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Ford Partnerverband: Zwischen Hoffen und Bangen

2019-05-20

Ford hat in Deutschland einen sehr guten Jahresstart hingelegt. Die Auftragsbücher sind voll. Händler und Hersteller sehen sich auf Wachstumskurs. Trotzdem bereitet den Partnern der Sparkurs des Mutterkonzerns Sorgen. Von Doris Plate/AUTOHAUSnNein, von einer Händlervertragskündigung ist nicht die Rede. Seit 1994 schaffen es der Ford Partnerverband (FPV) und sein Hersteller, alle Umstellungen ohne eine Netzkündigung hinzubekommen. Seit 25 Jahren also Stabilität und Vertragssicherheit. Und das soll auch so bleiben. FPV-Präsident Johann Gesthuysen bedankte sich anlässlich der Generalversammlung am Freitag in Köln sowohl bei seiner Organisation als auch bei Ford Deutschland-Geschäftsführer Hans Jörg Klein für die erfolgreiche Partnerschaft. Beide zogen eine positive Bilanz der vergangenen Monate – trotz der Probleme der Marke in Asien und einigen europäischen Ländern. Der deutsche Markt nehme bei der Marke eine Sonderstellung ein. Gesthuysen formulierte es so: "Wir hatten einen sensationell guten Verkaufsstart in 2019."nWachstum im achten Jahr in FolgenKlein untermauerte den Wachstumskurs hierzulande bei seinem Vortrag am Nachmittag mit aussagekräftigen Zahlen: Im Zeitraum Januar bis April liegt Ford bei insgesamt 92.283 Zulassungen und damit 3.177 Einheiten bzw. 3,6 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Sein Ziel für 2019: "Wir wollen das achte Jahr in Folge wachsen." Die Marke befinde sich auf dem besten Weg dahin. Er bekräftigte, dass es bei der Maßgabe "Verkaufen ohne Umwege" bleibe. Das heißt: Tageszulassungen sollen nicht der Weg zum Verkaufsplus sein. Außerdem dementierte er Gerüchte über die Einstellung des S-Max.nHersteller unter DrucknAuch nach Aussage der Händler im Saal ist Ford hierzulande derzeit auf dem besten Weg sein Ziel von 310.000 Verkäufen in diesem Jahr zu schaffen – wenn es keine weiteren finanziellen Einschnitte gibt. Denn Händlerverband und Partner spüren Einsparbemühungen des unter Druck stehenden Herstellers. Bildergalerie FPV-Generalversammlung 2019 Händler leisten Beitrag zur KonsolidierungnLaut Gesthuysen sind die deutschen Händler bereit, einen Beitrag zur Konsolidierung des Konzerns zu leisten - ihre Existenz darf das natürlich nicht gefährden. Die Rendite fällt mit durchschnittlich 1,14 Prozent im ersten Quartal 2019 nicht gerade üppig aus. Um 0,5 Prozent wurde die Marge bereits zum 1. April 2019 gekürzt. Die Verabschiedung einer weiteren Reduzierung um 0,5 Prozent steht unmittelbar bevor und so wird der Ford-Handel ab dem 1. April 2020 ein Prozent Marge weniger bekommen als noch im vergangenen Jahr. Hinzu kommen seit 1. Mai 2019 schlechtere Konditionen bei der Ford-Bank.nDie größte Sorge sind aber geplante und schon vollzogene Einschnitte in die Verdienstchancen im Service: Von einem besonders komplizierten Bonussystem für Ersatzteile und Zubehör in 2019 bis hin zu neuen Vertriebswegen. Hier wurde zum Beispiel eine eigene E-Commerce-Plattform des Herstellers genannt, bei der der Kunde direkt bei Ford bestellt und bezahlt, der Ford-Partner jedoch nur zu niedrigeren Konditionen vergütet wird. Es besteht also noch Gesprächsbedarf zwischen dem Händlerbeirat und dem Hersteller.nFPV mit besonderer RollenDer FPV vertritt mit seinem Beiratsmandat die Interessen der Händler beim Hersteller und genießt großen Rückhalt in der Händlerschaft, was durch die hohe Teilnehmerzahl von mehr als 600 Personen an der Generalversammlung wieder einmal deutlich wurde. Mit der Ford-Händler Dienstleistungsgesellschaft (FHD) bietet er außerdem zahlreiche Produkte und Dienstleistungen zum Vorteil der Partner an. Der Hersteller überlässt ihm sogar manche Aufgaben wie zum Beispiel die Organisation des Vermietgeschäftes oder die Einrichtung und Weiterentwicklung des Verkäuferarbeitsplatzes.nWeitere Details entnehmen Sie bitte der Bildergalerie. Was sonst noch besprochen wurde, lesen Sie in AUTOHAUS 11, das am 3. Juni erscheint.

Quelle: https://www.autohaus.de/nachrichten/ford-partnerverband-zwischen-hoffen-und-bangen-2294348.html

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