizung vorn und hinten und Tempomat. Wer stolze 8.235 Euro (netto) für die „Platinum“-Variante berappen möchte, bekommt ein wahrlich vollausgestattetes Fahrzeug samt Digitalradio, elektrischer Heckklappe, belüfteten Lederfauteuils plus elektrischer Verstellung, LED-Scheinwerfern, großem Panorama-Glasdach, schlüssellosem Schließsystem, Verkehrszeichen-Erkennung und aktivem Tempomat. Außerdem verfügt der Sportage dann über ein großes Assistenten-Arsenal mit 360 Grad-Kamera, aktiver Lenkung, Querverkehrwarner und Totwinkel-Alarm.

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