SUCHE
Beta
News
Magazin
Flottenmanagement
Messe
Flotte! Der Branchnetreff
die nächste
"Flotte! Der Branchentreff" 2020
RSS

Elektroauto Peugeot e-208: Frankreich ist Strommeister!

2019-07-17

Elektroauto Peugeot e-208 Frankreich ist Strommeister! Peugeot bringt mit dem e-208 sein erstes Elektroauto auf dem Markt. Das ist noch lange nicht konsequent auf die neue Antriebstechnologie ausgelegt - und blamiert trotzdem schon so manchen deutschen Konkurrenten. Der e-208 ist nicht nur das erste echte Elektroauto von Peugeot. Er düpiert vor allem Mercedes und Audi. Die haben jüngst auch zwei Stromer auf den Markt gebracht, den EQC (Mercedes) und den E-Tron (Audi). Die kosten zwar deutlich mehr als der französische Erstling, schneiden aber beim wichtigsten Kriterium einer Elektroautos nur marginal besser ab als der e-208: der Reichweite. Ein Blick auf die nackten Zahlen offenbart Erstaunliches. Mit 95 kWh hat zum Beispiel der e-Tron fast doppelt so viel Batteriekapazität wie der Peugeot, in dem ein Akku mit 50 kWh verbaut ist. Die Reichweite des Audi aber ist längst nicht doppelt so groß, sondern liegt mit 400 Kilometern vergleichsweise knapp über den 340 Kilometern, die Peugeot angibt (dass es beim e-Tron in der Realität nochmal ganz anders aussieht, lesen Sie hier im Fahrbericht). Marie-Louise Richard, Low Emission Vehicle (LEV)-Produktmanagerin bei Peugeot, formuliert die Strategie des Herstellers so: "Wir sehen Elektroautos eher im urbanen Einsatz, da braucht es keine 80 oder 90 Kilowattstunden an Kapazität." Kleiner Akku? Kein Problem Klar, sie kann auch nicht viel anderes sagen. Der e-208 basiert, genau wie die anderen E-Modelle aus dem PSA-Konzern, nämlich DS3 Crossback E-Tense (DS), e-2008 (Peugeot, es handelt sich dabei um die Mini-SUV-Variante des e-208) und Opel Corsa-e, auf einer gemeinsamen Architektur namens CMP (Common Modular Plattform). Die ist, anders als zum Beispiel die Milliarden Euro teure Plattform MEB (Modularer Elektrobaukasten) von VW nicht rein elektrisch ausgelegt, sondern kann auch konventionelle Antriebe aufnehmen. Das hilft, Kosten zu sparen, begrenzt aber die Batteriegrößen. Doch die Franzosen machen aus der Not einfach eine Tugend. Statt 700 Kilogramm Akku wie beim Audi schleppt der Peugeot nur 300 Kilo Batteriespeicher mit sich rum und ist entsprechend leichter, nämlich knapp eine Tonne. Das wiederum wirkt sich positiv auf den Verbrauch aus. Überhaupt wirkt das Vorserienfahrzeug, dass die Franzosen nun für eine erste Begutachtung zur Verfügung stellten, sehr ausgereift. Unter der Haube des e-208 steckt ein sogenannter permanenterregter Magnet-Synchron-Elektromotor (PMSE) mit 100 kW. Damit kommt man im Alltag bestens zurecht, weil E-Motoren ihr maximales Drehmoment physikalisch bedingt schon ab der Drehzahl null liefern. Entsprechend souverän zieht der Wagen los und bleibt dabei weitgehend geräuschlos. "Wir haben hohen Aufwand bei der Akustik betrieben und extradicke Matten verbaut", sagt BEV Produktmanager Sylvain Chereau. Sprintstark im "Sport"-Modus Um das Sprintvermögen auch wirklich auszunutzen, muss der Fahrmodus-Schalter auf "Sport" stehen. Nur dann ist die volle Leistung abrufbar. Gestartet wird stets in "Normal", dann leistet der Elektromotor 80 kW, entsprechend zahmer geht es voran. In Stellung "Eco" nimmt die Software die Leistung nochmals um 20 kW zurück. Dann geht es ausgesprochen gemütlich zur Sache, auch der Verbrauch ist gering, allerdings dürften die meisten Fahrer sich wohl eher für die leistungsstärkeren Modi entscheiden. Wie bei vielen anderen Elektroautos kann man auch den e-208 nahezu allein mit dem Gaspedal beschleunigen und abbremsen. Wenn man vom Gas geht, übernimmt der Elektromotor die Verzögerung und speist dabei gleichzeitig Strom in die Batterie (Rekuperation). Peugeots Ingenieure haben dabei zwei Stufen entwickelt, zwischen denen man wählen kann. Die geringere Verzögerungsstufe entspricht in etwa dem Ausrollen eines Autos mit Verbrennungsmotor, die höhere Stufe bremst den Wagen dann recht deutlich ab. Auf den Modus "Segeln" verzichteten die Entwickler ganz, da dieser, wenn überhaupt, nur auf der Autobahn zum Tragen käme, weil hier längere Rollphasen möglich sind. Dort aber sieht Peugeot, wie die Produktverantwortlichen bei der Präsentation nicht müde werden zu betonen, den e-208 aber eben nicht primär. Clevere Ladetechnik Sehr überzeugend ist das Lademanagement des e-208. Während selbst Jaguar seinen 80.000-Euro-I-Pace für Wechselstrom unverständlicherweise nur mit einem einphasigen On-Board-Lader ausgerüstet hat (Billig-Lösung), machten die Peugeot-Strategen gleich Nägel mit Köpfen und spendierten dem e-208 einen dreiphasigen Lader. So kann der Kunde zu Hause an seiner Wallbox mit bis zu 11,0 kW laden und die leere Batterie in fünf Stunden wieder zu 100 Prozent füllen. Der Dreiphasen-On-Board-Lader ist auch der Grund, warum der e-208 mit 30.450 Euro rund 500 Euro teurer ist als der Corsa-e. Der Rüsselsheimer hat in der Basisversion nur einen einphasigen Lader. Entsprechend länger hängt der Opel an der Steckdose. Deutlich zügiger geht es natürlich an einem Quick-Charger, wie sie an der Autobahn stehen. Bis zu 100 Kilowatt Gleichstrom können dann pro Stunde in die Batterie fließen. Innerhalb von 30 Minuten wäre die Batterie des e-208 zu 80 Prozent wieder gefüllt. Schon heute ist in Deutschland die Infrastruktur soweit ausgebaut, dass man den e-208 mit zwei bis drei überschaubaren Ladepausen durchaus von Hamburg nach München fahren könnte - selbst wenn der Hersteller dieses Szenario eigentlich nicht vorgesehen hat. Insgesamt hat Peugeot mit dem e-208 ein attraktives Elektroauto auf die Räder gestellt. Das Design gefällt, die Größe ist ausreichend, die Detaillösungen ansprechend und in den für die Elektromobilität wichtigen Disziplinen wie Reichweite und Laden haben die Franzosen die richtigen Prioritäten gesetzt. Überdies bieten sie eine achtjährige Garantie auf die Batterie. Wird der Wagen also zum e-Durchbruch für Peugeot? Prognosen über Absatzzahlen machen die Franzosen nicht. Keiner weiß, wie der Markt sich wirklich entwickelt, auch, weil Erfolg oder Misserfolg der E-Autos an der Wandlungsbereitschaft der Kunden hängen. Sie müssen bereit sein, nicht nur ihr gewohntes Nutzungsprofil aufzugeben, sondern auch gut doppelt so viel Geld wie für einen konventionellen Peugeot 208 zu bezahlen. An diesem Dilemma dürfte sich in den nächsten Jahren nicht viel ändern. Fahrzeugschein Hersteller: Peugeot Typ: e-208 Karosserie: Kleinwagen Motor: Elektromotor Getriebe: 1-Gang-Automatik Antrieb: Front Leistung (E-Motor): 100 kW Drehmoment (E-Motor): 260 Nm Von 0 auf 100: 8,0 s Höchstgeschw.: 150 km/h CO2-Ausstoß: 0 g/km Kofferraum: 311 Liter Gewicht: 1.455 kg Maße: 4055/1745/1430 Preis: 30.450 EUR

Quelle: https://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/peugeot-e-208-der-grosse-bruder-des-elektrischen-opel-corsa-a-1277322.html#ref=rss

TOP RSS Meldungen
GDPR Flotte.de

Flotte Medien möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies, um die Seite für Sie zu verbessern und nutzerrelevant zu gestalten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie hier.

Einverstanden