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"Flotte! Der Branchentreff" 2020
Das „E“ am Ende des Kennzeichens verrät den Plug-in-Hybriden
An den LED-Segmenten in den Rückleuchten erkennt man den neuen Jahrgang
Schon in Grundkonfiguration ist der Range Rover- Kofferraum üppig bestückt
Als Sport misst der große Brite 4,88 Meter
Das Touch Pro Duo-Bediensystem sieht wahrlich schick aus
„Plug-in“ heißt nichts anderes als reinstecken – man kann den 13 kWh-Akku simpel an der Steckdose laden
Die zweite Sitzreihe sieht nach einem gemütlichen Plätzchen aus
Der Range Rover Sport ist ein wuchtiger Geselle
Land Rover Range Rover Sport P400e

Schwer und flink

Land Rover macht seinen schweren Offroader Range Rover Sport mit einem Plug-in-Hybrid-Strang umweltfreundlicher. Verzicht bedeutet der 404 PS-Brocken allerdings nicht. Flottenmanagement hat den Briten getestet.

Machen wir uns nichts vor, wer Range Rover Sport fährt, ist mehr Genuss- als Ökotyp. Und damit man Genuss ohne Reue erleben darf, hybridisiert Land Rover seinen trotz Sport-„Abzeichen“ immer noch reichlich schweren Range und schafft damit für den Kunden eine Möglichkeit, ihn umweltfreundlich zu bewegen. Voraussetzung ist, man hat Zugang zu Strom aus regenerativen Quellen, aber diese Option steht ja manchen Menschen durchaus zur Verfügung. Und wer nicht permanent Langstrecke macht, kann die Möglichkeit nutzen, bis zu 51 Kilometer mit maximal 137 km/h rein elektrisch (und damit emissionsfrei) zu fahren. Andererseits kann es ohne Reichweitenangst auf die weite Reise gehen, denn der Verbrenner bleibt die Hauptantriebsquelle. Wenn man die vollen 404 Pferde nutzt, sprintet der 2,5-Tonner dank vereinter Kräfte von Eund Verbrennungsmotor binnen 6,7 Sekunden auf 100 km/h – das schreit nach einer ausgiebigen Probefahrt.

Also nichts wie rein in das 4,88 Meter-Luxusgefährt. Das sind für ein Fahrzeug der gehobenen Klasse übrigens recht cityfreundliche Abmessungen. Dafür erwarten die Passagiere innen dank über zwei Meter Breite herrschaftliche Raumverhältnisse – so stellt man sich ein Umfeld vor, in dem man auf die große Tour geht. Okay, Gentleman, start your Engine. Ein Tastendruck genügt, dann nimmt der zwei Liter große Vierzylinder seine Arbeit auf – je nach momentanem Betriebszustand. Hier und jetzt wird jedenfalls hybridisch gefahren, da der Stromspeicher nicht mehr die Power hat, um den Offroader elektrisch anzutreiben. Für den Test ist das nicht schlimm, im Gegenteil sogar. Denn der Leser soll ja schließlich erfahren, wie sich ein Vierzylinder in der Luxusklasse schlägt. Tonalisch unauffällig und klanglich äußerst zurückhaltend bringen der 300 PS-Otto sowie die 142 PS starke E-Maschine den Geländegänger auf Trab. Fein ist, dass die Passagiere nicht merken, wenn zwischen Betriebszuständen gewechselt wird – der komplette Antriebsstrang ist geschmeidig inklusive dem Werkeln der Achtstufenautomatik, die mit hydrodynamischem Drehmomentwandler ausgerüstet ist. Programmiert man ein Ziel in das Navigationssystem, dann werden bestimmte Parameter wie Topografie oder aktuelle Verkehrsbedingungen in der Betriebsstrategie berücksichtigt, um die Effizienz zu erhöhen.

Unter Volllast marschiert der 4x4 ganz schön rasant nach vorn, dass er kein Sportwagen ist (und das ist auch gut so), regeln allerdings Gewicht und Schwerpunkt. Zu den Eigenschaften, die sich mit der 4x4-Attitüde hingegen nicht beißen, gehört der überbordende Fahrkomfort. Für Technikliebhaber sei erwähnt, dass der Range Rover als P400e stets mit Luftfederung ausgeliefert wird. Das alleine ist schonmal eine recht gute Basis für kommodes Fahrverhalten, aber so richtig zahlt sich dieses Feature natürlich für diejenigen Nutzer aus, die häufig von der Nutzlast Gebrauch machen – 736 Kilogramm sind ein Wort. Denn dank veränderbarer Federrate bleiben die dynamischen Fertigkeiten unabhängig von der Beladung gleich. Stichwort praktischer Nutzen: Das Ladegut darf nicht nur schwer, sondern getrost auch voluminös sein angesichts über 1.600 Litern Kofferraum.

Ganz den Profi gibt der Range Rover Sport anno 2019 auch in puncto Infotainment. Was die Marketingstrategen „Touch Pro Duo“ nennen, sind zwei große Touchscreens, auf denen quasi sämtliche Fahrzeugfunktionen geregelt werden können. Offenbar war den Verantwortlichen wichtig, eine Mischung aus Ästhetik und Funktionalität zu kreieren. Im ausgeschalteten Zustand erblickt man lediglich zwei schwarze Flächen, die bei Aktivität zu großen Multimedia-Ausgabestellen avancieren. Hohe Auflösung, schnelle Reaktionsfähigkeit und eine intuitive Steuerung kennzeichnen die Anlage. Der obere Bildschirm kann in seiner Neigung verstellt werden, um die Ablesbarkeit zu verbessern. Übrig bleiben zwei schick designte Drehregler für die Steuerung von Sitzklimatisierung und Temperaturregelung plus Lautstärke-Rädchen. Ach ja, dass ein Range Rover durch feinste Materialien und exzellente Verarbeitung besticht, muss wohl kaum erwähnt werden. Außerdem sind die Sitze üppig und komfortabel, was sie für lange Fahrten am Stück prädestiniert.

Wer den Hybriden wählt, erkauft diese Entscheidung nicht mit verminderter Geländefähigkeit. Eine Reduktionsstufe ist stets an Bord, und der P400e verfügt serienmäßig über ein aktives Hinterachs-Sperrdifferenzial. Zu den praktischen Features zählt beispielsweise die Möglichkeit, das Heck per Knopfdruck kurz abzusenken – genial, um das Gepäckabteil leichter zu beladen oder einen Anhänger einfacher anzuhängen. Netto 342 Euro kostet der so genannte Activity Key – der reguläre Schlüssel kann im Auto bleiben, und der Fahrer legt sich ein Armband um (hiermit lässt sich der Range Rover öffnen), mit dem er schwimmen und sogar bis zu 18 Meter tief tauchen kann, während das Fahrzeug abgeschlossen am Strand verweilen kann. Auf diese Weise dürfen dann alle Passagiere mit ins Wasser, niemand muss während des Strandbesuchs über das Auto wachen.

Klar, ein günstiges Vergnügen ist der Range Rover Sport nicht gerade. Und als P400e ist er ja kein reines Sparmodell, sondern durchaus Performer. Mindestens 73.949 Euro netto rufen die Briten für ihren Luxus-Kraxler auf – der erfreut aber immerhin durch eine ansehnliche Serienausstattung. Autonombremsung, Bluetooth- Freisprechanlage, Navigationssystem, Internet-Hotspot, Regensensor, Parkpiepser, Spurverlassenswarnung und Tempomat sind gesetzt. Das Stöbern durch die Liste der Extras ist spannend und vor allem dann interessant, wenn die Hürden, die ein Budget so oft mit sich bringt, nicht ganz so hoch hängen. Das völlig variable Matrix-LED-Licht ist für 642 Euro netto durchaus fair eingepreist. Sogar Laserlicht ist verfügbar, kostet aber knackige 2.185 Euro netto. Und wo man schon beim Thema Licht ist: Wer es hell mag, sollte zum netto 1.714 Euro teuren Panoramaglasdach greifen. Ab netto 315 Euro gibt es Kühlfächer, die Genussmenschen ebenso interessieren könnten wie leistungsstarke Soundsysteme, welche zwischen 428 und je nach Ausbaustufe 5.421 Euro extra in Anspruch nehmen können. Dann weilen 23 Lautsprecherboxen an Bord.

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