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Mehr staatliche Unterstützung: BMW will stärkere Förderung von E-Autos - CDU nicht

2019-06-14

Mehr staatliche Unterstützung BMW will stärkere Förderung von E-Autos - CDU nicht Geht es nach BMW, soll Deutschland Technologieführer bei Elektroautos werden - durch staatliche Hilfe. Damit dürfte der Hersteller bei der CDU jedoch auf Widerstand stoßen: Sie möchte andere Antriebe fördern. BMW Verschiffung von BMW-i3-Modellen in Bremerhaven Am 24. Juni werden die Chefs der deutschen Autokonzerne im Kanzleramt erwartet. Vor dem Gipfeltreffen über die Zukunft der deutschen Autoindustrie - oder, wie das Kanzleramt es nennt, der "Konzertierten Aktion Mobilität" - kursiert ein Forderungskatalog von BMW in den zuständigen Ministerien. Darin regt, wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, der bayerische Hersteller Maßnahmen an, die der E-Mobilität zum Durchbruch verhelfen sollen. "Deutschland hat die Chance, sich an die Spitze der Bewegung zu setzen", heißt es in dem 16-seitigen Strategiepapier. Mehr dazu im SPIEGEL Heft 25/2019 Weniger Gefühl, mehr Politik - wie sich die Grünen auf die Macht vorbereiten Um Technologieführer in der Elektromobilität zu werden, sei eine "ganzheitliche Förderkulisse" nötig. Ein großes Hemmnis für den Einsatz von Elektroautos sind nach Ansicht von BMW die hohen Stromkosten. Das Unternehmen fordert, den Preis von Ladestrom durch steuerliche Erleichterungen zu senken. Jeder Halter eines E-Autos solle außerdem das Recht erhalten, Ladestecker in seiner Garage zu installieren, auch wenn diese gemeinschaftlich genutzt wird. Zudem schlägt BMW vor, einen Mindestanteil an elektrifizierten Stellplätzen in Parkhäusern vorzuschreiben. Der Preis fürs Parken ließe sich dann je nach Schadstoffausstoß variieren. CDU will auch andere Antriebe fördern Die CDU will sich dagegen nicht auf eine Förderung von Elektroautos festlegen. So heißt es in einem Mobilitätskonzept, das vom niedersächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und Parteivize Thomas Strobl erarbeitet wurde, die Frage der optimalen Technologie sei "noch unbeantwortet". Hohe Anschaffungskosten und geringe Reichweiten hielten die Kunden demnach zurzeit noch vom Umstieg auf E-Autos ab. Das Papier soll am kommenden Montag im CDU-Präsidium beraten werden. Auch sei die Energiebilanz der Batteriefahrzeuge noch nicht gut, sie müsse deshalb mit anderen Antriebsarten "ganzheitlich" verglichen werden. Die CDU-Politiker schlagen deshalb zwar maßvolle Subventionen für Elektroautokäufer und mehr Ladesäulen vor. Dringend einzubeziehen seien dabei aber zusätzlich "neben Bio-Kraftstoffen auch Wasserstoff sowie Autogas (LPG), Erdgas (CNG) und synthetische Kraftstoffe, die CO2-arm hergestellt werden und weitgehend partikel- und stickoxidfrei verbrennen". Auch BMW ist nicht restlos von E-Autos überzeugt Und auch BMW glaubt trotz des Forderungskatalogs offenbar nicht an eine rein batterieelektrische Zukunft: Vor allem auf langen Strecken könnten Fahrzeuge mit Brennstoffzelle sinnvoll sein. Allerdings sei dafür "ein deutlicher Ausbau einer länderübergreifenden Wasserstoff-Tankstelleninfrastruktur" nötig. Auch Benzin- und Dieselmotoren haben laut BMW noch eine Zukunft. Der Verbrennungsmotor werde "noch für viele Jahre eine tragende Rolle spielen", heißt es in dem Papier. Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe. Was im neuen SPIEGEL steht und welche Geschichten Sie bei SPIEGEL+ finden, erfahren Sie auch in unserem kostenlosen Politik-Newsletter DIE LAGE, der sechsmal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von den politischen Köpfen der Redaktion. ran/gt

Quelle: https://www.spiegel.de/auto/aktuell/bmw-deutschland-soll-technologiefuehrer-bei-elektroautos-werden-a-1272452.html#ref=rss

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