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Autogramm Volvo S60: Überholen auf Schwedisch

2019-10-18

Autogramm Volvo S60 Überholen auf Schwedisch Volvo plädiert für ein freiwilliges Tempolimit der Hersteller. Und jetzt das? Der neue S60 bekommt schon in der Einstiegsvariante einen 190-PS-Motor - und hängt damit deutsche Konkurrenten locker ab. Der erste Eindruck: Auffällig unauffällig. Und trotzdem sticht der Wagen in der Mittelklasse, die hierzulande von Audi, BMW und Mercedes dominiert wird, heraus. Das sagt der Hersteller: Die Dominanz der deutschen Hersteller - genau darin liegt für Volvo-Sprecher Michael Schweitzer ein Problem des Volvo S60. Während sich das auf der gleichen Plattform aufgebaute SUV-Modell XC60 und der Kombi V60 gut verkaufen, rechnen sich die Volvo-Verantwortlichen für die Limousine nur geringe Chancen aus, in diesem Segment tun sich Importeure in Deutschland traditionell schwer. "Der S60 wird deshalb wohl eher ein Nischenmodell," räumt Schweitzer ein. Mit den bescheidenen Stückzahlen rechtfertigt Volvo auch ein paar ungewöhnliche Entscheidungen. Zum Beispiel, dass für die Limousine kein Dieselmotor mehr angeboten wird, obwohl die Typen XC60 und V60 sehr wohl mit Selbstzünder erhältlich sind. "Das wäre zu viel Aufwand gewesen für so wenige Autos", sagt Schweitzer mit Blick auf die Zulassung. Auch, dass der S60 erst jetzt zu den Händlern kommt, obwohl das Auto im US-Werk Charleston bereits seit rund einem Jahr produziert wird, erklärt Schweitzer mit dem Hinweis auf den erwarteten mauen Absatz: "Es wurden erst einmal die großen Märkte bedient - allen voran die USA und China." Das ist uns aufgefallen: Der Schlüssel wirkt ungewohnt - die Knöpfe sind an der Seite angebracht, nicht obenauf. Im Cockpit geht das Staunen weiter: Während im neuen BMW 3er die Bedienelemente betont traditionell arrangiert sind, der Audi A4 einen nüchternen Techno-Chic zelebriert und die Mercedes C-Klasse mit kunterbunter Beleuchtung und verspielten Grafiken Digital Natives umwirbt, nimmt sich der Volvo vornehm zurück und wirkt kühl und zugleich gemütlich wie die Lobby eines Designhotels in Göteborg. Der hochformatig angeordnete Touchscreen für Navi & Co. sowie der eigenwillige Knubbel, mit dem man durch eine Drehbewegung den Motor anlässt, tun ein Übriges für die Unverwechselbarkeit. Ungewöhnlich ist auch das Fahrverhalten. Der zwei Liter große Vierzylinder-Benziner in der Modellvariante T4, von dem Volvo die meisten Verkäufe erwartet, brummt beim Anfahren wie ein Diesel. Vielleicht, weil es sich bei dem Triebwerk mit einer Leistung von 190 PS um einen vergleichsweise starken Motor für ein Einstiegsmodell handelt. Eine überraschende Ausstattung für eine Marke, die für eine freiwillige Selbstbeschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h plädiert. Bei Mercedes beginnt das Leistungsspektrum in diesem Segment mit 129 PS, bei Audi mit 136 PS und bei BMW mit 150 PS. Aber die Papierform täuscht. Der S60 T4 mag zwar stark sein und das Fahrwerk ist - jedenfalls in der Version R Design, die Volvo zum Einstiegsmodell gemacht hat -ungewöhnlich stramm und bietet zudem einen Zentimeter weniger Bodenfreiheit. Doch so richtig sportlich ist das Auto nicht. Zu diesem Anspruch passen weder die arg leichtgängige Lenkung, noch der angesichts von maximal 300 Nm Drehmoment bisweilen scharrende Frontantrieb, noch die Fahrleistungen. Während der Sprint von 0 auf 100 in 7,1 Sekunden gelingt, sind 220 km/h Spitzengeschwindigkeit im Duell der Dienstwagen auf der Autobahn nichts Besonderes. Ansonsten hat die Limousine mit der seidigen Achtgang-Automatik, einem Heer an Assistenzsystemen und Sitzen mit Komfort für die Ewigkeit alles, was es braucht um Vielfahrer glücklich zu machen. Allerdings gilt das nur für den Fahrer und Beifahrer: In der zweiten Reihe geht es für ein Auto von 4,76 Metern Länge und 2,87 Metern Radstand ungewöhnlich knapp zu. Werfen Sie einen Blick in den Innenraum des Volvo S 60 - mit unserem 360-Grad-Foto: Das muss man wissen: Neben dem mindestens 43.200 Euro teuren S60 T4 bietet Volvo noch zwei weitere Versionen des Vierzylinder-Benziners an. Als T5 leistet die Maschine 250 PS und wenn im November der T6 kommt, steigt die Leistung auf 310 PS. Obendrein gibt es dann einen Allradantrieb. Statt eines Diesels hält Volvo für Spritsparer Hybridantriebe bereit. Erst einmal das Modell T8 mit Plug-in-Hybridantrieb und 303 PS aus dem Benziner sowie 65 kW (88 PS) aus der E-Maschine sowie einem Akku mit 11,6 kWh Speicherkapazität. Damit fährt der Wagen rein elektrisch bis zu 125 km/h schnell und bietet eine elektrische Reichweite von 58 Kilometern. Später sollen auch die kleineren Vierzylinder elektrifiziert und mit einem 48-Volt-Generator zu Mild-Hybridantrieben erweitert werden. Das werden wir nicht vergessen: die kleine Schweden-Fahne, die wie ein Etikett im T-Shirt an der Seitennaht des Sitzes befestigt ist. Nicht, dass man den S60 mit einem Audi, BMW oder Mercedes verwechseln könnte. Aber bei einer Limousine, die von einer eigentlich chinesischen Firma auch für die Märkte in Europa in einem Werk in den USA gebaut wird, kann so ein Herkunftshinweis nicht schaden. Fahrzeugschein Hersteller: Volvo Typ: S60 T4 Karosserie: Limousine Motor: Vierzylinder-Turbobenziner Getriebe: Achtgang-Automatik Antrieb: Front Hubraum: 1.969 ccm Leistung: 190 PS (140 kW) Drehmoment: 300 Nm Von 0 auf 100: 7,1 s Höchstgeschw.: 220 km/h Verbrauch (ECE): 6,7 Liter CO2-Ausstoß: 149 g/km Kofferraum: 470 Liter Gewicht: 1.677 kg Maße: 4761 / 1850 / 1437 Preis: 43.200 EUR Thomas Geiger ist freier Autor und wurde bei seiner Recherche von Volvo unterstützt. Die Berichterstattung erfolgt davon unabhängig. Mehr im Internet Volvo DeutschlandSPIEGEL ONLINE ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten. Newsletter Autotests: Die wichtigsten Modelle im Check

Quelle: https://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/volvo-s60-im-test-mittelklasse-baureihe-nun-auch-als-limousine-a-1288829.html#ref=rss

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